GMTH Proceedings 2017

Populäre Musik und ihre Theorien. Begegnungen – Perspektivwechsel – Transfers

https://doi.org/10.31751/p.v.2

Autorinnen und Autoren

Ralph Bernardy, geboren 1988, ist Professor für Gehörbildung an der Schola Cantorum Basiliensis. Er studierte Komposition und Musiktheorie in Karlsruhe und Basel und unterrichtete anschließend Musiktheorie an den Musikhochschulen in Karlsruhe, Stuttgart, Essen und Trossingen. Buchveröffentlichungen über den Aphorismus in der Wiener Schule und Johann Jakob Frobergers Allemanden.

Wendelin Bitzan ist Musiker, Komponist und Musikforscher. Er studierte die Fächer Musiktheorie, Musikpädagogik, Klavier und Tonmeister in Detmold, Berlin und Wien und erwarb drei Diploma an der Fakultät Musik der Universität der Künste Berlin. An der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien wurde er im Fach Musikwissenschaft promoviert. Nach Lehrtätigkeiten für Tonsatz, Analyse, Gehörbildung sowie Musik und Medien an Musikhochschulen und Universitäten in Berlin, Rostock und Detmold arbeitet er nunmehr als Dozent für Musiktheorie an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Er konzertiert als Kammermusiker, Liedbegleiter und als Interpret eigener Kompositionen. Seine Publikationen zur Musiktheorie und Musikpädagogik sind in Periodika, Kongressberichten und Sammelbänden erschienen. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

Christopher Doll is Associate Professor of Music in the Mason Gross School of the Arts, and the School of Graduate Studies, at Rutgers, the State University of New Jersey, where he teaches classes in music theory, analysis, composition, and the history of popular music. He is the author of the monograph Hearing Harmony: Toward a Tonal Theory for the Rock Era (University of Michigan Press, 2017) and articles on a range of topics, from Bach to Babbitt to Hans Zimmer to “Louie Louie.”

Krystoffer Dreps studierte zunächst Schulmusik und Politikwissenschaft in Berlin, wechselte dann ins Jazz-Diplomstudium mit Hauptfach Trompete und studierte anschließend Tonsatz (Tobias Rokahr und Gesine Schröder) und Komposition (Claus-Steffen Mahnkopf) an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Lehraufträgen in Leipzig, Osnabrück, Herford und Münster folgten Festanstellungen an der Musikhochschule Münster und an der Universität Oldenburg. Sein Forschungsinteresse gilt dem Transfer zwischen Klassik und Pop sowie der Verwendung neuer Medien in zeitgenössischer Musik und in der Vermittlung im Musiktheorie-Unterricht.

Martin Ebeling studierte Schulmusik an der Musikhochschule Köln und Mathematik an den Universitäten Köln und Bochum. Danach folgte ein Studium der Orchesterleitung und Chordirigieren bei Reinhard Peters an der Folkwanghochschule in Essen. Ebeling promovierte an der Universität Köln im Bereich musikalische Akustik und habilitierte sich in Dortmund in systematischer Musikwissenschaft. Nach der Tätigkeit als Kapellmeister an der Oper wurde er Dozent für Korrepetition am Konservatorium Mainz. Er lehrt als außerplanmäßiger Professor für systematische Musikwissenschaft an der TU Dortmund und ist Vorsitzender der Carl Stumpf Gesellschaft. Forschungsschwerpunkte: Psychoakustik, Musikwahrnehmung und Musikkognition, Musiktheorie und Tonsatz.

Hartmut Fladt, aus Detmold, studierte dort Komposition/Tonsatz bei Rudolf Kelterborn, dann Musikwissenschaft in Berlin; Promotion bei Carl Dahlhaus. Editor bei der Richard-Wagner-Gesamtausgabe (drei Bände Götterdämmerung; dazu mit Werner Breig »Dokumente zur Entstehungsgeschichte des Bühnenfestspiels Der Ring des Nibelungen«); Professuren für Musiktheorie an der Universität der Künste Berlin und der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Habilitation im Fach Musikwissenschaft. Gutachter für die Studienstiftung des Deutschen Volkes, den österreichischen Wissenschaftsfonds, die Deutsche Forschungsgemeinschaft sowie in Promotions-, Berufungs- und Urheberrechtsverfahren. Im Ruhestand weiter Seminare und Betreuung von Doktorand_innen. Editionsleiter der Hanns-Eisler-Gesamtausgabe. Ca. 95 Veröffentlichungen über Musik des 13. bis 21. Jahrhunderts, auch zur Popularmusik. Rundfunk- und Fernseh-Beiträge. Komponierte Kammer-, Chor-, Orchester-, elektroakustische Musik, Bühnenwerke, Lieder, kabarettistische Musik sowie ›angewandte Musik‹ für Laien.

