Schwab-Felisch, Oliver / Mengering, Fred / Kemp, David van der (2003/05): Zur wissenschaftlichen Musikliteratur in den USA und in Deutschland. Eine empirisch-statistische Studie auf der Basis des ›Répertoire International de Littérature Musicale‹ (RILM). ZGMTH 1–2/2/2–3
veröffentlicht / first published: 01/04/2005
zuletzt geändert / last updated: 01/12/2008

Zur wissenschaftlichen Musikliteratur in den USA und in Deutschland

Eine empirisch-statistische Studie auf der Basis des ›Répertoire International de Littérature Musicale‹ (RILM)

Oliver Schwab-Felisch, Fred Mengering, David van der Kemp

Abstract: 32759 der Musikbibliographie RILM entnommene Datensätze wurden im Hinblick auf ›Rahmendaten‹ der internationalen Musikpublizistik ausgewertet. Gefragt wurde nach der Verteilung von Artikeln auf Sprachen, Erscheinungsländer, ›Major Topics‹ und Periodika. Es zeigte sich, daß die Musikliteraturen der USA und Deutschlands mehrere Sachgebiete auf deutlich unterschiedliche Weise gewichten. Desweiteren ergab ein Vergleich der mit wenigstens drei musiktheoretischen Artikeln pro Erscheinungsjahr verzeichneten nordamerikanischen und deutschen Periodika einen erheblich höheren Spezialisierungs- und Diversifizierungsgrad auf Seiten ersterer.

Die Idee der »Internationalität von Wissen, Wissenschaft und Wissenschaftspolitik«[1] und das Bestreben, ökonomisch wie intellektuell den »Anschluss an die Weltspitze«[2] zu halten, haben in den letzten Jahren vermehrt zu Forderungen nach einer »stärkeren internationalen Ausrichtung der Hochschulen in einem weltweiten Bildungsmarkt«[3] geführt. Zugleich sind Internationalisierungsprozesse auf vielen Ebenen bereits Realität. Zwar betreffen sie vor allem Natur-, Technik- oder Wirtschaftswissenschaften. Doch über die Auswirkungen des Bologna-Prozesses, die neuen Möglichkeiten des Internets[4], die Vernetzung wissenschaftlicher Gesellschaften und die kollegiale Kommunikation auf internationalen Konferenzen partizipieren auch Musiktheorie und Musikwissenschaft an der allgemeinen Tendenz.

Mit dem Interesse an der Forschung anderer Länder steigt auch das an den Kontexten, denen sie entstammt. Charakteristika nationaler Forschungszusammenhänge können aus der Geschichte einzelner Disziplinen, der Publikationspraxis einzelner Organe oder der Verfaßtheit wissenschaftlicher Einrichtungen erschlossen werden. Wenig dagegen weiß man über ›Rahmendaten‹ – etwa die Anzahl von Publikationen in einem Sprachraum, nationale Unterschiede in der Wahl von Untersuchungsgegenständen oder den Anteil landessprachlicher Publikationen an der gesamten Musikpublizistik eines Landes.

›Rahmendaten‹ werden über quantitative Verfahren gewonnen, Verfahren also, die auf der Feststellung und Zählung von Merkmalen beruhen und somit einen exakten Vergleich der untersuchten Einheiten ermöglichen. Um derartige Daten zu gewinnen, wertet die vorliegende Studie bereits erhobene Publikationsdaten statistisch aus. Voraussetzung dieses Procederes ist der Umstand, daß mit dem RILM (Répertoire International de Littérature Musicale) eine internationale Bibliographie zur Verfügung steht, die erstens die wissenschaftlich relevante Musikliteratur mit einem hohen Maß an Vollständigkeit zu erfassen beansprucht, zweitens jede erfaßte Publikation differenziert kategorisiert und drittens die elektronische Weiterverarbeitung der in ihr gespeicherten Daten gestattet.

Der Fokus dieser Studie liegt auf der Musikliteratur der USA und Deutschlands. Umfassend und vollständig über Rahmendaten der Musikpublizistik zu informieren überstiege ihren Anspruch und ihre Möglichkeiten. Allerdings werden zu Vergleichszwecken in begrenztem Umfang auch Daten zur Musikpublizistik anderer Länder erhoben und diskutiert.

Das RILM als Datenquelle

Das 1966 unter gemeinsamer Schirmherrschaft der ›Internationalen Gesellschaft für Musikwissenschaft‹ und der ›Internationalen Vereinigung der Musikbibliotheken‹[5] gegründete RILM ist heute die größte und wichtigste Bibliographie der wissenschaftlichen Musikliteratur. Gegenwärtig unterhalten über 60 Länder eigene, an Institutionen wie der Cornell University, der Bibliothèque Nationale de France oder dem Staatlichen Institut für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz untergebrachte RILM-Redaktionen. Die ca. 400.000 Einträge aus über 140 Ländern, die das RILM aktuell enthält, werden jährlich um rund 30.000 neue Einträge ergänzt.[6] Das RILM berücksichtigt Artikel, Bücher, Bibliographien, Kataloge, Dissertationen, Festschriften, Filme und Videos, Ikonographien, kritische Kommentare zu vollständigen Werken, ethnographische Aufnahmen, Kongreßberichte, elektronische Medien und Rezensionen. Jede erfaßte Publikation wird mittels eines differenzierten Kategoriensystems ausgewertet[7] und in einem ›Abstract‹ zusammengefaßt.

Eine statistische Auswertung des RILM ist nicht ohne Schwierigkeiten zu bewerkstelligen, und zwar aus dem einfachen Grund, daß es nicht im Hinblick auf eine solche erstellt wurde. Dieser Umstand wirkt sich in dreierlei Hinsicht aus: Erstens verzeichnet das RILM lediglich eine (teils zufällige, teils zielgerichtete) Auswahl der vorhandenen Literatur, zweitens ordnet es Einheiten wie Artikeln oder Periodika in bestimmten Variablen mehr als einen Wert zu und drittens enthält es Fehler. Diese drei Punkte werden im folgenden näher erläutert.

1. Wie jede denkbare Bibliographie muß das RILM Prioritäten setzen:

»RILM Material kann in zwei Kategorien aufgeteilt werden: (1) Schriften und andere Ressourcen, die eine Analyse, Resultate systematischer Forschung, oder kritische Meinung oder Interpretation aufweisen; (2) Schriften und andere Ressourcen, die wichtiges Quellenmaterial beinhalten. [...];
RILM beinhaltet alle Schriften und Ressourcen, die möglicherweise wichtig für den Musikforscher sind, einschließlich Druck, elektronisches Format, Mikroform, oder anderen Medien. Erste Priorität für alle nationalen Kommissionen ist das sorgfältige, zeitgebundene Abstrahieren von den wichtigsten und wissenschaftlichen Artikeln; [sic] aus allen Bereichen. Obwohl RILM Material in unterschiedlichen Publikationsorganen unterschiedlicher Länder erscheint, soll generell den wichtigen Zeitschriften-Beiträgen, Monografien, Essay-Sammlungen, Konferenzberichte; [sic] und Festschriften, Dissertationen und Magister- / Diplomarbeiten Priorität eingeräumt werden.«[8]

Im Rahmen der vorliegenden Studie sind die Verfahren, derer sich die RILM-Redaktionen bei der Auswertung von Periodika bedienen, von besonderem Interesse. Hierzu wiederum die ›RILM-Richtlinien‹:

»Alle Zeitschriften Artikel über Musik oder verwandte Disziplinen werden als RILM Material erachtet. Aufgrund des umfangreichen Materials, der Varianten dieser Literatur und der Grenzen der Ressourcen der nationalen Kommission wurden die folgenden Prioritäten erstellt, beginnend mit den wichtigsten Kriterien.

  • Priorität 1: Haupt-Zeitschriften. Dies sind die wichtigsten Zeitschriften und ganz der Musikforschung gewidmet. Jede Kommission erstellt eine Liste dieser Zeitschriften, die im Land publiziert werden. Wenn eine Zeitschrift als Haupt-Zeitschrift erachtet wird, ist die Kommission verpflichtet, Abstracts für jeden in ihr erschienenen Artikel (mit vielleicht wenigen Ausnahmen) und die Aufzählung einer jeden Rezension sorgfältig und unter Berücksichtigung des Zeitplans bereitzustellen.

  • Priorität 2: Wichtige Zeitschriften. Dies sind Zeitschriften, in denen viele, aber nicht alle Beiträge RILM Material sind. Wichtige Zeitschriften, die ganz der Musik gewidmet sind, brauchen nur teilweise abstrahiert werden, aber mit Aufzählung aller vorhandenen Artikel. Wichtige Zeitschriften schließen solche mit ein, die nicht der Musik gewidmet sind, aber manchmal Beiträge über Musik enthalten. Diese Artikel sind oft sehr wertvoll für Musikforscher, und deshalb soll man versuchen, sie zu finden und zu abstrahieren.

