Zeitschrift
der Gesellschaft für Musiktheorie

11/1 (2014) – ISSN 1862-6742

Autorinnen und Autoren

JÖRN ARNECKE, geboren 1973 in Hameln, ist Professor für Musiktheorie und Gehörbildung an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und leitet dort seit 2009 das Zentrum für Musiktheorie. Von 2014 bis 2016 war er Jury-Vorsitzender beim Künstlerischen Wettbewerb der GMTH. Er studierte Komposition und Musiktheorie bei Volkhardt Preuß und Peter Michael Hamel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. 1997/98 war er einer der letzten Schüler von Gérard Grisey am Pariser Conservatoire National Supérieur. Neben musiktheoretischen Publikationen von Dufay bis Lachenmann ist er auch als Komponist hervorgetreten, u.a. durch Musiktheater-Werke im Auftrag der Hamburgischen Staatsoper (2003, 2005), der RuhrTriennale (2007), des Theaters Bremen (2011) und der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg (2015).

STEFAN FUCHS studierte von 2010 bis 2015 Schulmusik (Profil: Chorleitung) an der Hochschule für Musik und Theater München und absolvierte seit 2012 ebendort den Studiengang Musiktheorie/Gehörbildung, den er im Sommer 2015 mit dem Bachelor abschloss. Mit Oktober 2015 hat er am gleichen Ort ein künstlerisch-pädagogisches Klavierstudium aufgenommen und ist in den Masterstudiengang Musiktheorie/Gehörbildung eingetreten. Sein besonderes Interesse gilt der Alten Musik, insbesondere des 16. bis 18. Jahrhunderts (Schwerpunkte: Klassische Vokalpolyphonie, Giovanni Artusi, Heinrich Schütz und Georg Friedrich Händel).

IRENE HOLZER studierte Musikwissenschaft und Germanistik an der Universitäten Salzburg. 2004–2005 betreute sie als Studienassistentin an der Abteilung für Musik- und Tanzwissenschaft in Salzburg die Derra de Moroda Dance Archives. 2007 beendet sie mit einer Arbeit zu zwei Salzburger Rupertus-Offizien ihr Studium. Zwischen 2007 und 2008 war sie Universitätsassistentin für Ältere Musikgeschichte in Basel, danach DOC-Stipendiatin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 2010 promovierte sie in Salzburg mit einer Studie zu Kompositionsstrategien in Adrian Willaerts Messen. Seit 2012 ist sie Leiterin des Mikrofilmarchivs am Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Basel und seit Oktober 2013 Mitarbeiterin am NFS Bildkritik >eikones<.

TOBIAS JANZ studierte Klavier, Kammermusik und Musiktheorie an der Musikhochschule Lübeck sowie Musikwissenschaft und Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach Diplomabschlüssen in Klavier und Musiktheorie wurde er 2005 mit einer Dissertation über die Dramaturgie des Orchesterklangs in Wagners Ring des Nibelungen promoviert. Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen des DFG-Forschungsprojekts „Musikalische Selbstreflexion. Musik über Musik im 19. Jahrhundert“ am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln (2006–2007), Juniorprofessor für Historische Musikwissenschaft an der Universität Hamburg (2007–2013), Vertretungsprofessur (C4) an der Humboldt-Universität zu Berlin (Sommersemester 2011), Visiting Assistant Professor an der National Taiwan University (Juli/August 2013), Professor für Historische Musikwissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (seit Oktober 2013).

JOHANNES KOHLMANN, geboren 1983, studierte Schulmusik, Physik, Musiktheorie und Gehörbildung in Mannheim und Heidelberg. Er arbeitet als Lehrbeauftragter für Musiktheorie und Gehörbildung an den Musikhochschulen in Mannheim und Hannover sowie an der Kirchenmusikhochschule in Heidelberg. Außerdem war er als Arrangeur bereits für verschiedene Auftraggeber tätig (z.B.: -Kammerfassung der Kinderoper „Der Räuber Hotzenplotz“ von A. N. Tarkmann).

HANNES OBERRAUTER ist Pianist, Komponist und Musiktheoretiker. Nach dem Abschluss seines Studiums in den Fächern Instrumentalpädagogik (2010) und Musiktheorie (2014) an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien lehrte er im Studienjahr 2014/15 an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Außerdem unterrichtet er an verschiedenen Schulen und Musikschulen in Wien. Publikationen u.a. über Claude Debussy, Dmitri Schostakowitsch und über Beurteilungskriterien der Jury bei klassischen Musikwettbewerben.

