Zeitschrift
der Gesellschaft für Musiktheorie

18/1 (2021) – ISSN 1862-6742

https://doi.org/10.31751/i.51

Autorinnen und Autoren

HANS AERTS ist Professor für Musiktheorie und Gehörbildung an der Hochschule für Musik Freiburg. Er studierte Musikwissenschaft an der KU Leuven (Belgien) und an der TU Berlin sowie Musiktheorie und Gehörbildung an der Universität der Künste Berlin. Von 2000 bis 2010 unterrichtete er Musiktheorie und Gehörbildung in Berlin, u.a. an der UdK. In Freiburg war er von 2010 bis 2017 als Dozent für Musiktheorie an der Hochschule für Musik und von 2013 bis 2017 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Musikwissenschaftlichen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität tätig. Sein Forschungsinteresse gilt insbesondere der Musiktheorie des 18. Jahrhunderts sowie der Entwicklung von Lehr- und Lernmaterialien im Bereich Musiktheorie.

CLAUS BOCKMAIER, geboren 1959, studierte Klavier an der Musikhochschule und Musikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, promovierte dort bei Prof. Dr. Theodor Göllner und habilitierte sich während seiner Assistentenzeit 1997 mit einer Studie über Die instrumentale Gestalt des Taktes. Er lehrt als Privatdozent an der LMU, ist seit 2002 hauptamtlich an der Hochschule für Musik und Theater München tätig und dort seit 2008 Honorarprofessor. Seine Schwerpunkte beziehen sich besonders auf die Musikgeschichte des 17.–19. Jahrhunderts sowie auf Tastenmusik. Neben seiner Publikationstätigkeit ediert er verschiedene Schriftenbände und ist auch Herausgeber der Musikwissenschaftlichen Schriften der HMTM.

DIEDERIK MARK DE CEUSTER studied musicology in Utrecht and is now a PhD candidate at the University of Leuven. The main objective of his research project is to understand the constructive potential of noise in contemporary music for non-pitched percussion in different musical practices with in-depth case studies on Edgard Varèse, Iannis Xenakis, Michael Maierhof and Chris Corsano. For more information see www.diederikdeceuster.com.

MARKO DEISINGER promovierte 2004 mit einer Arbeit über Giuseppe Tricarico (1623–1697) im Fach Musikwissenschaft an der Universität Wien. Zwischen 2005 und 2007 erhielt er zwei Forschungsstipendien des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur am Historischen Institut beim Österreichischen Kulturforum in Rom. Seit 2007 ist er Mitarbeiter beim Editionsprojekt Schenker Documents Online. Von 2010 bis 2013 war Deisinger wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Projekt »Heinrich Schenker as Theorist, Teacher and Correspondent, 1925–1930« an der University of Southampton, England, und von 2010 bis 2016 Lehrbeauftragter für Musikgeschichte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wo er seit 2019 das Drittmittelprojekt »Heinrich Schenker, Tagebücher 1915–1919: kommentierte Edition« leitet.

LUKAS HASELBÖCK, geboren 1972 in Wien, studierte Musikwissenschaft, Komposition und Gesangspädagogik in Wien und wurde dort 1997 mit einer Arbeit über Max Regers späte Kammer- und Orchestermusik promoviert. Seit 2001 lehrt er am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung an der Wiener Musikuniversität. Er hielt zahlreiche Vorträge, organisierte Symposien (ein Friedrich Cerha-Symposium und den Kongress »Klangperspektiven« mit Tristan Murail) und publizierte Schriften v.a. über die Musik des 20. Jahrhunderts (Wiener Schule, französische Musik, musique spectrale, Klangfarbe). Als Komponist schrieb er instrumentale und vokale Kammermusik, mehrere Solokonzerte, zwei Kurzopern und eine abendfüllende Oper. Als Sänger wirkt er regelmäßig in Vokalensembles mit. Siehe auch www.lukashaselboeck.com.