  • Priorität 3: Andere Zeitschriften. Dies schließt Zeitschriften ein, die eher von journalistischer Natur sind, aber dennoch Musikbeiträge enthalten, die wichtig für Musikforscher sind. Aufzählung dieser Artikel – manchmal mit kurzen, erhellenden Abstracts – sollten regelmäßig zur Verfügung gestellt werden.«[9]

Die folgende Tabelle läßt das Ausmaß erahnen, in dem der Faktor ›Erfassungspraxis‹ sich auf die Daten auswirkt.

f(a)

%(a)

f(p)

k.A.

f(a:p)

f(Øe)

f(a:(p*e))

Großbritannien

1292

4,5

36

35,9

2,5556

14,0

Österreich

881

3,1

34

25,9

2,2941

11,3

Rußland

745

2,6

39

19,1

1,4359

13,3

Deutschland

4405

15,4

264

6

16,7

1,9394

8,6

Schweiz

622

2,2

42

14,8

1,8095

8,2

USA

8354

29,2

567

14,7

2,0476

7,2

Frankreich

1789

6,3

133

1

13,5

1,9098

7,1

Italien

1413

4,9

136

10,4

1,7206

6,0

Ungarn

636

2,2

67

3

9,5

1,4776

6,4

Spanien

1599

5,6

212

7,5

1,3726

5,5

Kroatien

636

2,2

91

6,9

1,8751

3,7

Japan

556

1,9

206

2,7

1,3835

2,0

Tabelle 1: Artikel, Periodika und ihre Erscheinungsländer. ›f(a)‹ = Anzahl der Artikel mit dem jeweiligen 1. oder 2. Erscheinungsland; ›%(a)‹ = prozentualer Anteil an der Summe aller Artikel mit Angabe eines Erscheinungslandes, wobei ∑f(a)=28512; ›f(p)‹ = Anzahl der Periodika mit dem jeweiligen Erscheinungsland; ›k.A.‹ = Anzahl der Artikel ohne Angabe eines Periodikums; ›f(a:p)‹ = Anzahl der durchschnittlich pro Periodikum erfaßten Artikel; ›f(Øe)‹ = Anzahl der durchschnittlich erfaßten Erscheinungsjahre aller Periodika mit dem jeweiligen 1. oder 2. Erscheinungsland; ›f(a:(p*e))‹ = Anzahl der durchschnittlich pro Periodikum und Erscheinungsjahr erfaßten Artikel.

Die mitunter deutlich voneinander abweichenden Häufigkeiten der pro Erscheinungsland, Periodikum und Jahr durchschnittlich erfaßten Artikel mögen zum Teil auf Faktoren wie etwa länderspezifische Unterschiede in der Zahl herausgebender Einrichtungen, der Diversifizierung und Spezialisierung der Periodika oder der Verteilung von Artikeln und anderen Textsorten zurückzuführen sein. Allerdings ist der Einfluß dieser Faktoren vermutlich eher gering. Man wird kaum annehmen wollen, daß die Zahl der Artikel in britischen Periodika um das 13,3-fache höher liegt (vgl. Spalte f(a:p) in Tab. 1) als in ihren japanischen Pendants. Als wahrscheinlich darf vielmehr gelten, daß eine relativ kleine Auswahl britischer Periodika besonders umfassend, eine relativ umfassende Auswahl japanischer Periodika dagegen nur recht selektiv ausgewertet wurde. Die vergleichsweise geringen Zahlen in den Spalten 6 und 8 der Tabelle 1 für das Erscheinungsland USA gehen vermutlich darauf zurück, daß die Liste auszuwertender Periodika in den USA eine größere Anzahl peripherer und damit weniger umfassend berücksichtigter Publikationen enthält.

Grob gesagt beruht die Erfassungspraxis des RILM auf zwei Faktoren: einerseits den systematisch fundierten Sachentscheidungen eines Gremiums von Experten, andererseits der ›Logik der Praxis‹, einer Logik, die um so stärker wirksam wurde, als das RILM sich während der rund 40 Jahre seiner Existenz von bescheidenen Anfängen[10] erst zur jetzigen Größe entwickeln mußte: Die Notwendigkeit, das Procedere an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen, spielt hier ebenso eine Rolle wie der zufällige Zeitpunkt der Einrichtung zusätzlicher RILM-Redaktionen oder die Zahl der je verfügbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.[11]

Wer Vermutungen über den Einfluß der Erfassungspraxis auf das im RILM gespeicherte Datenmaterial auf ihre Stichhaltigkeit hin überprüfen wollte, müßte die Verfahren und Kriterien beurteilen, nach denen Publikationen selektiert und ausgewertet wurden. Das aber heißt nichts anderes, als daß die Arbeit der RILM-Redaktionen unter einheitlichen Bedingungen ein zweites Mal zu leisten wäre. Überflüssig zu erwähnen, daß diese Aufgabe, sofern sie überhaupt zu bewältigen wäre, die Reichweite dieser Studie bei weitem überstiege.

Klar ist demnach auch, daß solange, wie keine Evaluation der Erfassungspraxis vorliegt, alle im Rahmen dieser Untersuchung getroffenen Aussagen, etwa zum Vergleich der Publikationen aus den USA und Deutschland, keine Gültigkeit in bezug auf die Wirklichkeit, sondern lediglich auf deren Repräsentation im RILM beanspruchen dürfen.

2. Da das RILM Periodika nicht mit einer Länderkennung versieht, ist es erforderlich, das Erscheinungsland eines Periodikums aus demjenigen der Artikel zu erschließen, die es enthält. Dabei kommt es insofern zu einer gewissen Ungenauigkeit, als erstens manchen Artikeln zwei Erscheinungsländer zugeordnet sind und zweitens das erste Erscheinungsland eines Periodikums während der erfaßten Erscheinungsdauer wechseln kann. Eine Übersicht über die Häufigkeit und Verteilung erster und zweiter Erscheinungsländer gibt die folgende Tabelle:

1. Erscheinungsland

2. Erscheinungsland

f(eo)

f(p)

%(p)

f(a)

%(a)

f(p)

%(p)

f(a)

%(a)

0

368

14,8

1283

3,9

2460

98,8

31715

96,9

1

1792

72,0

18233

55,7

14

0,6

39

0,1

2

109

4,4

4790

14,6

0

0,0

0

0,0

3

12

0,5

891

2,7

0

0,0

0

0,0

4

2

0,1

259

0,8

0

0,0

0

0,0

1 und 0

186

7,5

6415

19,6

16

0,6

970

3,0

2 und 0

21

0,8

853

2,6

0

0,0

0

0,0

3 und 0

0

0,0

0

0,0

0

0,0

0

0,0

4 und 0

0

0,0

0

0,0

0

0,0

0

0,0

Gesamt

2490

100,0

32724

100,0

2490

100,0

32724

100,0

Tabelle 2: Häufigkeit und Verteilung erster und zweiter Erscheinungsländer. ›f(eo)‹ = Anzahl der einem Periodikum insgesamt zugeordneten Erscheinungsländer; ›f(p)‹ = Anzahl der Periodika mit der jeweiligen Anzahl von Erscheinungsländer n; ›%(p)‹ = prozentualer Anteil dieser Periodika an der Gesamtzahl aller Periodika;; ›f(a)‹ = Anzahl der Artikel in den Periodika mit der jeweiligen Anzahl von Erscheinungsländer n; ›%(a)‹ = prozentualer Anteil dieser Artikel an der Gesamtzahl aller Artikel, die eine Angabe eines Periodikums enthalten. – Die Summe 32724 in der Spalte ›1. Erscheinungsland, f(a)‹ errechnet sich aus der Gesamtzahl von Artikeln (32759) abzüglich der Anzahl von Datensätzen ohne Angabe eines Zeitschriften- oder Jahrbuchtitels (35).

Ob das Vorliegen mehrerer Erscheinungsländer auf einen faktischen Wechsel des Erscheinungslandes oder auf Fehler der Verschlagwortung zurückzuführen ist, ließe sich nur nach einer Prüfung der Erscheinungsweise eines jeden einzelnen Periodikums entscheiden – eine aufwendige Prozedur, die im Rahmen dieser Untersuchung nicht zu leisten war. Stattdessen wurde nach der Behelfsstrategie verfahren, ein Periodikum einem Erscheinungsland dann zuzuordnen, wenn dieses einmal in Verbindung mit jenem angegeben wurde.

3. Was bleibt, ist die Frage nach der Zuverlässigkeit, mit der die Daten einmal ausgewählter Schriften und Ressourcen in das RILM übertragen wurden. Wie bereits deutlich wurde, sind Fehler bei Schreibweisen, Zuordnungen von Erscheinungsländern und Sprachen nicht ausgeschlossen. Auch fehlen bisweilen Daten, deren Erfassung grundsätzlich gefordert ist.

Besonders fehlerbehaftet ist die Variable ›Erscheinungsland‹. Ins Auge fällt zunächst der bei vielen Sprachen hohe prozentuale Anteil nicht eingetragener Erscheinungsländer – insbesondere bei englischsprachigen Artikeln. Verfälschend wirken zudem auch offensichtliche Eingabefehler. 36 der 116 Artikel, die das RILM der (bekanntlich in Deutschland erscheinenden) Zeitschrift Musikforschung für die Erscheinungsjahre 1995–99 zuordnet, sind mit dem Erscheinungsland ›Georgien‹ verzeichnet. Mehr noch: Alle 226 im Untersuchungszeitraum publizierten Artikel, die nach Auskunft des RILM dem Erscheinungsland ›Georgien‹ entstammen, sind realiter in Deutschland oder der Schweiz erschienen.[12] ›Georgien‹ ist als Erscheinungsland deutschsprachiger Artikel vollständig fiktiv – zumindest was den Untersuchungszeitraum dieser Studie betrifft.

