Dreps, Krystoffer (2021), »Transkriptive Höranalyse von Geräuschmusik im Gehörbildungsunterricht. Ein Erfahrungsbericht zur Anwendung von Klangfeld-Transkriptionen auf die Musik Amon Tobins und Helmut Lachenmanns«, in: Populäre Musik und ihre Theorien. Begegnungen – Perspektivwechsel – Transfers. 17. Jahreskongress der Gesellschaft für Musiktheorie und 27. Arbeitstagung der Gesellschaft für Popularmusikforschung Graz 2017 (GMTH Proceedings 2017), hg. von Christian Utz, 33‒56. https://doi.org/10.31751/p.40
eingereicht / submitted: 15/12/2018
angenommen / accepted: 07/02/2019
veröffentlicht / first published: 05/01/2021
zuletzt geändert / last updated: 05/01/2021

Transkriptive Höranalyse von Geräuschmusik im Gehörbildungsunterricht

Ein Erfahrungsbericht zur Anwendung von Klangfeld-Transkriptionen auf die Musik Amon Tobins und Helmut Lachenmanns

Krystoffer Dreps

stützt, findet zu wenig Platz im Gehörbildungsunterricht an Musik(hoch)schulen. Das liegt möglicherweise auch daran, dass es kaum methodische Zugänge oder Hilfestellungen dazu gibt. In diesem Artikel wird die Klangfeld-Transkriptionsmethode vorgestellt, mit der Musik zum Unterrichtsthema werden kann, die mit Geräuschen und anderen nicht tonhöhenbasierten Klangtexturen arbeitet. Die Methode geht davon aus, dass die Studierenden das Gehörte als akusmatisch rezipieren, dass sie also die Hervorbringung oder Erstellung der Klänge nicht auf Anhieb nachvollziehen können. Sie verbindet verschiedene Ansätze zum Umgang mit elektroakustischer Musik, musique concrète instrumentale und elektronischer Popmusik im Kontext des Transkribierens. Nach einer kurzen Übersicht über Lehrwerke zur Gehörbildung sowie einem Abriss verschiedener Analyseansätze zu nicht-notierter Musik werden drei Ausschnitte von Werken Amon Tobins und Helmut Lachenmanns mithilfe der Klangfeld-Transkriptionsmethode erläutert und abschließend auf ihr Potenzial hin ausgewertet.

A large part of contemporary music, especially music which is not primarily based on pitch, seems to be missing from current ear training classes in German music academies and music schools. One possible reason for this shortcoming could be the lack of methodological access or support. This article introduces the method of sound-field transcription, which makes music with a high degree of foley, noise, or other non-pitched features accessible for teaching in music classes. The method assumes that students receive aural material primarily acousmatically, not being able to identify the creation or production of the sounds at first hearing. It combines various approaches from different musical genres such as electroacoustic music, musique concrète instrumentale, and popular electronic music on the basis of musical transcriptions. After a short outline of ear training textbooks and various analytical approaches to non-notated music, three excerpts from works by Amon Tobin and Helmut Lachenmann are explicated by the method of sound-field transcription. By conclusion, these analyses are evaluated for their potential.

Schlagworte/Keywords: Amon Tobin; ear training; electronic music; elektronische Musik; Gehörbildung; Helmut Lachenmann; Höranalyse; listening analysis; transcription; Transkription
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