Zeitschrift
der Gesellschaft für Musiktheorie

17/2 (2020) – ISSN 1862-6742

https://doi.org/10.31751/i.50

Autorinnen und Autoren

RALPH BERNARDY, geboren 1988, ist Professor für Gehörbildung an der Schola Cantorum Basiliensis. Er studierte Komposition und Musiktheorie in Karlsruhe und Basel und unterrichtete anschließend Musiktheorie an den Musikhochschulen in Karlsruhe, Stuttgart, Essen und Trossingen. Buchveröffentlichungen über den Aphorismus in der Wiener Schule und J. J. Frobergers Allemanden.

ANNE-EMMANUELLE CEULEMANS hat an der Université catholique de Louvain in Louvain-la-Neuve (Belgien) im Fach Musikwissenschaft promoviert. Derzeit ist sie Kuratorin für europäische Saiteninstrumente am Musikinstrumentenmuseum in Brüssel und Professorin an der Université catholique de Louvain und am Institut royal de musique et de pédagogie (Namur, Belgien). Sie unterrichtet Fächer zur Musiktheorie und -analyse vom 15. bis zum 17. Jahrhundert sowie Instrumentenkunde.

FLORIAN EDLER, geboren 1969 in Kiel, studierte in Berlin Schulmusik, Geschichte und Musiktheorie und wurde dort 2009 mit einer Arbeit über die Musikanschauung im Schumann-Kreis promoviert. 2015 erfolgte die Berufung auf eine Professur für Musiktheorie an der Hochschule für Künste Bremen. Nebenberuflich tritt Edler gelegentlich als Pianist (Salonorchester) und Cembalist (Generalbass, Solokonzerte) auf, regelmäßig arrangiert er Unterhaltungsmusik für Sinfonieorchester. Den 18. Jahreskongress der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH), der vom 5. bis 7. Oktober 2018 an der HfK Bremen stattfand, leitete Florian Edler gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Andreas Gürsching. Seit 2019 gehört er den Herausgebergremien der Publikationsreihe »GMTH Proceedings« sowie der »Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie« (ZGMTH) an. Im Vorstand der GMTH wirkt er seit 2018 als Beisitzer mit, seit Oktober 2020 ist er Präsident der GMTH.

MATAN ENTIN studierte Musiktheorie, Komposition und Musikwissenschaft in Berlin, Bremen und Jerusalem. 2014–2018 unterrichtete er Musiktheorie und Werkanalyse im Rahmen von mehreren Lehraufträgen. Seit SoSe 2018 arbeitet er als Lehrkraft für besondere Aufgaben im Bereich Musiktheorie/historische Satzlehre in der Abteilung Musikwissenschaft/Sound Studies der Universität Bonn.

LUTZ FELBICK, geboren 1954, studierte Kirchenmusik (A) an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Seit 1971 war er Mitglied diverser Jazz- und Improvisationsformationen, 1982–92 Kantor der Dreifaltigkeitskirche in Aachen. Als Konzertorganist und improvisierender Musiker gab er zahlreiche Konzerte im In- und Ausland. Aufführung des gesamten Orgelwerks von J. S. Bach und Jehan Alain; Einspielung von Olivier Messiaens Messe de la Pentecôte (WDR 1989/2007). Seit 1993 ergänzte er seine künstlerische Tätigkeit durch musikwissenschaftliche Arbeiten (MGG u. a.) und durch einen Lehrauftrag an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf. Veröffentlichungen zu musiktheoretischen Themen mit dem Schwerpunkt Gehörbildung und Improvisation. Promotion über Lorenz Christoph Mizler (2011).

JULIA FREUND studierte Musikwissenschaft, Philosophie und Interkulturelle Kommunikation in Freiburg, Bristol und München. Als Visiting Research Assistant war sie 2014–2017 an der School of Music der University of Leeds tätig. Promoviert wurde sie 2017 an der LMU München; die Arbeit erschien im Frühjahr 2020 unter dem Titel »Fortschrittsdenken in der Neuen Musik«. Konzepte und Debatten in der frühen Bundesrepublik im Wilhelm Fink Verlag. Seit 2018 ist Julia Freund Wissenschaftliche Mitarbeiterin im D-A-CH-Forschungsprojekt »Writing Music« sowie seit 2019 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der JLU Gießen.