Um die Validität der Werte der Variable ›1. Erscheinungsland‹ abschätzen zu können, wurde eine Stichprobe von n=1000 Datensätzen einer genaueren Untersuchung unterzogen. Danach haben 876 der 1000 Datensätze einen gültigen Eintrag zum ersten Erscheinungsland. 54 dieser Einträge sind falsch, bei 25 konnte das Erscheinungsland nicht festgestellt werden.

Unter der pessimistischen Annahme, alle diese 25 Einträge seien falsch, enthält die Stichprobe; 54+25=79 (=9,0%) falsche Einträge zur Variable ›1. Erscheinungsland‹. Für den prozentualen Anteil falscher Einträge an der Grundgesamtheit errechnet sich hieraus ein Konfidenzintervall zwischen 7,12% und 10,91%. Der Anteil fehlerhafter Einträge zur Variable ›1. Erscheinungsland‹ liegt demnach mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% bei maximal 10,91%, was bei 28485 gültigen Einträgen einem Absolutwert von maximal 3108 Artikeln entspricht. Bezogen auf die Summen der Werte beider Erscheinungsland-Variablen bedeutet dies, daß dort bei einem Sicherheitsniveau von 95% mit maximal 3108+125=3233 Fehleinträgen (=11,30% von 28485+125=28610) zu rechnen ist.

Geht man dagegen davon aus, die 25 nicht entscheidbaren Fälle enthielten in gleicher Proportion richtige und falsche Einträge wie die übrigen 851 Artikel, sind lediglich 54+2=56 (=6,4%) falsche Einträge zur Variable ›1. Erscheinungsland‹ zu erwarten. Für die Schätzung des Anteils dieser Einträge an der Grundgesamtheit ergibt sich ein 95-prozentiges Konfidenzintervall mit 4,77% als Unter- und 8,01% als Obergrenze, wobei der geschätzte Maximalwert absolut bei 2282 liegt. Bezogen auf die Summen beider Erscheinungsland-Variablen ist demnach mit 95-prozentiger Sicherheit von maximal 2282+125=2407 (=8,41%) falschen Angaben auszugehen.

Neben der Größe des Anteils fehlerhafter Einträge auf der Artikelebene ist desweiteren das Ausmaß zu bestimmen, in dem die 2490 Periodika von fehlerhaften Einträgen betroffen sind. Ausgehend von der Zufallsstichprobe mit n=1000 Datensätzen ergibt sich dabei im Hinblick auf die Variable ›1. Erscheinungsland‹ folgende Kalkulation: Die 54 Artikel mit fehlerhaften Einträgen verteilen sich auf 29 Journals, d.h. von den insgesamt in der Stichprobe befindlichen 437 Journals mit einer Angabe zum ersten Erscheinungsland sind 408 (=93,4%) völlig fehlerfrei, 29 (=6,6%) haben bei mindestens einem der publizierten Artikel einen Fehleintrag in der Variable ›1. Erscheinungsland‹. Für den Anteil der hinsichtlich des ersten Erscheinungslandes völlig fehlerfreien Periodika ergibt sich hieraus ein Konfidenzintervall, das von 91,03% bis 95,69% reicht. Der minimale Anteil fehlerfreier Journals liegt demzufolge mit 95%-iger Sicherheit bei 91,03%. Auf der Negativseite errechnet sich für den Anteil der Periodika, deren Artikel in mindestens einem Fall mit einer falschen Angabe des Erscheinungslandes verzeichnet sind, ein 95-prozentiges Konfidenzintervall zwischen 4,31% und 8,97%. Der maximale Anteil an Journals mit fehlerhaften Einträgen zur Variable ›1. Erscheinungsland‹ wird demzufolge auf ca. 9% geschätzt.

Wollte man auch die fehlenden Angaben zur Variable ›1. Erscheinungsland‹ bei der Fehlerschätzung berücksichtigen, ergäbe sich eine geschätzte Fehlerzahl von maximal 3108+4274=7382, so daß mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% maximal 22,53% aller 32759 Datensätze keinen richtigen Eintrag für die Variable ›1. Erscheinungsland‹ hätten. Die Zahl erscheint hoch, spielt aber für die folgenden Auswertungen insofern keine Rolle, als fehlende Angaben in jeder Tabelle eigens ausgewiesen sind und weitergehende Berechnungen nur auf der Basis bekannter Erscheinungsländer ausgeführt wurden.

Wie die Stichprobe ergab, führen ein Vielzahl verschiedener Gründe zur Nennung eines zweiten Erscheinungslandes. Im einzelnen sind zu nennen:

  • Versuche, Doppelpublikationen in einem einzelnen Datensatz zu verzeichnen (So bei Carver Blanchards »The Lute Awakes«[13] und Wilhelm Killmayers »Hans Pfitzner. Versuch eines Porträts«[14]),

  • unterschiedliche Länderadressen von Herausgeber und Verlag (der Herausgeber des Mozart-Jahrbuchs etwa, das ›Zentralinstitut für Mozartforschung der Internationalen Stiftung Mozarteum‹, ist in Salzburg, der Bärenreiter-Verlag aber in Kassel ansässig),

  • falsche Beurteilungen des Länderstatus einer Ortsangabe (im Fall des indischen Journal of the Music Academy erscheint systematisch der Name der indischen Stadt (bzw. des ehemaligen indischen Bundesstaates) ›Madras‹ als erstes Erscheinungsland, die Länderangabe ›India‹ wird als zweites Erscheinungsland verzeichnet),

  • zusammengesetzte Ländernamen (so ist die falsche Doppelangabe ›Yugoslavia‹, ›Macedonia‹ vermutlich aus dem Versuch entstanden, die Bezeichnung »Former Yugoslav Republic of Macedonia« abzubilden), und

  • einfache Irrtümer (wie im Fall des fälschlich dem Erscheinungsland Frankreich zugeordneten Computer Music Journal).[15]

In jedem Fall ist die Angabe des ersten Erscheinungslandes ungleich zuverlässiger als die des zweiten: Die Stichprobe enthält kein Beispiel, in dem die Angabe des letzteren korrekt ist. Für eine Verallgemeinerung auf die Grundgesamtheit ist die Datenbasis allerdings zu gering: Die Stichprobe enthält nur 6 Datensätze (=0,6% von 1000) mit der Angabe eines zweiten Erscheinungslandes – ein Wert, der dem Anteil von 0,38% (125 von 32759) an der Grundgesamtheit weitgehend entspricht. Aufgrund der geringen Fallzahlen ist diese Variable freilich ohnehin von geringer Bedeutung: Selbst wenn alle 125 Angaben zum zweiten Erscheinungsland falsch sein sollten, wären von den insgesamt 28610 (=27485+125) gültigen Angaben zum Erscheinungsland lediglich 0,44% falsch.

Die Zuordnung von Sprachen zu Artikeln ist wahrscheinlich nur mit einer geringen Fehlerquote behaftet. Die Stichprobe von n=1000 Datensätzen enthielt sechs Datensätze mit Angabe zweier, vier mit Angabe dreier und einen Datensatz mit Angabe vierer Sprachen. Die Überprüfung[16] ergab keine Fehler. Allerdings zeigt die Erfahrung, daß fehlerhafte Sprachangaben durchaus vorkommen.[17]

Auch falsche oder unvollständige Schreibungen von Zeitschriftentiteln lassen sich finden – besonders bei Einträgen in anderer als der englischen Sprache.[18] Da in dieser Studie aufgrund des automatisierten Verfahrens der Datenerhebung[19] jede Variante eines Titels als eigene Zeitschrift Berücksichtigung findet, liegt die Zahl der de facto ausgewerteten Zeitschriften um einiges niedriger als die dieser Untersuchung zugrundegelegte Zahl von 2490.[20]

Zum Verfahren der Datenerhebung

Zur Auswertung herangezogen wurde die von der ›National Information Services Corporation‹ in der Reihe ›NISC-DISCover™‹ herausgegebene CD-ROM mit dem Titel ›MUSE‹ (MUsic SEarch, RILM Abstracts 1967–present) in der Version Juni 2004 (ISSN 1054-2639). Die Abfrage erfolgte im Suchmodus ›Advanced Search‹ unter Verwendung folgender Suchkriterien:

  • Eingabefeld: ›Publication Year‹, Suchbegriff: ›1995 or 1996 or 1997 or 1998 or 1999‹.

  • Eingabefeld: ›Publication Type‹, Suchbegriff: ›Article in a periodical or yearbook – ap‹.

Diese Suche lieferte 33672 Datensätze, die nach MS Excel 2000 exportiert wurden.

