Vorschau
- 23/1 (2026) – Werkanalyse: Komponistinnen im Fokus, hg. von Julia Freund, Anne Hameister und Andrea Horz
Das musikalische Schaffen von Komponistinnen ist in der Musikforschung wie auch im Konzertrepertoire vermehrt präsent. Während die soziokulturellen Bedingungen des Komponierens und Fragen der Rezeption zunehmend beleuchtet werden, stellt die analytische Auseinandersetzung mit den Werken häufig noch ein Desiderat dar. So rekurrieren auch analytische Lehrwerke, denen es um die Auseinandersetzung mit innermusikalischen Strukturen und musikimmanenten Gestaltungsweisen geht, bisher kaum auf Werke von Komponistinnen. Dahinter steckt weniger ein sachlicher Grund als ein erst allmählich entstehender analytischer Diskurs zu jenen Werken. Diese Entwicklung soll durch das Themenheft der ZGMTH unterstützt werden: Das Heft versammelt Beiträge, die Werke von Komponistinnen von der Renaissance bis in das frühe 20. Jahrhundert in einem close reading in ihrer musikalischen Struktur, formalen Anlage, Satztechnik und ihren kompositorischen Besonderheiten würdigen.
- 23/2 (2026) – Varia, hg. von Patrick Boenke, Martin Grabow und NN
- 24/1 (2027) – Verarbeitete Innovation. Popularisierung des musikalisch Neuen im 19. Jahrhundert, hg. von Julia Freund, Andrea Horz, Pascal Rudolph
Musikalische Innovationen des 19. Jahrhunderts verblieben nicht innerhalb einer avantgardistischen Kunstmusik, sondern fanden auch Eingang in populäre musikalische Praktiken. Insbesondere Bearbeitungen, Fantasien und Tanzarrangements, aber auch die Weiterverwendung in populären Bühnenwerken spielten eine zentrale Rolle bei der Vermittlung neuer harmonischer und instrumentaler Klangwelten. Das Themenheft widmet sich dieser popularisierenden Aneignung aus musikanalytischer Perspektive. Im Fokus steht die Frage, wie als exzeptionell beschriebene Klangorganisationen – etwa bei Weber, Meyerbeer, Berlioz oder Wagner – in Bearbeitungen und Weiterverarbeitungen transformiert wurden und welche Bedeutung ihnen in diesen Kontexten zukam.
Für Anregungen und Vorschläge wenden Sie sich bitte an die jeweils zuständigen Herausgeber*innen. Freie Beiträge können jederzeit eingereicht werden.