CHRISTOPHE GUILLOTEL-NOTHMANN studierte Orgel, Improvisation, Linguistik und Musikwissenschaft am Conservatoire National de Région in Rueil-Malmaison, an der Université Paris-Sorbonne und an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er promovierte mit einer Dissertation über die Rolle der Dissonanz bei der Entstehung der tonalen Syntax. Von 2007 bis 2014 war er Dozent an der Université Paris-Sorbonne. Er erhielt Stipendien von der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, vom Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik und von der Royal Society of Edinburgh. Seit 2017 ist er Chefredakteur (mit Muriel Boulan und Nathalie Hérold) der Zeitschrift Musurgia und seit 2018 Forscher am Centre National de la Recherche Scientifique – Institut de Recherche en musicologie (UMR 8223). Seine Forschungsinteressen umfassen die Geschichte der Musiktheorie des 16. bis 18. Jahrhunderts, die musikalische Analyse und ihre Methodologien, die Musiksemiotik sowie die Epistemologie der (digitalen) Musikwissenschaft.

ARIANE JESSULAT studierte an der Universität der Künste Berlin zunächst Schulmusik, dann Musiktheorie. Von 1996 bis 2004 arbeitete sie dort als Lehrbeauftragte für Musiktheorie. 1999 promovierte sie bei Elmar Budde zum Thema »Die Frage als musikalischer Topos«. Von 2000 bis 2004 war sie am musikwissenschaftlichen Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin angestellt. Von 2004 bis 2015 war sie Professorin für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Würzburg. Seit dem Sommersemester 2015 lehrt sie als Nachfolgerin Hartmut Fladts an der Universität der Künste Berlin.

FREDERIK KRANEMANN (*1992 in Aachen), studierte Cembalo, Orgel und Musiktheorie an der Hochschule für Musik Freiburg und der Schola Cantorum Basiliensis in Basel (CH). Seine Lehrer waren Robert Hill, Martin Schmeding, Wolfgang Zerer, Tobias Lindner und Ludwig Holtmeier. Des Weiteren besuchte er Meisterkurse bei Michael Radulescu, Ludger Lohmann, Ton Koopman, Jaroslav Tuma, Harald Vogel, Andrea Marcon, Jean-Claude Zehnder, Leo van Doeselaar, Jacques van Oortmerssen, James David Christie, Olivier Latry, Lorenzo Ghielmi, Martin Sander und Frédéric Haas. 2012 wurde er als Stipendiat in die Studienstiftudes deutschen Volkes aufgenommen. Neben der Teilnahme an zahlreichen internationalen Wettbewerben (u.a. Finalist des „Prix Joseph-Bossard“ in Bellelay, CH 2012) wurde er 2015 beim Internationalen Orgelwettbewerb in Breda (NL) und 2018 beim Internationalen Orgelwettbewerb "Basso Friuli" mit einem dritten Preis ausgezeichnet. Als Organist und Cembalist widmet er sich vornehmlich der Musik des 16.-18. Jahrhunderts und ihren aufführungspraktischen Besonderheiten. Seine Tätigkeit als Generalbassspieler, Korrepetitor und nebenamtlicher Kirchenmusiker führt ihn mit diversen Ensembles, Chören und Orchestern zusammen, so u.a. mit dem Herdermer Consort Freiburg und dem Aachener Bachverein. Seit 2018 unterrichtet er Musiktheorie und Partimento/Generalbass an der Hochschule in Freiburg.