Da die verwendete CD-ROM den Export von höchstens 500 Datensätzen unterstützt, wurden jeweils 500 Datensätze markiert und anschließend mit der Option ›Save Search‹ in ein Textfile exportiert. Die 68 Textfiles wurden nacheinander in ein Excel-Tabellenblatt eingelesen. Die Auswertung beschränkte sich auf die Variablen ›Journal Name‹, ›Language‹, ›Publication Place‹, ›Publication Year‹ und ›Major Topic‹. Die restlichen Felder wurden ebenso gelöscht wie 742 Datensätze, die in der Spalte ›Publication Type‹ einen anderen Wert enthielten als den Suchbegriff ›article in a periodical or yearbook – ap‹.[21]

Bei jahresübergreifenden Ausgaben codiert das RILM das Erscheinungsdatum im Format ›yyyy; yyyy‹. Daher wurde die für das Erscheinungsdatum vorgesehene Spalte in Excel in zwei Spalten aufgeteilt, wobei die erste Spalte durchwegs die größere Zahl enthielt. Danach wurden die 171 Datensätze gelöscht, deren Werte in der ersten Spalte größer als 1999 bzw. kleiner als 1995 waren.[22] Die zweite Datumsspalte wurde vollständig gelöscht.

Insgesamt wurden 742+171=913 Datensätze gelöscht. Danach stand eine Grundgesamtheit von 33672–913=32759 Datensätzen zur Verfügung.

Da für den Wert ›Language‹ bis zu vier Einträge sowie der Zusatz »Translated from...« existieren, wurde diese Spalte in fünf Spalten aufgeteilt. In die fünfte Spalte wurden zunächst die Werte für »Translated from...« überführt. Diese Spalte wurde gelöscht. Anschließend wurden die angegebenen Sprachen in der angegebenen Reihenfolge auf die Spalten eins bis vier übertragen. Offensichtlich fehlerhafte Einträge wie »inhouse to 2003« oder »use 5279 post 1998« wurden aus der Liste der Erscheinungsländer gelöscht. Städtenamen wurden durch Ländernamen ersetzt, wenn diese nicht bereits in der zweiten Spalte vorhanden waren. Ebenfalls ersetzt wurden Bezeichnungen wie ›East Germany‹, ›Holland‹ oder ›Belfast, Nordirland‹. Im Fall der Zeitschrift ›Umak kwa munhwa/Music and culture‹ wurde ›Korea‹ gelöscht, da jeweils auch das Erscheinungsland ›Korea, South‹ vorhanden war. Artikel, die sich auf zwei Ausgaben einer Zeitschrift verteilen, wurden als zwei Artikel gezählt. Die doppelten Einträge, die die Spalte ›Publication Place‹ in 125 Fällen enthielt, wurden auf zwei Spalten aufgeteilt. Abschließend wurden für die Auswertung in SPSS alle Textwerte in Zahlenwerte umgewandelt.

Das resultierende Excel-Datenblatt bestand aus den folgenden Spalten: Artikel ID / Journal Nr. / Sprache 1 / Sprache 2 / Sprache 3 / Sprache 4 / Erscheinungsland 1 / Erscheinungsland 2 / Erscheinungsdatum / Major Topic.

Ergebnisse

Die nachfolgende Darstellung ist in zwei Teile untergliedert: Der erste präsentiert univariate, der zweite bivariate Analysen des Datenmaterials. Zur Deskription des quantitativen Vorkommens der jeweiligen Variablenausprägungen erfolgen zunächst univariate Häufigkeitsauszählungen auf der Ebene der einzelnen Variablen. Mit bivariaten Analysen wird anschließend der Frage nachgegangen, welche Zusammenhänge bzw. Interdependenzen zwischen den Variablen bestehen.

Alle Artikel: Erscheinungsländer

Die 32759 ausgewählten Artikel verteilen sich auf 69 Erscheinungsländer. Einem Artikel können bis zu zwei Erscheinungsländer zugeordnet sein. Die Variable ›1. Erscheinungsland‹ enthält 28485, die Variable ›2. Erscheinungsland‹ 125 gültige Einträge. Für 4274 Artikel ist kein erstes Erscheinungsland verzeichnet. 98 Datensätze haben gültige Einträge für beide Variablen.

Die 32759 Datensätze teilen sich demnach auf in 98 Datensätze mit zwei Einträgen, 28414 Datensätze (32759–4274–98+27) mit einem Eintrag und 4247 Datensätze (4274-27) ohne gültigen Eintrag für das Erscheinungsland.

Tabelle 3 zeigt die Anzahl der Einträge beider Variablen für die 20 publikationsstärksten Erscheinungsländer. Die Spalten 3–5 weisen nach, wie häufig ein Erscheinungsland als erstes Erscheinungsland genannt wurde, die Spalten 6–8 enthalten dieselbe Information in bezug auf zweite Erscheinungsländer. Die Einträge der übrigen Erscheinungsländer sind in der Zeile ›Andere‹ zusammengefaßt.

1. Erscheinungsland

2. Erscheinungsland

Erscheinungsland

f(a)

%(a)

%-valid

f(a)

%(a)

%-valid

Summe

1

USA

8347

25,5

29,3

8

0,0

6,4

8355

2

Deutschland

4380

13,4

15,4

26

0,1

20,8

4406

3

Frankreich

1786

5,5

6,3

3

0,0

2,4

1789

4

Spanien

1599

4,9

5,6

1599

5

Italien

1412

4,3

5,0

1

0,0

0,8

1413

6

Großbritannien

1282

3,9

4,5

10

0,0

8,0

1292

7

Österreich

874

2,7

3,1

7

0,0

5,6

881

8

Rußland

744

2,3

2,6

1

0,0

0,8

745

9

Kroatien

635

1,9

2,2

1

0,0

0,8

636

10

Ungarn

635

1,9

2,2

1

0,0

0,8

636

11

Schweiz

622

1,9

2,2

622

12

Japan

555

1,7

1,9

1

0,0

0,8

556

13

Kanada

493

1,5

1,7

493

14

Niederlande

435

1,3

1,5

16

0,0

12,8

451

15

Jugoslawien

412

1,3

1,4

412

16

Belgien

384

1,2

1,3

384

17

Australien

374

1,1

1,3

374

18

Finnland

366

1,1

1,3

366

19

Dänemark

334

1,0

1,2

334

20

Brasilien

291

0,9

1,0

291

Andere

2525

7,7

50

0,2

40

2575

Gesamt

28485

87,0

100

125

0,4

100

28610

Fehlend

4274

13,0

32634

99,6

4274

Gesamt

32759

100

32759

100

32884

Tabelle 3: Absolute und relative-prozentuierte Häufigkeiten für 20 Werte der Variablen ›1. Erscheinungsland‹ und ›2. Erscheinungsland‹. ›f(a)‹ = Anzahl der Artikel mit der jeweiligen Sprache; ›%(a)‹ = prozentualer Anteil an der Gesamtheit der Artikel ›%-valid‹ = Anteil an der Gesamtheit tatsächlich vorhandener Einträge.

Alle Artikel: Sprachen

66 von 32759 Datensätzen enthalten keine Angabe zur Sprache; 32352 haben eine Angabe, 214 haben zwei, 125 drei und zwei Artikel vier Angaben für Sprachen.[23]

Tabelle 4 faßt die Fallzahlen der Werte aller vier Sprachvariablen zusammen. Da mehrfache Sprachangaben mehrfach gezählt werden, ist das Gesamtergebnis höher als die Zahl der Artikel.

Sprache

f(a)

%(a)

1

Englisch

15863

47,8

2

Deutsch

6268

19,1

3

Französisch

2316

7,0

4

Spanisch

1643

5,0

5

Italienisch

1461

4,4

6

Russisch

917

2,8

7

Kroatisch

607

1,8

8

Japanisch

589

1,8

9

Ungarisch

456

1,4

10

Niederländisch

359

1,1

11

Serbisch

349

1,1

12

Portugiesisch

343

1,0

13

Dänisch

337

1,0

14

Slowenisch

288

0,9

15

Polnisch

261

0,8

16

Andere

1106

3,3

Gesamt

33163

100

Tabelle 4: Absolute und relative-prozentuierte Häufigkeiten für 15 Werte der Variable ›Sprache‹, absteigend sortiert. Abkürzungen: ›f(a)‹ = Anzahl von Artikeln; ›%(a)‹ = prozentualer Anteil an der Gesamtheit der Artikel.

Rund 97% aller Sprachangaben entstammen einer Menge von 24,6% aller Sprachen. Der Anteil englischer und deutscher Sprachangaben an der Gesamtzahl aller Sprachangaben (einschließlich der fehlenden) beträgt 66,7%, also recht genau zwei Drittel.

Alle Artikel: ›Major Topics‹

»RILM beinhaltet Schriften und andere Ressourcen über Musik und verwandte Disziplinen, einschließlich der folgenden:

  • Historische Musikwissenschaft

  • Musikethnologie, (einschließlich Rezensionen von Schallaufnahmen und Videos in RILM Haupt-Zeitschriften)

  • Populäre Musik und Jazz

  • Musiktheorie, Analyse und Komposition

  • Klangquellen (Instrumente, ihre Techniken, Neuauflagen historische Unterrichtsmethoden und Abhandlungen, Instrumentbauer, technische Zeichnungen historischer Instrumente, etc.)