BIRGER PETERSEN studierte Musiktheorie, Komposition, Musikwissenschaft, Theologie und Philosophie in Lübeck und Kiel; 2001 Promotion an der Christian Albrechts-Universität Kiel zur Melodielehre bei Johann Mattheson. Verschiedene Lehrtätigkeiten in Norddeutschland; 2008 Ernennung zum Professor für Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, 2011 Berufung auf eine Universitätsprofessur für Musiktheorie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Publikationsschwerpunkte: Geschichte der Musiktheorie vom 17. bis 19. Jahrhundert, Musiktheorie bei Adorno, Musik des 20. Jahrhunderts (Neue Musik. Analysen, Berlin 2013). Gegenwärtig Forschungsprojekte zur deutschen Rameau-Rezeption sowie zur Musiktheorie Josef Rheinbergers. Zahlreiche Kompositionspreise.

MICHAEL POLTH, seit 2002 Professor für Musiktheorie an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim, studierte Musikwissenschaft, Philosophie und klassische Philologie in Bonn und Berlin (TU) sowie Musiktheorie in Berlin (UdK vormals HdK). Promotion 1997 (Sinfonieexpositionen des 18. Jahrhunderts, Kassel 2000). Veröffentlichungen vor allem zu Fragen der Musiktheorie: Zur kompositorischen Relevanz der Zwölftontechnik (Berlin 1999), »Nicht System – nicht Resultat. Zur Bestimmung von harmonischer Tonalität« (Musik & Ästhetik 18, 2001), »Dodekaphonie und Serialismus« (in: Handbuch der Systematischen Musikwissenschaft Bd. 2, Laaber 2005). 2000 bis 2004 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH). 2008 bis 2015 Mitherausgeber der ZGMTH.

TIHOMIR POPOVIC ist seit 2014 Professor an der Hochschule Luzern, an der er seit 2012 als hauptamtlicher Dozent für Musiktheorie und Musikgeschichte sowie Forschungskoordinator des Institut für Neue Musik, Komposition und Theorie tätig ist. Darüber hinaus ist Popovic seit 2001 Lehrbeauftragter für Musiktheorie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. 2012 war Popovic Vertretungsprofessor für Musiktheorie am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück und Leiter des Studienprofils Komposition/Musiktheorie/Gehörbildung; in demselben Jahr nahm er einen Lehrauftrag an der Humboldt-Universität zu Berlin wahr, an welcher er 2011 seine Dissertation im Fach Musikwissenschaft mit Auszeichnung verteidigt hatte. Veröffentlichungen u.a. über die Musik und Musiktheorie im 16. Jahrhundert, darunter die Monographie Mäzene - Manuskripte - Modi. Untersuchungen zu My Ladye Nevells Booke (Stuttgart: Steiner 2013), weitere Publikationen zur Geschichte der europäischen Tonartenlehre, zur Kompositionstechnik der Wiener Klassik, zum kolonialen Diskurs in der Musikgeschichtsschreibung sowie zur Kirchen- und Kulturgeschichte Serbiens. Tätigkeit als Komponist, Klavierpädagoge, Pianist, Lyriker, Journalist und Kinderbuchautor. Förderungen u. a. durch die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), das European Network for Music Research (ENMR), die Schweizerische Richard Wagner-Gesellschaft sowie die VG Wort.

ULLRICH SCHEIDELER, geboren 1964, Studium u.a. der Musikwissenschaft und Musiktheorie in Berlin (Technische Universität, Hochschule der Künste) und London (Royal Holloway College). Magister 1993 mit einer Arbeit über Alban Bergs Streichquartett op. 3, Promotion 2006 mit einer Arbeit über kompositorischen Historismus in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1995 bis 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Arnold Schönberg Gesamtausgabe, seit 2005 Dozent für Musiktheorie am musikwissenschaftlichen Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin.

SÖREN SÖNKSEN studierte Musiktheorie bei Volker Helbing an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Seit 2013 unterrichtet er dort Musiktheorie, Gehörbildung und theoriebegleitendes Klavierspiel. Nach Beiträgen zur Analysegeschichte von Robert Schumanns Papillons und zur harmonischen Prolongation im 19. Jahrhundert befindet sich derzeit eine Studie zur funktionalen Metrik in der Musik des 17. Jahrhunderts in Vorbereitung.