COSIMA LINKE, geboren 1984, ist seit Sommer 2018 Vertretungsprofessorin für Musikwissenschaft mit einem Schwerpunkt Musiktheorie an der Hochschule für Musik Saar. Sie studierte Schulmusik, Germanistik und Musiktheorie in Freiburg. Von 2012 bis 2017 war sie Lehrbeauftragte für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Freiburg, von 2013 bis 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin für Musikwissenschaft an der Universität Freiburg sowie 2017/18 akademische Mitarbeiterin für Musiktheorie und Gehörbildung an der Hochschule für Musik Karlsruhe. 2017 Promotion in Musikwissenschaft zum Thema Konstellationen – Form in neuer Musik und ästhetische Erfahrung im Ausgang von Adorno. Eine musikphilosophische und analytische Untersuchung am Beispiel von Lachenmanns ›Schreiben. Musik für Orchester‹. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Theorie, Geschichte und Methodik der musikalischen Analyse sowie Musikphilosophie.

GERHARD LOCK hat Violine (Weimar) und Musikwissenschaft (Universität Leipzig, Estnische Akademie für Musik und Theater, MA 2004, seit 2008 Doktorand) studiert. 2003–2010 besuchte er Fortbildungen des Orpheus-Instituts (Ghent). Er hat u.a. estnische Forschungsstipendien (Musiktheorie, Musik des 20. Jh) erhalten und war beim estnischen Klassikradio tätig. Seit 2005/2006 unterrichtet er an der Tallinner Universität (TLU), u.a im Pädagogik- und interdisziplinären Bereich (Tanz, Kunst). Seit 2009 ist er Mitbegründer/Redakteur des Wissenschaftsjournals CFMAE sowie Mitorganisator internationaler Konferenzen der TLU sowie der Estnischen Arnold-Schönberg-Gesellschaft (seit 2005). Sowohl als Wissenschaftler als auch als Komponist ist er häufig interdisziplinär tätig.

BURKHARD MEISCHEIN studierte Schulmusik, Germanistik, Musikwissenschaft und Philosophie in Detmold, Bochum und Berlin. Promotion über Orgelwerke Max Regers an der Technischen Universität Berlin, Habilitation mit einer Studie über die Geschichte der Musikgeschichtsschreibung an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach verschiedenen Projekten und Lehrstuhlvertretungen in Dresden, Bonn und Berlin zur Zeit Gastprofessor an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.

JOHANNES MENKE, geb. 1972 in Nürnberg. Studium von Schulmusik, Musiktheorie, Komposition und Germanistik, Promotion in Musikwissenschaft. 1999–2009 Dozent für Musiktheorie und Gehörbildung an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau, seit 2007 als Professor für Historische Satzlehre und Theorie der Alten Musik an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel (FHNW). 2008–2012 Präsident der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH). Mitherausgeber der Buchreihe sinefonia und der Zeitschrift Musik & Ästhetik. Zahlreiche Publikationen im Bereich der Musiktheorie und Musikwissenschaft, darunter die Bücher Kontrapunkt I: Die Musik der Renaissance (Laaber 2015), Kontrapunkt II: Die Musik des Barock (Laaber 2017) sowie als Co-Autor Schlüsselwerke der Musik (Wolke 2019/Reclam 2020).

IMMANUEL OTT studierte Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und unterrichtete im Lehrauftrag an den Musikhochschulen in Lübeck, Münster, Osnabrück und Rostock. Von 2011 bis 2015 war er Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Folkwang Universität der Künste in Essen, 2015 wurde er zum Professor für Musiktheorie an die Hochschule für Musik Mainz berufen. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Rekonstruktion von Kompositionsprozessen speziell der Musik der Renaissance. Zuletzt erschien sein Buch „Methoden der Kanonkomposition bei Josquin Des Prez und seinen Zeitgenossen“. Seine Kompositionen wurden unter anderem von der Württembergischen Philharmonie Reutlingen und der Norddeutschen Sinfonietta aufgeführt. Von 2016–2020 war er Präsident der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH).