  • Aufführungspraxis und Notation

  • Pedagogik [sic]

  • Referenz- und Forschungsmaterialien (einschließlich Kataloge zu Gast- und Dauerausstellungen, Diskografien, Verzeichnisse, Enzyklopädien, Bibliografien, Werkverzeichnisse von Komponisten, herausgegeben von Musikverlagen und Bibliothekskataloge). Forschungsmaterial, das auf Internetseiten erhältlich ist, soll miteingeschlossen werden

  • Musik und andere Künste, einschließlich (aber nicht ausschließlich) Tanz, Theater, Dichtkunst und Literatur (einschließlich Romane über Komponisten, verfaßt von einer biografischen Autorität und in einer Musikzeitschrift, aufgenommen in RILM, rezensiert), Musikikonografie sowie Musik und Kunst

  • Musik und verwandte Disziplinen (einschließlich, aber nicht ausschließlich, Philosophie, Ästhetik, Literaturkritik, Psychologie, Hören, Perzeption, Physiologie, Therapie, Medizin, Archäologie, Anthropologie, Ingenieurwesen, Schallaufnahmen, Akustik, Architektur, Computerwesen, Soziologie, Linguistik, Semiotik, Verlagswesen, Wirtschaftswissenschaften, Urheberrecht und andere juristische Angelegenheiten)

  • Musik in Liturgie und Ritual«[24]

Die 91 verschiedenen ›Major Topics‹, die das RILM verwendet, gruppieren sich in zwölf Hauptkategorien, die den im obigen Zitat genannten weitgehend entsprechen. Unterschiede bestehen insofern, als das Topic ›Populäre Musik und Jazz‹[25] nicht als eigene Hauptkategorie, sondern als Unterpunkt von ›Musikethnologie‹ erscheint und die Topics ›Gesammelte Schriften‹ und ›Universelle Perspektiven‹ hinzukommen.

Die 14 Einträge zum Topic ›Universelle Perspektiven‹ enthalten Beiträge zu den Themengebieten Multi- und Interkulturalität. Das zur Kategorisierung eines Artikels ungeeignete Topic ›Gesammelte Schriften‹[26] wird zusammen mit der ergänzenden Angabe ›periodicals and yearbooks‹ dann vergeben, wenn ein Periodikum als Ganzes nachzuweisen ist. In diesem Fall erscheint in der Rubrik ›Publication Type‹ der Eintrag: ›book: periodical as a whole; bp‹ und nicht der Suchbegriff ›Article in a periodical or yearbook‹.[27] Freilich gibt es auch irrtümliche Zuordnungen des Topic ›Gesammelte Schriften‹: Berichte über Symposien bzw. Rezensionen von Kongressberichten werden bisweilen fälschlich als Artikel mit eben diesem Topic verzeichnet.

Die 12 Hauptkategorien sind von unterschiedlichem Umfang. ›Historische Musikwissenschaft‹ etwa umfaßt 10 Subkategorien, ›Universelle Perspektiven‹ dagegen keine einzige. Auch sind die Subkategorien in unterschiedlichem Maß spezifisch. So ist der Objektbereich von ›Referenz- und Forschungsmaterialien – Kataloge, thematisch‹ (22 Einträge) deutlich enger umgrenzt als derjenige von ›Theorie, Analyse und Komposition – Strukturanalyse‹ (249 Einträge). Entsprechend stark differieren die Artikelzahlen von Topic zu Topic.

Major Topic: Hauptkategorie

f(a)

%(a)

1

Historische Musikwissenschaft

11723

35,8

2

Musikethnologie

4233

12,9

3

Klangquellen

3532

10,8

4

Musik und verwandte Disziplinen

3036

9,3

5

Musik und andere Künste

3020

9,2

6

Pädagogik

2067

6,3

7

Theorie

1953

6,0

8

Referenz- und Forschungsmaterialien

1235

3,8

9

Musik in Liturgie und Ritual

936

2,9

10

Aufführungspraxis und Notation

825

2,5

11

Gesammelte Schriften

163

0,5

12

Universelle Perspektiven

14

0,0

Gesamt

32737

99,9

Fehlend

22

0,1

Gesamt

32759

100

Tabelle 5: Absolute und relative-prozentuierte Häufigkeiten für die 12 Werte der Variable ›Major Topics‹. – Für Erläuterungen der Spaltentitel siehe Legende zu Tabelle 4.

Tabelle 5 zeigt ›Theorie‹ im Mittelfeld bei 6 Prozent, während 35,8% der Artikel auf den Spitzenreiter ›Historische Musikwissenschaft‹ entfallen.

Die Verteilung von Artikeln auf musiktheoretische Teilgebiete wird in Tabelle 6 ersichtlich. Die Untergliederung der anderen Hauptkategorien ist nicht Gegenstand dieser Studie.

Major Topic ›Theorie, Analyse und Komposition‹

f(a)

%(a)

1

Stilanalyse

430

22,0

2

Harmonik, Kontrapunkt, Stimmführung

309

15,8

3

Strukturanalyse

249

12,7

4

Theorie, allgemein

226

11,6

5

Computer und elektronische Komposition

191

9,8

6

Form und Gattung

175

9,0

7

Stimmung, Temperatur, Skalenstrukturen

119

6,1

8

Rhythmus, Metrum, Tempo

111

5,7

9

Melodik und Motivik

84

4,3

10

Klangfarbe, Textur, Register

59

3,0

Gesamt

1953

100

Tabelle 6: Aufteilung der Hauptkategorie ›Theorie‹ in Teilgebiete. – Für Erläuterungen der Spaltentitel siehe Legende zu Tabelle 4.

Alle Artikel: Erscheinungsländer und Sprachen

Der folgende Abschnitt untersucht Beziehungen zwischen den Variablen ›Sprache‹ und ›Erscheinungsland‹. Zwei Aspekte sind dabei von Bedeutung: die Verteilung von Publikationen einer Sprache auf unterschiedliche Länder und das Verhältnis von Landessprache und Publikationssprache.

Verteilung englisch- und deutschsprachiger Artikel auf Erscheinungsländer

Die folgende Darstellung beschränkt sich aus Platzgründen auf die Länderverteilung der beiden am häufigsten verwendeten Sprachen: des Englischen und des Deutschen.

1. Erscheinungsland

2. Erscheinungsland

Erscheinungsland

f(a)

%(a)

%-valid

f(a)

%(a)

%-valid

1

USA

8284

52,2

63,0

4

0,0

4,4

2

Großbritannien

1281

8,1

9,7

10

0,1

11,1

3

Kanada

366

2,3

2,8

4

Australien

317

2,0

2,4

5

Indien

135

0,9

1,0

6

Neuseeland

126

0,8

1,0

7

Südafrika

53

0,3

0,4

8

Irland

37

0,2

0,3

9

Wales

25

0,2

0,2

10

Ghana

12

0,1

0,1

11

Malta

10

0,1

0,1

12

Jamaika

6

0,0

0,0

13

Papua-Neuguinea

6

0,0

0,0

14

Hongkong

5

0,0

0,0

15

Nordirland

1

0,0

0,0

16

Indien

26

0,2

28,9

17

Deutschland

413

2,6

3,1

20

0,1

22,2

18

Frankreich

316

2,0

2,4

2

0,0

2,2

19

Niederlande

273

1,7

2,1

16

0,1

17,8

20

Finnland

223

1,4

1,7

21

Ungarn

172

1,1

1,3

22

Schweiz

169

1,1

1,3

23

Spanien

144

0,9

1,1

24

Italien

107

0,7

0,8

25

Tschechische Republik

87

0,5

0,7

26

Norwegen

78

0,5

0,6

27

Österreich

67

0,4

0,5

1

0,0

1,1

28

Jugoslawien

67

0,4

0,5

29

Kroatien

65

0,4

0,5

30

Dänemark

61

0,4

0,5

31

Rumänien

33

0,2

0,3

32

Belgien

32

0,2

0,2

33

Slowakei

29

0,2

0,2

34

Japan

23

0,1

0,2

1

0,0

1,1

35

Polen

23

0,1

0,2

36

Niger

16

0,1

0,1

37

Israel

13

0,1

0,1

38

Brasilien

11

0,1

0,1

39

Bosnien-Herzegowina

10

0,1

0,1

40

Georgien

10

0,1

0,1

41

Schweden

10

0,1

0,1

1

0,0

1,1

42

Slowenien

9

0,1

0,1

43

Türkei

9

0,1

0,1

44

Malaysia

5

0,0

0,0

45

China

3

0,0

0,0

46

Bulgarien

2

0,0

0,0

47

Litauen

2

0,0

0,0

48

Portugal

2

0,0

0,0

49

Rußland

1

0,0

0,0

50

Mazedonien

9

0,1

10

Gesamt englischsprachige Länder (Nr. 1–16)

10664

67,2

81,1

40

0,3

44,4

Gesamt andere Länder

2485

15,7

18,9

50

0,3

55,6

Fehlend

2714

17,1

15773

99,4

Gesamt

15863

100

15863

100

Tabelle 7: Erscheinungsländer englischsprachiger Artikel. ›f(a)‹ = Anzahl von Artikeln mit dem jeweiligen Erscheinungsland; ›%(a)‹ = prozentualer Anteil an der Gesamtheit der Artikel ›%-valid‹ = Anteil an der Gesamtheit tatsächlich vorhandener Einträge.