ARIANE JESSULAT studierte an der Universität der Künste Berlin zunächst Schulmusik, dann Musiktheorie. Von 1996 bis 2004 arbeitete sie dort als Lehrbeauftragte für Musiktheorie. 1999 promovierte sie bei Elmar Budde zum Thema »Die Frage als musikalischer Topos«. Von 2000 bis 2004 war sie am musikwissenschaftlichen Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin angestellt. Von 2004 bis 2015 war sie Professorin für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Würzburg. Seit dem Sommersemester 2015 lehrt sie als Nachfolgerin Hartmut Fladts an der Universität der Künste Berlin.

COSIMA LINKE, geboren 1984, ist seit Sommer 2018 Vertretungsprofessorin für Musikwissenschaft mit einem Schwerpunkt Musiktheorie an der Hochschule für Musik Saar. Sie studierte Schulmusik, Germanistik und Musiktheorie in Freiburg. Von 2012 bis 2017 war sie Lehrbeauftragte für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Freiburg, von 2013 bis 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin für Musikwissenschaft an der Universität Freiburg sowie 2017/18 akademische Mitarbeiterin für Musiktheorie und Gehörbildung an der Hochschule für Musik Karlsruhe. 2017 Promotion in Musikwissenschaft zum Thema Konstellationen – Form in neuer Musik und ästhetische Erfahrung im Ausgang von Adorno. Eine musikphilosophische und analytische Untersuchung am Beispiel von Lachenmanns ›Schreiben. Musik für Orchester‹. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Theorie, Geschichte und Methodik der musikalischen Analyse sowie Musikphilosophie.

BIRGER PETERSEN (*1972) studierte Musiktheorie, Komposition, Musikwissenschaft, Theologie und Philosophie in Lübeck und Kiel; 2001 Promotion an der Christian Albrechts-Universität Kiel zur Melodielehre bei Johann Mattheson. Verschiedene Lehrtätigkeiten in Norddeutschland; 2008 Ernennung zum Professor für Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, 2011 Berufung auf eine Universitätsprofessur für Musiktheorie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 2017 Habilitation in Musikwissenschaft. Publikationsschwerpunkte: Geschichte der Musiktheorie vom 17. bis 19. Jahrhundert, Musiktheorie bei Adorno, Musik des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche Kompositionspreise. Birger Petersen war 2015–2017 Rektor der Hochschule für Musik Mainz und im Studienjahr 2017–2018 Senior Fellow am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald. Jüngste Publikationen: Die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2020 (=Musikwissen kompakt Bd. 3); Wolfgang Jacobi: Eine neue »Münchner Schule« aus Vorpommern? (Hg.), München: Allitera 2020 (= Schriften der Hochschule für Musik und Theater München 15); Elsa Barraine und die Résistance in Frankreich, Mainz: Edition FIFF 2021 (= Cahiers de Mayence 2).

LUIS RAMOS, geboren 1984, ist seit dem Sommersemester 2021 Lehrkraft für besondere Aufgaben für die Fächer Musiktheorie und Gehörbildung an der Musikhochschule Lübeck. Er studierte an der Universidad del Valle in Cali (Kolumbien), der Musikhochschule Lübeck sowie der Hochschule für Musik Freiburg und unterrichtete als Lehrbeauftragter an den Musikhochschulen in Lübeck, Freiburg und Karlsruhe. Er arbeitet an einer Dissertation über den Einfluss neapolitanischer Lehrmethoden in der Musikausbildung an der Königlichen Kapelle und der Königlichen Schule für Sängerknaben in Madrid und war in diesem Kontext von 2017 bis 2021 Junior Researcher an der Hochschule der Künste Bern.