Stefan Fuchs studierte Schulmusik (mit Profil Chorleitung), Musiktheorie, Gehörbildung und Klavier an der Hochschule für Musik und Theater München. Seit 2019 unterrichtet er als Lehrbeauftragter Musiktheorie und Gehörbildung an der Hochschule für Musik und Theater München sowie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Seine Interessensschwerpunkte sind Formenlehre, Theorie der Alten Musik, spätromantische Oper und Filmmusik.

Pierre Funck, geboren 1963 in Luxemburg, studierte zunächst Naturwissenschaften an der ETH Zürich (Promotion 1995), dann Gesang, Musiktheorie und Komposition am Institut für Alte Musik der Staatlichen Musikhochschule Trossingen und war dort von 2001 bis 2019 als Dozent für Musiktheorie tätig. Seit 2007 arbeitet er als Filmkomponist und hat bis jetzt über siebzig Filme vertont. Er absolvierte den Studiengang Komposition für Film, Theater und Medien an der Zürcher Hochschule der Künste und schloss 2012 mit einem Master of Arts ab. Seit 2015 unterrichtet er dort Musiktheorie im Rahmen dieses Studiengangs. Neben seiner Tätigkeit als Filmmusiker rekonstruiert Pierre Funck verschollene oder fragmentarisch erhaltene Werke aus der Renaissance und der Barockzeit. Außerdem tritt er als Sänger in diversen professionellen Vokalensembles auf, z. B. im Ensemble Le Chant sur le Livre, das auf die Improvisationspraxis der Renaissance spezialisiert ist.

Bryan Hayslett is the Assistant Professor of Cello at the New World School of the Arts in Miami. As a scholar, Dr. Hayslett’s research focuses on temporality in and perception of contemporary music, particularly through linguistic frameworks. Additionally, his research has focused on phrasing and structure in Lee Hyla’s music. He has presented his research at conferences across the United States and in Austria, Norway, and Portugal. As a performing cellist, Dr. Hayslett serves as the cellist of contemporary performance group Juxtatonal and frequently works with and commissions living composers, most recently Joan La Barbara, Annika Socolofsky, and Anthony Green. He has performed with groups such as Eighth Blackbird, the New York Arabic Orchestra, Ne(x)tworks, Experiments in Opera, and Sound Icon. Dr. Hayslett holds degrees from NYU, The Hartt School of Music, and The Boston Conservatory.

Eva-Maria Houben studierte an der Folkwang Hochschule für Musik Essen Schulmusik, danach Orgel bei Gisbert Schneider. Nach dem 2. Staatsexamen für Musik und Deutsch Unterrichtstätigkeit am Gymnasium. Im Anschluss an ihre Promotion und Habilitation in Musikwissenschaft nahm sie Lehraufträge an der Gerhard Mercator Universität Duisburg und an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf wahr. 1993 wurde sie als Professorin an das Institut für Musik und Musikwissenschaft der Technischen Universität Dortmund berufen. Schwerpunkte ihrer Forschung und Lehre sind die Musiktheorie und die Neue Musik. Ein besonderer Akzent ihrer Arbeit liegt auf der Planung und Durchführung von Konzerten mit Kompositionen der Studierenden. ist verbunden mit dem Wandelweiser Komponisten Ensemble. Kompositionen für Soloinstrumente, Stimme und Klavier, Stimme und Orgel, für kleine oder größere Ensembles und Bläserensemble, für Orchester (auch Orchester und Singstimme) und Chor https://www.wandelweiser.de. Publikationen u. a. zu Themen der zeitgenössischen Musik.