1. Erscheinungsland

2. Erscheinungsland

Erscheinungsland

f(a)

%(a)

%-valid

f(a)

%(a)

%-valid

1

Deutschland

3961

63,2

71,2

6

0,1

46,2

2

Österreich

808

12,9

14,5

5

0,1

38,5

3

Schweiz

315

5,0

5,7

4

Georgien

215

3,4

3,9

5

Australien

46

0,7

0,8

6

Slowakei

38

0,6

0,7

7

Spanien

24

0,4

0,4

8

Kroatien

22

0,4

0,4

9

Belgien

21

0,3

0,4

10

Ungarn

21

0,3

0,4

1

0,0

7,7

11

Italien

18

0,3

0,3

1

0,0

7,7

12

Niederlande

15

0,2

0,3

13

USA

15

0,2

0,3

14

Frankreich

11

0,2

0,2

15

Tschechische Republik

10

0,2

0,2

16

Dänemark

4

0,1

0,1

17

Finnland

3

0,0

0,1

18

Japan

3

0,0

0,1

19

Slowenien

3

0,0

0,1

20

Jugoslawien

3

0,0

0,1

21

Schweden

2

0,0

0,0

22

Bulgarien

1

0,0

0,0

23

Norwegen

1

0,0

0,0

24

Rumänien

1

0,0

0,0

25

Großbritannien

1

0,0

0,0

Gesamt deutschsprachige Länder (Nr. 1–4[28])

5299

84,5

95,3

11

0,2

84,6

Gesamt andere

263

4,2

4,7

2

0,0

15,4

Fehlend

706

11,3

6255

99,8

Gesamt

6268

100

6268

100

Tabelle 8: Erscheinungsländer deutschsprachiger Artikel. – Für Erläuterungen der Spaltentitel siehe Legende zu Tabelle 7.

Artikelsprache und Landessprache

Tabelle 9 zeigt die Verteilung von Artikeln einer bestimmten Sprache auf zwei Gruppen von Ländern: a) solche, in denen die Sprache eines Artikels (eine) offizielle Landessprache ist, und b) solche, in denen dies nicht der Fall ist. Angegeben sind jeweils die absoluten (f(a)) und relativen-prozentuierten Häufigkeiten (%(a)) der Artikelsprachen sowie die prozentualen Anteile dieser an der Menge der gültigen Angaben (%-valid).

Um der Übersichtlichkeit willen wurde jeweils nur das erste Erscheinungsland herangezogen. Der Anteil von Datensätzen, in denen ein zweites Erscheinungsland angegeben ist, an der Gesamtzahl aller Datensätze, die eine Sprachangabe enthalten, liegt mit einer Ausnahme unter 0,3%.[29]

Artikelsprache gleich Landessprache

Artikelsprache ungleich Landessprache

Sprache

f(a)

%(a)

%-valid

f(a)

%(a)

%-valid

Englisch

10664

67,2

81,1

2485

15,7

18,9

Französisch

1945

84,0

93,3

140

6,0

6,7

Deutsch

5299

84,5

95,3

263

4,2

4,7

Italienisch

1278

87,5

97,1

38

2,6

2,9

Spanisch

1566

95,3

98,2

28

1,7

1,8

Japanisch

529

89,8

99,1

5

0,9

0,9

Niederländisch

338

94,2

99,1

3

0,9

0,9

Kroatisch

588

96,7

99,5

3

0,5

0,5

Russisch

741

80,8

99,7

2

0,2

0,3

Ungarisch

442

96,9

99,8

1

0,2

0,2

Tabelle 9: Artikelsprache und Landessprache. – Für Erläuterungen der Spaltentitel siehe Legende zu Tabelle 7.

Die herausragende Rolle des Englischen wird daraus ersichtlich, daß nahezu einem Fünftel (=18,9%) aller berücksichtigten englischsprachigen Artikel mit bekanntem ersten Erscheinungsland nicht englischsprachige Erscheinungsländer zugeordnet sind.

Der Abstand zur nach diesem Kriterium zweitplazierten Sprache, dem Französischen, ist deutlich: Nur 6,7% aller berücksichtigten französischsprachigen Artikel mit bekanntem erstem Erscheinungsland stammen dem RILM zufolge aus nicht französischsprachigen Ländern.

Wie Tabelle 9 überdies zu entnehmen ist, hängt die Häufigkeit einer Sprache in anderssprachigen Kontexten tendenziell mit der Menge der Artikel gleicher Sprache zusammen, die das RILM enthält: Je weniger Artikel in einer bestimmten Sprache verzeichnet sind, desto geringer ist auch ihre Streuung über den Geltungsbereich dieser Sprache hinaus. Allerdings zeigen sich im Detail auch Abweichungen von dieser generellen Tendenz: so im Fall des Französischen, das in der Musikliteratur anderssprachiger Länder relativ gesehen häufiger verwendet wird als das mit mehr Artikeln vertretene Deutsche, sowie im Fall des Italienischen, das trotz einer geringeren Artikelzahl häufiger in anderssprachige Länder vordringt als das Spanische.

In Anbetracht von Fallzahlen von 5 und weniger kann das die Vorkommen von Artikeln mit anderssprachigem Erscheinungsland bei den in der unteren Tabellenhälfte gelisteten Sprachen vernachlässigt werden.

Anteil der in einem Land publizierten landessprachlichen Artikel an der Menge aller in diesem Land publizierten Artikel sowie an der Menge aller Artikel in der jeweiligen Landessprache.

Die Größe des Anteils landessprachlicher Artikel an der Zahl der in diesem Land publizierten Artikel liefert einen Hinweis auf den Grad der internationalen Ausrichtung der Musikpublizistik eines Landes.

Erscheinungsland

f(la)

f(a)

%(la an a)

f(sla)

%(la an sla)

Schweiz[30]

637

622

102,4

10045

6,3

Großbritannien

1291

1292

99,9

15823

8,2

Rußland

740

745

99,3

917

80,7

USA

8287

8354

99,2

15823

52,2

Japan

529

556

95,1

589

89,8

Österreich

813

881

92,3

6268

13,0

Deutschland

3966

4405

90,0

6268

63,3

Italien

1266

1413

89,6

1461

86,7

Kroatien

532

636

83,7

607

87,6

Spanien

1252

1599

78,3

1643

76,2

Frankreich

1377

1789

77,0

2316

59,5

Ungarn

442

636

69,5

456

96,9

Tabelle 10: Landessprachen und Erscheinungsländer der Artikel. ›f(la)‹ = Anzahl landessprachlicher Artikel mit Erscheinungsland x als 1. oder 2. Erscheinungsland; ›f(a)‹ = Anzahl von Artikeln mit Erscheinungsland x als 1. oder 2. Erscheinungsland; ›%(la an a)‹ = prozentualer Anteil der landessprachlichen Artikel mit Erscheinungsland x an der Menge aller Artikel mit diesem Erscheinungsland; ›f(sla)‹ = Anzahl der insgesamt in den Landessprachen der Erscheinungsländer publizierten Artikel; ›%(la an sla)‹ = prozentualer Anteil der landessprachlichen Artikel mit Erscheinungsland x an der Menge aller Artikel in der Landessprache. – Ein Datensatz kann bis zu vier Sprachangaben enthalten. Dies wirkt sich insbesondere bei dem Erscheinungsland Schweiz aus, bei dem die Sprachangaben 2–4 im Unterschied zu anderen Ländern nennenswerte Prozentsätze erreichen. Die Spalte ›f(a)‹ enthält die Summe der Zellwerte beider Erscheinungsland-Variablen. Eine Ausnahme bilden die Angaben für Deutschland und die USA. Sie sind jeweils um 1 niedriger als die Summe der Zellwerte beider Erscheinungsland-Variablen (siehe Tabelle 3), weil in jeweils einem Fall die Einträge beider Variablen übereinstimmen.

Ist der prozentuale Anteil musikbezogener Artikel in der Landessprache an der Gesamtzahl der für ein Land nachgewiesenen Artikel gering, kann angenommen werden, daß die Relevanz transnationaler wissenschaftlicher Diskurse für die Musikliteratur des betreffenden Landes hoch ist. Ein hoher Prozentsatz von Artikeln in der Landessprache läßt dagegen für sich genommen noch keine Hypothese über den Grad der internationalen Orientierung zu. Hier ist zusätzlich der Anteil der in einem Land publizierten landessprachlichen Artikel an der Gesamtzahl aller Artikel in der Landessprache ausschlaggebend.

Einige Beispiele: 99,3% aller verzeichneten Artikel mit dem Erscheinungsland Rußland sind in russischer Sprache verfaßt. Zugleich ist Rußland Erscheinungsland von 80,7% aller erfaßten Artikel in russischer Sprache. Die internationale Ausrichtung russischer Musikpublizistik erscheint demnach als verhältnismäßig gering ausgeprägt.