URI ROM studied conducting and music theory in Tel Aviv and Berlin and historical performance practice in Basel. In 2011 he earned his doctorate in musicology at the Humanities Faculty of Berlin’s Technical University, writing on the compositional significance of key choice in Mozart’s works. His original compositions have been performed and published in Germany and Israel, as have completions of fragments by Mozart (e.g., the single movement of the Horn Concerto in E major, K. 494a); his oboe concerto in the style of the Venetian Baroque was recorded for Harmonia Mundi. His research interests encompass musical corpus studies, structure and expression in Mozart’s music, and advanced chromatic harmony and enharmonicism. Between 1998 and 2009 he taught orchestral conducting at the Berlin University of the Arts. Since October 2011 he has taught music theory at the Buchmann-Mehta School of Music, Tel Aviv University, where he also heads a research group on musical corpus studies supported by the Israeli Science Foundation.

PASCAL SCHIEMANN studierte Musikwissenschaft und Deutsche Sprache und Literatur an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Masterabschluss 2020). Von 2016 bis 2020 war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Seit April 2021 ist er als Promotionsstipendiat der Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt Doktorand am Lehrstuhl für Historische Musikwissenschaft der MLU. In seiner Dissertation setzt er sich mit dem Problem einer ontologischen Bestimmung des Postmodernen und der Frage nach der Anwendbarkeit des Begriffs in musikwissenschaftlichen Kontexten auseinander.

MATTHIEU STEPEC (Jahrgang 1987) unterrichtet Musiktheorie und Klavierpraxis an der Barenboim-Said Akademie und an der Universität der Künste Berlin. Dort studierte er zuerst Klavierpädagogik (bei Prof. Heide Görtz, Diplom) und später Musiktheorie (bei Prof. Ariane Jeßulat, MA). Er arbeitete als Lehrbeauftragter sowohl an der Universität Potsdam als auch an der Humboldt Universität zu Berlin. Darüber hinaus wurde er eigenladen, Workshops an der Staatsoper Berlin und in der Region von Guangzhou, China, zu leiten. Seine Forschungsgebiete sind die Musik Mendelssohns, Schuberts, und das Konzept von Virtuosität in der Musik. Neben seiner pädagogischen Tätigkeiten ist er auch als Komponist und als Pianist aktiv: 2016 gewann er den 2. Preis bei dem Kompositionswettbewerb »neue Musik und China« in Hamburg, und er ist zusammen mit Thanos Karakantas und Terukaku Yamashita Mitgründer des Improvisationsensembles Xenos. Er bereitet aktuell eine Promotion zum Thema Mendelssohns Lieder ohne Worte vor.

DAVOUD TAVOUSI, geboren 1989, promoviert seit Sommer 2018 im Fach Musikpädagogik bei Prof. Dr. Michael Dartsch an der Hochschule für Musik Saar. Er ist Santurspieler und absolvierte ein Studium in Iranischer Musik an der Kunstuniversität Teheran. Er hatte mehrere Konzertaufführungen als Solist und im Ensemble. Sein Repertoire, das traditionelle und moderne Stücke sowie Eigenkompositionen umfasst, führte er im Jahr 2018 u.a. im Beethoven-Haus Bonn auf. Im Sommersemester 2019 leitete er den Workshop „Traditionelle und neue iranische Musik” an der Hochschule für Musik Saar. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich des Lehrens und Lernens von Improvisation. Dabei werden kognitive, emotionale, soziale und philosophische Aspekte untersucht. In dem didaktischen Entwicklungsprojekt “Werkstatt Musikgeschichte” (Leitung: Prof. Dr. Matthias Handschick) fungiert Davoud Tavousi als Berater für Fragen, die den persischen Kulturraum betreffen.

BENEDICT TAYLOR studied music at the Universities of Cambridge, King's College London, and Heidelberg. Before taking up his current post as Reader in Music at the University of Edinburgh he worked as Senior Research Fellow at New College, Oxford, and has previously held fellowships at Princeton University and from the Alexander von Humboldt Foundation. The 2011 winner of the Jerome Roche Prize of the Royal Musical Association, he was Fellow at the Institute for Advanced Study Berlin in 2019–20 and is currently co-editor of Music & Letters.