Arne Lüthke, geboren 1987, studierte Schulmusik und die Erweiterungsrichtung Instrumentalpädagogik (Klarinette) sowie Tonsatz/Musiktheorie an den Musikhochschulen in Weimar und Leipzig. Nach dem Studium arbeitete er zunächst als stellvertretender Musikschulleiter in Hennigsdorf bei Berlin. Nach abgeschlossenem Referendariat in Sachsen ist er im Schuldienst und im Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig tätig. Forschung u. a. zur jüngeren Geschichte der Musiktheorie, insbesondere zum Verhältnis von Tonsatz, Musiktheorie und Komposition in der DDR.

Elke Reichel studierte Kirchenmusik in Dresden sowie Musiktheorie und Instrumentalpädagogik an der Universität der Künste Berlin. Sie ist seit 2003 Fachberaterin für Inklusion am Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden und organisiert hier Kooperationen zwischen Hochschule, Musikschule und allgemeinbildender Schule. Von 2012 bis 2020 arbeitete sie als Lehrbeauftragte für Musiktheorie und Gehörbildung an der Hochschule für Musik Dresden, von 2014 bis 2019 unterrichtete sie Tonsatz am Institut für Musikpädagogik der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Seit 2019 ist sie als Lehrkraft für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Weimar angestellt. Ihr Forschungsschwerpunkt ist das Musiktheater W. A. Mozarts.

Derek Remeš, geboren 1986 in den USA, ist seit 2019 Dozent für Musiktheorie an der Hochschule Luzern – Musik. Er hat Komposition (BM) und Filmmusik (BM) am Berklee College of Music in Boston (USA, summa cum laude), sowie Musiktheorie-Pädagogik (MA) und Orgel/Kirchenmusik (MM) an der Eastman School of Music in Rochester (USA) studiert, wo ihm für sein Orgelspiel das Performer’s Certificate für »outstanding performing ability« verliehen wurde. Von 2017 bis 2019 war er Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik Freiburg im Breisgau. Dort schloss er 2020 eine von Felix Diergarten betreute Promotion über J. S. Bachs Kompositionslehre mit Auszeichnung ab. 2019 erschien sein erstes Buch Realizing Thoroughbass Chorales in the Circle of J. S. Bach (Wayne Leupold Editions). Außerdem ist er seit Anfang 2020 Mitherausgeber des Journal Music Theory and Analysis. Als Referent hat Remeš in den letzten Jahren zahlreiche Vorträge und Meisterkurse in Europa, in den USA sowie in China gehalten. https://derekremes.com; https://hslu.academia.edu/DerekRemes

Markus Roth studierte Germanistik und Musikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie Gitarre und Musiktheorie an der Hochschule für Musik Karlsruhe. 1998–2006 Lehrauftrag für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Trossingen. Seit 1998 Lehrstuhlvertretung an der Karlsruher Hochschule; seit 2003 Lehrauftrag für Musiktheorie ebendort. 2006 Abschluss des Promotionsprojekts Der Gesang als Asyl. Analytische Studien zu Hanns Eislers »Hollywood-Liederbuch« mit ›summa cum laude‹. Seit 2006 Lehrkraft für besondere Aufgaben im Fach Musiktheorie an der Folkwang Hochschule; seit 2009 Professor für Musiktheorie ebendort.

Daniel Serrano wurde 1991 in Jaén (Spanien) geboren. Nach abgeschlossenem Violinstudium an der Musikhochschule des Baskenlandes – Musikene – in San Sebastián zog er nach Wien, wo er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Komposition bei Michael Jarrell abschloß. Derzeit studiert er Musiktheorie bei Gesine Schröder und Marie-Agnes Dittrich. Mit dem Wintersemester 2018/2019 begann er außerdem seine Tätigkeit als Lehrbeauftragter für Tonsatz, Gehörbildung und Formenlehre an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Kilian Sprau studierte Schulmusik, Musiktheorie, Klavier und Gehörbildung an der Hochschule für Musik und Theater München sowie am Mozarteum Salzburg. Im Zentrum seines Forschungsinteresses stehen Wechselwirkungen zwischen Musik und Sprache; sein vorrangiges Engagement in Theorie und Praxis gilt dem Kunstlied des 19. bis 21. Jahrhunderts. 2016 wurde er mit einer Dissertation zur zyklischen Liedkomposition um 1850 promoviert. Kilian Sprau ist Professor für Musiktheorie an der Universität der Künste Berlin. Seit April 2018 arbeitet er in einem eigenen, DFG-geförderten Forschungsprojekt zum Portamentogebrauch im spätromantischen Kunstliedgesang. Er ist außerdem als konzertierender Liedbegleiter tätig. 2013 bis 2019 war er Mitherausgeber der ZGMTH.