Ungarn dagegen bildet den Prototyp eines Landes, dessen Sprache in anderen Ländern wenig verbreitet ist und das seine Musikliteratur häufig in anderen Sprachen als der eigenen publiziert: 96,9% aller erfaßten Artikel in der Landessprache sind dem RILM zufolge in Ungarn erschienen, doch nur 69,5% der als ungarisch ausgewiesenen Artikel verwenden die ungarische Sprache.

Großbritannien schließlich zeigt mit einem Anteil von 99,9% englischsprachiger Artikel an der nationalen Artikelproduktion ein Höchstmaß an sprachlicher Homogenität, läßt zugleich aber mit nur 8,1% aller erfaßten Artikel in der Landessprache die Zugehörigkeit zu einer übergreifenden Sprachgemeinschaft erkennen.

Anteil englischsprachiger Artikel an der Zahl aller für ein Land nachgewiesenen Artikel

Die große Streuung des Englischen über die Länder hinaus, in denen es Landessprache ist, legt eine genauere Untersuchung des Stellenwertes nahe, den es in der Musikliteratur verschiedener Länder einnimmt.

Tabelle 11 zeigt die Häufigkeit englischsprachiger Artikel für die 12 Erscheinungsländer mit den höchsten Fallzahlen, sortiert nach dem prozentualen Anteil des Englischen an der Summe aller an einem Erscheinungsort publizierten Artikel.

Erscheinungsland

f(ea)

f(a)

%(ea von a)

f(s)

Rang

Großbritannien

1291

1292

99,9

4

1

USA

8287

8354

99,2

12

1

Schweiz

169

622

27,1

5

3

Ungarn

172

636

27

3

2

Frankreich

318

1789

17,8

7

2

Kroatien

65

636

10,2

9

2

Deutschland

433

4405

9,8

10

2

Spanien

144

1599

9,0

11

2

Österreich

68

881

7,7

4

2

Italien

107

1413

7,6

6

2

Japan

24

556

4,3

5

2

Rußland

1

745

0,1

4

3/4

Tabelle 11: Anteil englischsprachiger Artikel an der Zahl aller in einem Land publizierten Artikel. ›f(ea)‹ = Anzahl englischsprachiger Artikel mit Erscheinungsland x; ›f(a)‹ = Anzahl aller Artikel mit Erscheinungsland x als 1. oder 2. Erscheinungsland; ›%(ea von a)‹ = prozentualer Anteil englischsprachiger Artikel mit Erscheinungsland x an der Zahl aller Artikel mit diesem Erscheinungsland; ›f(s)‹ = Zahl der Sprachen der am Erscheinungsland x publizierten Artikel; ›Rang‹ = Rangplatz des Englischen unter den am Erscheinungsland x verwendeten Sprachen. – Die einzelnen Zellwerte summieren die Häufigkeiten in allen vier Sprachvariablen.

Bei Datensätzen mit Angabe eines Erscheinungslandes, in dem Englisch nicht Landessprache ist, wird die Sprache ›Englisch‹ am zweithäufigsten nach der jeweiligen Landessprache genannt – mit Ausnahme Rußlands (wo das Englische gleichauf mit dem Japanischen liegt) und der multilingualen Schweiz. Für 49 der 69 berücksichtigten Länder verzeichnet das RILM im Untersuchungszeitraum zumindest einen englischsprachigen Artikel. Dies entspricht einem Anteil von rund 71%.

Alle Artikel: Topics und Erscheinungsländer

Anzahl der Artikel pro ›Major Topic‹ im Vergleich Deutschland / USA

In die Zahl der einem ›Major Topic‹ zugeordneten Artikel fließen drei verschiedene Einflußgrößen mit ein: erstens die für alle Erscheinungsländer gleiche Extension eines Topics, zweitens die individuelle Kategorisierungspraxis der nationalen RILM-Redaktionen und drittens das von Land zu Land unterschiedliche Interesse, das einem Topic entgegengebracht wird.

Die Tabellen 12 und 13 zeigen die Verteilung von Artikeln mit den Erscheinungsländern USA bzw. Deutschland auf die 12 Hauptkategorien.

Major Topic: Hauptkategorie

f(p)

%(p)

f(a)

f(a:p)

1

Historische Musikwissenschaft

250

44,1

1975

7,9

2

Musikethnologie

210

37,0

1852

8,8

3

Klangquellen

129

22,8

1000

7,8

4

Musik und verwandte Disziplinen

190

33,5

952

5,0

5

Musik und andere Künste

167

29,5

669

4,0

6

Pädagogik

73

12,9

636

8,7

7

Theorie

91

16,0

486

5,3

8

Musik in Liturgie und Ritual

73

12,9

287

3,9

9

Referenz- und Forschungsmaterialien

94

16,6

284

3,0

10

Aufführungspraxis und Notation

70

12,4

173

2,5

11

Gesammelte Schriften

17

3,0

36

2,1

12

Universelle Perspektiven

2

0,4

2

1,0

Tabelle 12: ›Major Topics‹ in Periodika aus den USA, sortiert nach der Häufigkeit von Artikeln. ›f(p)‹ = Anzahl von Periodika, die Artikel zu dem jeweiligen Topic enthalten; ›%(p)‹ = prozentualer Anteil dieser Periodika an der Gesamtzahl aller Periodika mit Erscheinungsland USA; ›f(a)‹ = Anzahl von Artikeln zu dem jeweiligen Topic; ›f(a:p)‹ = Durchschnittliche Anzahl von Artikeln pro Periodikum. – Zwei Datensätze mit Erscheinungsland USA enthielten keine Angabe des ›Major Topics‹. Daher summieren sich die Zellhäufigkeiten dieser Spalte auf lediglich 8352.

Major Topic: Hauptkategorie

f(p)

%(p)

f(a)

f(a:p)

1

Historische Musikwissenschaft

158

59,6

1864

11,8

2

Klangquellen

68

25,7

551

8,1

3

Musik und verwandte Disziplinen

85

32,1

467

5,5

4

Musik und andere Künste

95

35,9

321

3,4

5

Theorie

57

21,5

319

5,6

6

Pädagogik

27

10,2

281

10,4

7

Referenz- und Forschungsmaterialien

54

20,4

200

3,7

8

Musikethnologie

41

15,5

167

4,1

9

Aufführungspraxis und Notation

47

17,,4

126

2,7

10

Musik in Liturgie und Ritual

31

11,7

86

2,8

11

Gesammelte Schriften

8

3,0

20

2,5

12

Universelle Perspektiven

2

0,8

3

1,5

Tabelle 13: ›Major Topics‹ in Periodika aus Deutschland, sortiert nach der Häufigkeit von Artikeln. – Für Erläuterungen der Spaltentitel siehe Legende zu Tabelle 12.

Zwischen den Topics der Artikel aus den USA und aus Deutschland gibt es ausgeprägte systematische Beziehungen, und zwar sowohl hinsichtlich der Korrelation der Häufigkeiten, mit denen die einzelnen Topics vorkommen (Produktmomentkorrelation r=0,715), als auch hinsichtlich der Korrelation der Rangreihen der Topics zwischen den Ländern (Rangkorrelation nach Spearman rs=0,818).

Trotz dieser hohen Übereinstimmungen bestehen Unterschiede, die im Rahmen eines korrelativen Ansatzes verdeckt bleiben, aber auf der Ebene der Prozentsätze deutlich werden. Sowohl in Deutschland als auch in den USA sind Arbeiten mit dem Topic ›Historische Musikwissenschaft‹ am häufigsten. Allerdings zeigen 42,3% der im RILM erfaßten Artikel aus Deutschland dieses Thema, hingegen nur 23,6% der Artikel aus den USA. Häufiger als in Deutschland sind in den USA vor allem Veröffentlichungen zum Topic Musikethnologie (3,8% versus 22,2% = Prozentsatzdifferenz 18,4%).

Gleichfalls relativ häufiger – wenngleich auch nur mit Prozentsatzdifferenzen von 1 bis 2% – sind Veröffentlichungen zu den Topics ›Musik in Liturgie und Ritual‹ und ›Pädagogik‹, während zu den Topics ›Theorie‹ und ›Referenz- und Forschungsmaterialien‹ in den USA ein wenig seltener publiziert wurde. Bei den anderen Topics liegen die Prozentsatzdifferenzen unter einem Prozent.

Zwischen der Anzahl der Periodika, die Artikel zu einem Topic veröffentlicht haben, der Anzahl insgesamt verzeichneter Artikel zu einem Topic und der Anzahl der durchschnittlich pro Periodikum genannten Artikel zu einem Topic bestehen sowohl für die USA als auch für Deutschland ausgeprägte korrelative Zusammenhänge.

f(a)

f(a:p)

f(a)

f(a:p)

f(p)

.914

.660

f(p)

.885

.602

f(a)

.816

f(a)

.778

Tabelle 14: Korrelationen zwischen der Anzahl an Periodika (f(p)) und Artikeln (f(a)), die zu den Topics veröffentlicht haben bzw. wurden, sowie den durchschnittlich pro Periodikum publizierten Artikeln zu den Topics (f(a:p)) für die USA (Spalte 1–3) und für Deutschland (Spalten 4–6).

