Zeitschrift
der Gesellschaft für Musiktheorie

17/1 (2020)

https://doi.org/10.31751/i.49

Autorinnen und Autoren

MAX ALT, geboren 1990, studierte Musik- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie an der University of Copenhagen. Seit 2019 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand in der Abteilung für Musikwissenschaft / Sound Studies an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Schwerpunkte sind Geschichte und Theorie der populären Musik, Sound Studies sowie medientechnische Dimensionen populärer Musik.

JULIANE BRANDES studierte Musiktheorie und Gymnasiallehramt Musik/Germanistik in Freiburg sowie Theorie der Alten Musik/Komposition an der Schola Cantorum Basiliensis. Zwischen 2006 und 2012 war sie in mehreren Lehraufträgen und freien Dozenturvertretungen an Musikhochschulen in Freiburg, Karlsruhe und Basel tätig sowie als freischaffende Musikerin. 2012–2019 folgten Professurvertretungen an den Musikhochschulen in Freiburg, Dresden und Hannover. 2017 wurde sie mit einer Arbeit über Kompositionslehre und -praxis der sog. Münchner Schule um Ludwig Thuille (Ende 19. Jh.) promoviert. Seit Herbst 2019 ist sie Senior Lecturer für künstlerischen Tonsatz, Analyse und Gehörbildung am Mozarteum in Salzburg.

JOSÉ GÁLVEZ, geboren 1990, studierte Musikwissenschaft an der Universität Hamburg und der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2018 bis 2019 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf tätig. Seit 2019 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Musikwissenschaft / Sound Studies an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Seine Forschungsschwerpunkte liegen an der Schnittstelle zwischen Musikästhetik, musikalischer Analyse und Sound Studies.

ARIANE JESSULAT studierte an der Universität der Künste Berlin zunächst Schulmusik, dann Musiktheorie. Von 1996 bis 2004 arbeitete sie dort als Lehrbeauftragte für Musiktheorie. 1999 promovierte sie bei Elmar Budde zum Thema »Die Frage als musikalischer Topos«. Von 2000 bis 2004 war sie am musikwissenschaftlichen Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin angestellt. Von 2004 bis 2015 war sie Professorin für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Würzburg. Seit dem Sommersemester 2015 lehrt sie als Nachfolgerin Hartmut Fladts an der Universität der Künste Berlin.

JANINA KLASSEN, bis 2020 Professorin für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik Freiburg im Breisgau. Schumann-Preis der Stadt Zwickau 2019, gemeinsam mit Ragna Schirmer. Forschungen zu: Musik und Sprachtheorie, Musikgeschichte und -theorie seit der Frühneuzeit, zeitgenössische Musik- und Soundkonzepte, Gender Studien. Momentaner Schwerpunkt: Hörerforschung.

IRENE KLETSCHKE hat Musik- und Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin sowie Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin studiert und wurde 2010 an der FU Berlin mit der Dissertation „Klangbilder. Walt Disneys Fantasia (1940)“ promoviert. Seit 2006 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität der Künste Berlin und leitet als Geschäftsführende Koordinatorin gemeinsam mit den Komponisten Daniel Ott und Wolfgang Heiniger klangzeitort, das Institut für Neue Musik der UdK Berlin und HfM Hanns Eisler Berlin. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören u.a. das Zusammenwirken von Klang, Bild und Bühne im Film, in der zeitgenössischen Musik und im aktuellen Musiktheater sowie landschafts- und umweltbezogene Kompositionen.

COSIMA LINKE, geboren 1984, ist seit 2018 Vertretungsprofessorin für Musikwissenschaft mit einem Schwerpunkt Musiktheorie an der Hochschule für Musik Saar. Sie studierte Schulmusik, Germanistik und Musiktheorie in Freiburg. Von 2012 bis 2017 war sie Lehrbeauftragte für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Freiburg, von 2013 bis 2018 akademische Mitarbeiterin für Musikwissenschaft an der Universität Freiburg sowie 2017/18 akademische Mitarbeiterin für Musiktheorie und Gehörbildung an der Hochschule für Musik Karlsruhe. 2017 Promotion in Musikwissenschaft zum Thema Konstellationen – Form in neuer Musik und ästhetische Erfahrung im Ausgang von Adorno. Eine musikphilosophische und analytische Untersuchung am Beispiel von Lachenmanns ›Schreiben. Musik für Orchester‹ (Promotionspreis 2016 der GfM). Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Theorie, Geschichte und Methodik der musikalischen Analyse sowie Musikphilosophie. Sie ist seit 2018 Mitherausgeberin der ZGMTH.

