Hans-Zender-Wettbewerb 2026
Die Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH) schreibt für das Jahr 2026 einen einmaligen wissenschaftlichen Sonderpreis im Rahmen des „Hans-Zender-Wettbewerbs 2026“ aus (zusätzlich zum regulären Aufsatzwettbewerb der GMTH 2026, siehe: https://www.gmth.de/wettbewerbe/16_aufsatzwettbewerb_2026.aspx.
Hans Zenders (1936–2019) Wirken steht paradigmatisch für eine enge Verknüpfung von musikalischer Praxis und einer multiperspektivischen theoretischen Reflexion: zu historischer und neuer Musik und deren Verbindungslinien, denen er etwa in seinen „komponierten Interpretationen“ von Werken Beethovens, Schuberts oder Schumanns nachspürte, zu musiktheoretischen Fragen des Komponierens und Dimensionen alternativer Stimmungssysteme, interkulturellen Aspekten sowie musikästhetischen bzw. musikphilosophischen Perspektiven auf das Hören und Erfahren von Musik.
Die Schriften Hans Zenders sind in mehreren Sammelbänden erschienen, u. a. in Die Sinne denken. Texte zur Musik 1975–2003, revidierte und erweiterte Ausgabe, hg. von Jörn Peter Hiekel, Wiesbaden: Breitkopf & Härtel 22018, Waches Hören. Über Musik, hg. von Jörn Peter Hiekel, München: Hanser 2014 und Denken hören – Hören denken. Musik als eine Grunderfahrung des Lebens, Freiburg: Alber 22016.
Der Hans-Zender-Wettbewerb 2026 soll dazu motivieren, Motive aus Schriften und musikalischen Werken Zenders aufzugreifen und aus zeitgemäßer musiktheoretischer und musikwissenschaftlicher Sicht weiterzuentwickeln.
Themenbereiche
Erbeten werden musiktheoretische bzw. musikanalytische Perspektiven einbeziehende Einreichungen zu folgenden Themenbereichen:
(1) Musikalische Interkulturalität und Globalisierung (insbesondere in der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts).
(2) Mikrotonalität und alternative Stimmungssysteme (auch mit potenziellen Ursprüngen in nicht-westlichen Theorien und Praktiken).
(3) Musikalisches Hören und Phänomenologie der Musik (insbesondere der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts).
(4) Musikalische Transkription, Bearbeitung und Neukontextualisierung historischer Musik im 20. und 21. Jahrhundert.
Teilnahme, Preise und Publikation
Es können Preisgelder im Wert von insgesamt € 3000,- vergeben werden (eine Aufteilung des Preisgeldes ist möglich).
Prämierte Einreichungen können nach Zustimmung der jeweiligen Redaktionen für eine Publikation in der Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie (ZGMTH) oder in Musik & Ästhetik angenommen werden (in Kooperation der GMTH mit Musik & Ästhetik).
Teilnehmen können alle, die zum Zeitpunkt der Einreichfrist höchstens 40 Jahre alt sind.
Der Jury werden drei namhafte Fachvertreter*innen aus der Musiktheorie bzw. Musikwissenschaft angehören.
Einreichung
Die eingereichten Beiträge sollten weder bereits publiziert noch für eine bestimmte Publikation vorgesehen sein. Auch von Doppeleinreichungen (zugleich als Beitrag für den Hans-Zender-Wettbewerb und den regulären Aufsatzwettbewerb 2026) bitten wir abzusehen.
Einsendeschluss ist der 15. August 2026. Bitte laden Sie Ihren Beitrag in einem zusammenhängenden PDF- oder Word-Dokument über das folgende Einreichungsformular hoch:
=> Zum Einreichungsformular
Die maximale Zeichenzahl beträgt 40.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen, Fußnoten, Literatur und ggf. Anhang). Empfohlen wird eine Orientierung an den Formatierungsregeln der ZGMTH.
Wettbewerbsleitung
Prof. Dr. Cosima Linke (Freiburg), Prof. Dr. Kilian Sprau (Berlin)
Initiator
Der Sonderpreis wurde initiiert von Christian Utz (GMTH-Mitglied, Universitätsprofessor für Musiktheorie und Musikanalyse an der Kunstuniversität Graz), dem im Oktober 2025 der „Happy-New-Ears“-Preis 2024 der „Hans-und-Gertrud-Zender-Stiftung“ verliehen wurde.