AUGUST VALENTIN RABE war von Oktober 2015 bis Oktober 2020 Universitätsassistent von Birgit Lodes am Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien. Er studierte Musikwissenschaft, Musikpraxis und Kunstgeschichte an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Magister Artium). Parallel studierte er ebenfalls an der HfM Weimar Cembalo bei Prof. Bernhard Klapprott (Künstlerisches Diplom). Gerade finalisiert er seine Dissertation zu Fundamenta des 15. und 16. Jahrhunderts mit einem Abschlussstipendium der Universität Wien

DEREK REMEŠ ist Dozent für Musiktheorie an der Hochschule Luzern sowie Promovend an der Hochschule für Musik Freiburg. Seine Dissertation beschäftigt sich mit der Kompositionslehre J. S. Bachs. Remeš hat Vorträge in Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien, China und den USA gehalten. Seine Edition Realizing Thoroughbass Chorales in the Circle of J.S. Bach wurde 2019 publiziert. Seine Artikel sind in Eighteenth-Century Music, ZGMTH, Theory and Practice, The Journal of the Riemenschneider Bach Institute und Journal of Music Theory Pedagogy erschienen. Weitere Informationen unter www.derekremes.com.

MARKUS ROTH, geb. 1968. Studium (Gitarre, Musiktheorie) in Karlsruhe, Promotion ebenda mit einer Arbeit über Hanns Eislers Hollywood-Liederbuch. Seit 2005 Lehrkraft für besondere Aufgaben, seit 2009 Professor für Musiktheorie an der Folkwang Universität der Künste Essen, seit April 2019 Dekan des Fachbereich 2. 2010-2014 Vizepräsident der GMTH; zahlreiche Publikationen und Herausgebertätigkeiten. Derzeitige Arbeitsschwerpunkte: Komponieren im 15.-17. Jahrhundert und heute. https://www.majuroth.de/

ULLRICH SCHEIDELER, geboren 1964, Studium u.a. der Musikwissenschaft und Musiktheorie in Berlin (Technische Universität, Hochschule der Künste) und London (Royal Holloway College). Magister 1993 mit einer Arbeit über Alban Bergs Streichquartett op. 3, Promotion 2006 mit einer Arbeit über kompositorischen Historismus in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1995 bis 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Arnold Schönberg Gesamtausgabe, seit 2005 Dozent für Musiktheorie am Fachbereich Musikwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin.

OLIVER SCHWAB-FELISCH studierte Musiktheorie, Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie in München und Berlin. Dozent am Fachgebiet Audiokommunikation der Technischen Universität Berlin. 2000–2008 Vorstandsmitglied, 2004–2008 Vizepräsident der GMTH; 2005–2008 Mitglied des Herausgebergremiums der ZGMTH. Mitherausgeber mehrerer Bücher, Autor diverser Aufsätze und Artikel zu musiktheoretischen Themen. Schwab-Felischs Dissertation (2018) behandelt Fragen der rationalen Rekonstruktion der Schichtenlehre Heinrich Schenkers.

PHILIPP TERIETE ist international als Pianist, Komponist und Forscher tätig. Seit September 2020 unterrichtet er als Dozent für Musiktheorie an der Hochschule Luzern – Musik und arbeitet parallel dazu an der Hochschule für Musik Freiburg im Breisgau an seinem Promotionsprojekt zum Thema »The Influence of 19th-Century European Music Theory on Early Jazz«. Philipp Teriete studierte von 2006–2014 Klavier und Musiktheorie an der HfM Freiburg sowie im Austausch an der Royal Academy of Music London und am CNSMD Paris. 2014–15 folgten ein Studium im Fach Jazz Composition an der Norwegian Academy of Music Oslo und von 2015–17 ein Master of Jazz Studies (Piano/Composition) an der New York University. Nach Lehraufträgen für Musiktheorie und Gehörbildung an der HfM Freiburg sowie für Jazz Piano und ›Keyboard Harmony‹ an der NYU vertrat er von 2017–20 die Professur für Musiktheorie von Ludwig Holtmeier an der HfM Freiburg. Für Veröffentlichungen und weitere Informationen siehe https://philippteriete.com.