JUDITH LOCHHEAD (born 1951) is a music theorist and musicologist whose work focuses on the most recent musical practices in North America and Europe, with particular emphasis on music of the Western Classical tradition. She teaches at Stony Brook University, where she also serves as the Associate Dean for Faculty Affairs in the College of Arts and Sciences. Some recent and forthcoming work includes: Sound and Affect: Sound, Music, World, ed. by Stephen Decatur Smith, Judy Lochhead, and Eduardo Mendieta (forthcoming); “Music Places: Imaginative Transports of Listening,” The Oxford Handbook of Sound and Imagination, Volume I, ed. by Mark Grimshaw-Aagaard, Mads Walther-Hansen, and Martin Knakkergaard (Oxford, 2019); “The New Music Scene: Passionate Commitment in the Twenty-first Century Gig Economy,” Forum: Boundaries of the New, Twentieth-Century Music; “On Kaija Saariaho’s Microsonology,” Oxford Handbook on Spectral Music (forthcoming); “Émilie du Châtelet, Kaija Saariaho, and Heroes of the 21st Century,” The Heroic in Music from Medieval Times to the Present Day, ed. by Katherine Butler and Beate Kutschke (forthcoming). Lochhead is also the author of Reconceiving Structure in Contemporary Music (Routledge, 2016) and co-editor of Postmodern Music/Postmodern Thought (Routledge, 2002) and Music’s Immanent Future (Ashgate, 2016).

FRED EVERETT MAUS teaches music at the University of Virginia. He has written on music and narrative, gender and sexuality in relation to discourse about music, popular music, embodiment, music therapy, and other subjects. He was a founding member of the editorial board of the journal Women and Music and for several years its book review editor. He served as the first Chair of the Queer Resource Group of the Society for Music Theory. Recent essays include "What if Music IS Sex?: Suzanne Cusick and Collaboration," "Listening and Possessing," and "Sexuality, Trauma, and Dissociated Expression." He is co-editor of the Oxford Handbook of Music and Queerness.

NINA NOESKE, Studium in Bonn, Weimar und Jena, Magisterabschluss 2001, Promotion 2005 (Musikalische Dekonstruktion. Neue Instrumentalmusik in der DDR, Böhlau 2007), Habilitation 2014 (Liszts ›Faust‹: Ästhetik - Politik - Diskurs, Böhlau 2017). Nach beruflichen Stationen an der HfM Weimar, der HMTM Hannover, der HfMT Hamburg und der Universität Salzburg nahm sie 2014 einen Ruf auf die Professur für Musikwissenschaft mit einem Gender-Schwerpunkt an der HfMT Hamburg an. Ihre Forschungsschwerpunkte fokussieren aus unterschiedlichen Perspektiven die Musik- und Kulturgeschichte des späten 18. bis 21. Jahrhunderts. Weitere Informationen: http://ninanoeske.de.

TOM ROJO POLLER, geboren 1978 in Osnabrück, studierte Komposition sowie Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft in Detmold, Berlin, London und Würzburg. 2015 wurde seine Promotion zum Thema Sprachübertragungen in zeitgenössischer Instrumentalmusik veröffentlicht. Schwerpunkte seines wissenschaftlichen wie künstlerischen Interesses sind mediale Transformationsprozesse und künstlerische Strategien, die bei der Bezugnahme von Musik auf andere Künste und Medien zum Tragen kommen. Neben seiner Arbeit als freischaffender Komponist unterrichtet er zur Zeit Komposition und Musiktheorie an der Universität der Künste Berlin.

KIRSTEN REESE ist Komponistin und Klangkünstlerin und unterrichtet seit 2005 elektroakustische Komposition an der Universität der Künste Berlin. 2011 unterrichtete sie im Studiengang Musik und Medienkunst an der Hochschule der Künste Bern. 2018 war sie Dozentin für Komposition bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik und leitete den Workshop "Komponieren mit dem Archiv". Als Komponistin und Klangkünstlerin komponiert und produziert sie Werke für elektronische Medien und Instrumente sowie intermediale und interaktive Installationen. Eine hervorgehobene Rolle spielen in ihren Arbeiten raum- und wahrnehmungsbezogene sowie performative und narrative Aspekte. Viele Arbeiten thematisieren Aspekte "dokumentarischen Komponierens" und die Komposition mit Archiven und Archivmaterial (z.B. "Atmende Kugel" für sechs Stimmen und Hermann Scherchens rotierende Lautsprecherkugel) sowie Mediengeschichte und die Spezifität und Aura von historischen und aktuellen medialen Instrumenten. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Kompositionen, Installationen und Audiowalks für Landschaften und den urbanen Außenraum.

MARC RIGAUDIÈRE ist habilitierter Hochschullehrer (maître de conférences HDR) an der Sorbonne-Universität und Mitarbeiter am Institut de recherche en musicologie (IReMus). Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Musiktheorie und Analyse, der deutsch-französische Kulturtransfer im Bereich der Musiktheorie und die computergestützte Analyse musikalischer Form. Er ist zudem als Herausgeber tätig (u.a. Gabriel Fauré, Requiem; Charles Gounod, Chants sacrés im Stuttgarter Carus-Verlag).