Sonja Stojak, geb. 1994, studierte Komposition und Musiktheorie an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien (Musiktheorie bei Gesine Schröder, Analyse bei Marie-Agnes Dittrich). Ihre Forschungsschwerpunkte sind Gender- und Frauenforschung sowie ästhetische und kompositionstechnische Themen unter Einbeziehung von Methoden des artistic research. Sie hat ein besonderes Interesse an spielerischen Zugängen zu musikalischen Phänomenen. Stojak hat auf mehreren musiktheoretischen und -wissenschaftlichen Kongressen vorgetragen (GMTH-Kongresse Graz 2017 und Bremen 2018; Tagungen in Belgrad 2017, Thessaloniki 2018 und Berlin 2019), sie veröffentlichte Beiträge u. a. in der Zeitschrift Ästhetische Bildung und dem Lexikon des Orchesters. Sie arbeitete als Projektmanagerin in der Promotionsabteilung der Universal Edition und ist derzeit Marketing Managerin in diesem Verlag.

Christian Utz studierte Komposition, Musiktheorie und Musikwissenschaft in Wien und Karlsruhe und erwarb das Doktorat (2000) und die Habilitation (2015) in Musikwissenschaft an der Universität Wien. Seit 2004 ist er Professor für Musiktheorie und Musikanalyse an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz und seit 2015 Privatdozent für Musikwissenschaft an der Universität Wien. Er leitet(e) die vom österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) finanzierten Forschungsprojekte Eine kontextsensitive Theorie post-tonaler Klangorganisation (CTPSO, 2012–2014), Augmented Listening: Aufführung, Hörerfahrung und Theoriebildung (PETAL, 2017–2020), Points of Discontinuity. Theory, Categorization, and Perception of Cadences and Openings in Post-tonal Music (PoD, 2021–2024) und Multiple Dimensions in Performances of Mahler’s Symphonies. Developing Resources on the History and Analysis of Mahler Performance (MMD, 2021–2024). Seine Monographien umfassen Neue Musik und Interkulturalität. Von John Cage bis Tan Dun (Beihefte zum Archiv für Musikwissenschaft, Bd. 51, Steiner, 2002); Komponieren im Kontext der Globalisierung. Perspektiven für eine Musikgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts (transcript, 2014; revidierte und erweiterte englische Ausgabe: Musical Composition in the Context of Globalization. New Perspectives on Music History of the 20th and 21st Century, transcript 2021; https://doi.org/10.14361/9783839450956) und Unerhörte Klänge. Zur performativen Analyse und Wahrnehmung posttonaler Musik und ihren historischen Voraussetzungen (Olms 2023; https://doi.org/10.25366/2023.151). Er war Mitherausgeber u. a. des Lexikon Neue Musik (Metzler/Bärenreiter, 2016; https://doi.org/10.1007/978-3-476-05624-5) sowie der Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie (ZGMTH, 2015–2020). Tätigkeit im Vorstand der Gesellschaft für Musiktheorie (2014–2018). Als Präsident der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft leitet er seit 2023 die Digitalisierung des Archivs dieser Gesellschaft (https://www.gustav-mahler.org/archiv/bibliothek/digitalisierung).

Roberta Vidic ist Dozentin für Musiktheorie und Gehörbildung, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich der Lehrentwicklung und Doktorandin an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Nach Studien in Harfe, Musiktheorie, historischer Aufführungspraxis und Improvisation in Italien, Deutschland und an der Schola Cantorum Basiliensis absolviert sie derzeit einen Master of Higher Education an der Universität Hamburg. Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Musiktheorie unter besonderer Berücksichtigung der Manuskriptkultur und des Kirchenstils des 16. bis 18. Jahrhunderts, die Geschichte der Fantasie und des fantastischen Stils sowie Fragen der musikalischen Terminologie. Förderpreise (GMTH-Aufsatzwettbewerb 2015 und 2018) und Forschungsstipendien (Fondazione di Venezia und Fondazione Cini in Venedig, Deutsches Historisches Institut in Rom) auf internationaler Ebene. Publikationen und regelmäßige Teilnahme an nationalen und internationalen Kongressen.