JAN PHILIPP SPRICK studierte Musiktheorie, Viola, Musikwissenschaft und Geschichte in Hamburg und Harvard und wurde 2010 an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit über die Sequenz in der deutschen Musiktheorie um 1900 promoviert. Ab 2006 unterrichtete er Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, ab 2013 als Professor für Musiktheorie. Ebenfalls seit 2013 leitete er das Institut für Musik der Rostocker Hochschule. Er war Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH) und von 2009 bis 2013 Mitherausgeber der Zeitschrift der Gesellschaft (ZGMTH). Im Jahr 2012 unterrichtete er als Visiting Assistant Professor am Department of Music der University of Chicago. Zum Sommersemester 2018 wurde er auf eine Professur für Musiktheorie an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg berufen.

KATHARINA THALMANN, geboren 1993 in Basel, studierte von 2011 bis 2014 Klavier bei Yvonne Lang an der Hochschule Luzern – Musik. Ebenda studiert sie aktuell Musiktheorie im Masterstudiengang. Das Studienjahr 2015/2016 verbrachte sie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wo sie bei Gesine Schröder studierte. Klavier- und Kammermusikkurse bei Ivan Klansky und dem Guarneri Trio Prag begleiten ihre Ausbildung. Sie ist freie Mitarbeiterin des Luzerner Kulturmagazins 041 sowie der Neuen Luzerner Zeitung. 2013 bis 2014 arbeitete sie bei der Lucerne Festival Academy und engagiert sich seither vermehrt in den Bereichen Musik- und Kulturmanagement. Ihre Maturaarbeit Das 20. Jahrhundert in Text und Musik – ein Annäherungsversuch wurde 2010 mit dem Preis für die beste Maturaarbeit ausgezeichnet.

PETER TIEFENGRABER wurde 1991 in Oberwart (Burgenland) geboren. Er studierte von 2010 bis 2014 am Joseph Haydn Konservatorium Eisenstadt Orgel Konzertfach und Instrumentalpädagogik. Seit 2014 setzt er sein Orgelstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien fort. Dort studiert er seit Herbst 2011 auch Musiktheorie. Inhaltliche Schwerpunkte: Leben und Werk Anton Bruckners, Studien zur Aufführungspraxis und Orchesterretuschen nach Gustav Mahler, Partimento und Generalbassimprovisationen.

EMMANOUIL (MANOLIS) VLITAKIS wurde 1967 in Griechenland geboren. In Athen, Berlin und Paris studierte er Komposition (Michail Travlos, Walter Zimmermann, Gösta Neuwirth, Gérard Grisey, Marco Stroppa), Musiktheorie (Hartmut Fladt, Jörg Mainka) und Instrumentation (Marc-André Dalbavie) und promovierte in Musikwissenschaft (Christian Martin Schmidt) mit einer Arbeit über Klang und Instrumentation in Kompositionen von Helmut Lachenmann, Pierre Boulez, György Ligeti und Gérard Grisey. Aufführungen und Kompositionsaufträge verbinden Vlitakis mit dem Ensemble Modern, dem Ensemble Mosaik, dem Thessaloniki State Symphony Orchestra u.a. Sein Werk wird durch strukturelles Denken gekennzeichnet, das durch die Spezifik des klanglichen Moments bedingt ist. Die Auseinandersetzung mit Sprache, Literatur und Philosophie bildet einen weiteren wichtigen Aspekt seines Komponierens. In seinen Schriften befasst sich Vlitakis, der einen dezidiert analytischen Ansatz verfolgt, mit dem Verhältnis von Klang/Instrumentation und Form, Musiktheorie und Komposition als auch mit Fragen interkulturellen Komponierens. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Musik des 20./21. Jahrhunderts. Vlitakis ist aktuell Gastprofessor für Komposition und Instrumentenkunde/Instrumentation an der Universität der Künste Berlin (Vertretung von Elena Mendoza) und Dozent für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler. Zugleich ist er pädagogisch auch im Ausland tätig (CNSMD Paris, Staatskonservatorium in Tiflis/Georgien).

BENEDIKT WAGNER wurde 1989 in Deggendorf geboren. An der Hochschule für Musik und Theater München studierte er von 2010 bis 2015 Schulmusik sowie von 2012 bis 2015 Musiktheorie und Gehörbildung. Zum Wintersemester 2015/16 wird er sein Studium der Musiktheorie und Gehörbildung in München fortsetzen. Zu seinen inhaltlichen Schwerpunkten zählen die Filmmusikanalyse und das Schaffen Edward Griegs.