GESINE SCHRÖDER, Professorin für Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig (seit 1992) und – als Emerita – an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (2012–2022). Von 2017 bis 2020 lehrte sie als Part-time Lecturer am Konservatorium Shanghai, gastweise u.a. in Paris, Oslo, Santiago de Chile und Zürich. Sie ist Beirätin der rumänischen Zeitschrift revArt, des Journals der Russischen Gesellschaft für Musiktheorie, von Musik & Ästhetik und einer Reihe der Kunstuniversität Graz. Arbeitsgebiete: Kontrapunkt um 1600, Theorie und Praxis der Orchestration, des Dirigierens und der musikalischen Bearbeitung, Gender Studies, Musik der Gegenwart.

DANIELLE SHLOMIT SOFER. PhD in musicology (Universität für Musik und darstellende Kunst Graz), Masters Degree in music history and theory (Stony Brook University), and Masters Degree in piano performance (Binghamton University). Executive Director of the LGBTQ+ Music Study Group. Research themes related to electroacoustic music and gender, sexuality, social justice, philosophy, aesthetics, 20th- and 21st-century sound studies, sociotechnical ethics and bias in music, and a range of subjects under the umbrella of music theory and analysis. Such topics feature extensively in a forthcoming monograph, Making Sex Sound: Vectors of Difference in Electronic Music (Cambridge, MA: MIT Press, 2021), the first book to explore sexuality in electronic music.

KILIAN SPRAU studierte Schulmusik, Musiktheorie, Klavier und Gehörbildung an der Hochschule für Musik und Theater München sowie am Mozarteum Salzburg. Im Zentrum seines Forschungsinteresses stehen Wechselwirkungen zwischen Musik und Sprache; sein vorrangiges Engagement in Theorie und Praxis gilt dem Kunstlied des 19. bis 21. Jahrhunderts. 2016 wurde er mit einer Dissertation zur zyklischen Liedkomposition um 1850 promoviert. Kilian Sprau ist Professor für Musiktheorie an der Universität der Künste Berlin. Seit April 2018 arbeitet er in einem eigenen, DFG-geförderten Forschungsprojekt zum Portamentogebrauch im spätromantischen Kunstliedgesang. Dem FWF-Projekt Performing, Experiencing and Theorizing Augmented Listening (PETAL) an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz war er 2017 bis 2020 als Associate Scientist verbunden. Von 2013 bis 2019 war er Mitherausgeber der ZGMTH.

CHRISTIAN UTZ studierte Komposition, Musiktheorie und Musikwissenschaft in Wien und Karlsruhe und erwarb das Doktorat (2000) und die Habilitation (2015) in Musikwissenschaft an der Universität Wien. Seit 2004 ist er Professor für Musiktheorie und Musikanalyse an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz und seit 2015 Privatdozent für Musikwissenschaft an der Universität Wien. Er leitet(e) die vom österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) finanzierten Forschungsprojekte Eine kontextsensitive Theorie post-tonaler Klangorganisation (CTPSO, 2012–2014), Augmented Listening: Aufführung, Hörerfahrung und Theoriebildung (PETAL, 2017–2020), Points of Discontinuity. Theory, Categorization, and Perception of Cadences and Openings in Post-tonal Music (PoD, 2021–2024) und Multiple Dimensions in Performances of Mahler’s Symphonies. Developing Resources on the History and Analysis of Mahler Performance (MMD, 2021–2024). Seine Monographien umfassen Neue Musik und Interkulturalität. Von John Cage bis Tan Dun (Beihefte zum Archiv für Musikwissenschaft, Bd. 51, Steiner, 2002) und Komponieren im Kontext der Globalisierung. Perspektiven für eine Musikgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts (transcript, 2014; revidierte und erweiterte englische Ausgabe: Musical Composition in the Context of Globalization. New Perspectives on Music History of the 20th and 21st Century, transcript 2021; https://doi.org/10.14361/9783839450956). Er war Mitherausgeber u. a. des Lexikon Neue Musik (Metzler/Bärenreiter, 2016; https://doi.org/10.1007/978-3-476-05624-5) sowie der Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie (ZGMTH, 2015–2020). Tätigkeit im Vorstand der Gesellschaft für Musiktheorie (2014–2018) und der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft (seit 2019).

THOMAS WOZONIG studierte Musikologie, Musiktheorie und Schulmusik an der Universität Graz sowie der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Seit Oktober 2017 ist er an letztgenannter Universität als Universitätsassistent im durch den Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) geförderten Projekt Towards Interdisciplinary, Computer-assisted Analysis of Musical Interpretation: Herbert von Karajan beschäftigt. In diesem Rahmen verfasst er auch seine Dissertation über Herbert von Karajan als Sibelius-Dirigent. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Interpretations- und Rezeptionsforschung (insb. zur Orchestermusik des 19. und 20. Jahrhunderts) sowie die Musikgeschichte Skandinaviens. Seit 2018 ist er im Vorstand der Gesellschaft für Musiktheorie.