Die deutlichen Korrelationen zwischen den entsprechenden Anzahlen an Periodika und Artikeln sind dabei trivial, da zu erwarten war, daß die Anzahl der publizierten Artikel mit der Anzahl der erfaßten Periodika zusammenhängt. Weniger trivial ist hingegen die Tatsache, daß diese Variablen auch mit dem Durchschnitt der pro Periodikum erfaßten Artikel zu den einzelnen Topics korrelieren: Je mehr Periodika und je mehr Artikel zu einem Major Topic verzeichnet sind, desto höher ist auch die durchschnittliche Anzahl der pro Periodikum erfaßten Artikel.

Die Tabellen 15 und 16 zeigen Ergebnisse von Regressionsanalysen zur Vorhersage der durchschnittlichen Anzahl an Artikeln, die pro Periodikum zu den einzelnen Topics veröffentlicht wurden. Als Prädiktoren fungieren in diesen Analysen zum einen die Anzahl der zu diesen Topics veröffentlichten Periodika und zum anderen die absolute Anzahl publizierter Artikel zu den 12 Topics. Insgesamt ist die Vorhersage aufgrund der absoluten Artikelzahl sowohl in den USA als auch in Deutschland erfolgreicher als die analoge Vorhersage aufgrund der Anzahl der Periodika, wie die Abweichungen zwischen den tatsächlichen und den vorhergesagten Durchschnittswerten für die Artikelanzahl pro Periodikum zu den Topics deutlich zeigen (vgl. die Spalten 6 und 8 der Tabellen 15 und 16). Vergleicht man die Vorhersagen zu den einzelnen kategorisierten Major Topics, so ist die Vorhersage für die durchschnittliche Artikelzahl pro Periodikum zum Topic Pädagogik am schlechtesten: Die tatsächlichen Durchschnittswerte zu diesem Topic werden mit Hilfe einer linearen Gleichung sowohl in Deutschland als auch in den USA stark unterschätzt.

Das hier im Mittelpunkt des Interesses stehende Topic ›Theorie‹ ist in Hinblick auf die Vorhersage der durchschnittlich pro Periodikum veröffentlichten Artikel im Kontext der anderen Topics recht unauffällig, d.h. die Residuen der Vorhersage (Abweichungen zwischen vorhergesagten und tatsächlichen Durchschnittswerten) liegen – ebenso wie die Anzahl der Periodika und Artikel zu diesem Topic – im mittleren Bereich, wobei die Vorhersagen für die USA die tatsächlichen Durchschnittswerte leicht unterschätzen und die Vorhersagen für Deutschland eine leichte Überschätzung der tatsächlichen Durchschnittswerte beinhalten. Insgesamt läßt sich für den Bereich ›Theorie‹ im Abgleich mit den anderen Topics – sowohl in Deutschland als auch in den USA – weder eine auffällige Spezialisierung (relativ wenige Journals mit jeweils relativ vielen Artikeln; Beispiel: ›Pädagogik‹) noch eine auffällige Diversifikation (relativ viele Journals mit jeweils relativ wenigen Artikeln; Beispiel: ›Musik und verwandte Disziplinen‹) noch gar eine generelle Schwerpunktbildung (relativ viele Journals mit jeweils relativ vielen Artikeln; Beispiel: ›Historische Musikwissenschaft‹) konstatieren.

Major Topic: Hauptkategorie

f(p)

f(a)

f(a:p)

Pre_f(p)

Res_f(p)

Pre_f(a)

Res_f(a)

Historische Musikwissenschaft

250

1975

7,90

8,19060

–0,2906

9,34116

–1,44116

Musikethnologie

210

1852

8,82

7,25529

1,56471

8,92432

–0,10432

Klangquellen

129

1000

7,75

5,36130

2,3887

6,03691

1,71309

Musik und verwandte Disziplinen

190

952

5,01

6,78764

–1,77764

5,87424

-0,86424

Musik und andere Künste

167

669

4,01

6,24984

–2,23984

4,91516

–0,90516

Pädagogik

73

636

8,71

4,05188

4,65812

4,80333

3,90667

Theorie

91

486

5,34

4,47276

0,86724

4,29498

1,04502

Musik in Liturgie und Ritual

73

287

3,93

4,05188

–0,12188

3,62058

0,30942

Referenz- und Forschungsmaterialien

94

284

3,02

4,54291

–1,52291

3,61041

–0,59041

Aufführungspraxis und Notation

70

173

2,47

3,98173

–1,51173

3,23423

–0,76423

Gesammelte Schriften

17

36

2,12

2,74245

–0,62245

2,76994

–0,64994

Universelle Perspektiven

2

2

1,00

2,39171

–1,39171

2,65472

–1,65472

Tabelle 15: Ergebnisse linearer Regressionsanalysen zur Vorhersage der durchschnittlich pro Periodikum zu einem Topic veröffentlichten Artikel in den USA. ›Pre_f(p)‹ = vorhergesagte Durchschnittswerte auf der Grundlage von f(p); ›Res_f(p)‹ = Residuen bei der Vorhersage aufgrund von f(p); ›Pre_f(a)‹ = vorhergesagte Durchschnittswerte auf der Grundlage von f(a); ›Res_f(a)‹ = Residuen bei der Vorhersage aufgrund von f(a).

Major Topic: Hauptkategorie

f(p)

f(a)

f(a:p)

Pre_f(p)

Res_f(p)

Pre_f(a)

Res_f(a)

Historische Musikwissenschaft

158

1864

11,80

9,91543

1,88457

12,83442

–1,03442

Musikethnologie

68

551

8,10

5,72192

2,37808

6,10876

1,99124

Klangquellen

85

467

5,49

6,51403

–1,02403

5,67848

–0,18848

Musik und verwandte Disziplinen

95

321

3,38

6,97997

–3,59997

4,93061

–1,55061

Musik und andere Künste

57

319

5,60

5,20938

0,39062

4,92037

0,67963

Pädagogik

27

281

10,41

3,81154

6,59846

4,72572

5,68428

Theorie

54

200

3,70

5,06959

–1,36959

4,31080

–0,61080

Musik in Liturgie und Ritual

41

167

4,07

4,46387

–0,39387

4,14177

–0,07177

Referenz- und Forschungsmaterialien

47

126

2,68

4,74343

–2,06343

3,93175

–1,25175

Aufführungspraxis und Notation

31

86

2,77

3,99792

–1,22792

3,72686

–0,95686

Gesammelte Schriften

8

20

2,50

2,92625

–0,42625

3,38878

–0,88878

Universelle Perspektiven

2

3

1,50

2,64668

–1,14668

3,30170

–1,8017

Tabelle 16: Ergebnisse linearer Regressionsanalysen zur Vorhersage der durchschnittlich pro Periodikum zu einem Topic veröffentlichten Artikel in Deutschland. – Für Erläuterungen der Spaltentitel siehe Legende zu Tabelle 15.

Ein Beispiel für Spezialisierung: Topic ›Musikpädagogik‹

Eine deutliche Abweichung von der linearen Tendenz des oben skizzierten Zusammenhanges findet sich beim Topic ›Pädagogik‹, das bei den absoluten Häufigkeiten einen Platz im Mittelfeld einnimmt, aber hinsichtlich der durchschnittlichen Artikelzahlen auf dem zweiten Platz steht.

Artikel zum Thema Pädagogik erhalten in den relativ wenigen Periodika, die zu diesem Thema publizieren, einen ähnlich großen Raum wie Artikel aus den Gebieten Musikethnologie und Historische Musikwissenschaft in den entsprechenden Periodika.

Tabelle 17 zeigt den Anteil pädagogischer Artikel an der Gesamtheit aller Artikel in denjenigen deutschen Periodika, die im Untersuchungszeitraum Beiträge zur Musikpädagogik enthielten.

f(apäd)

f(a)

%(apäd an a)

Musik & Bildung: Praxis Musikunterricht

131

154

85,1

Musik und Unterricht

41

66

62,1

Musikpädagogische Forschungsberichte

38

70

54,3

Positionen: Beiträge zur Neuen Musik

10

118

8,5

Das Orchester

7

255

2,7

Musiktheorie

6

88

6,8

Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft für mittelrheinische Musikgeschichte

5

19

26,3

Musikerziehung

5

7

71,4

Musica

4

48

8,3

Musik & Ästhetik

4

74

5,4

Musik in der Schule

4

14

28,6

Zeitschrift für Pädagogik und Theologie der Evangelischen Erzieher

4

5

80,0

European music journal

3

3

100,0

Bremer Jahrbuch für Musikkultur

2

49

4,1

Journal of the World Association for Symphonic Bands and Ensembles

2

42

4,8

Musik & Bildung: Praxis Musikerziehung

2

2

100

Musik in Baden-Württemberg

2

64

3,1

Neue Zeitschrift für Musik

2

210

1,0

Correspondenz: Mitteilungen der Robert-Schumann-Gesellschaft

1

7

14,3

Die Musikforschung

1

80

1,25

Engagement: Zeitschrift für Erziehung und Schule

1

1

100

Jahrbuch für Volksliedforschung

1

28

3,6

mr-Mitteilungen

1

16

6,3

Musik und Kirche

1

129

0,8

Oboe-Fagott

1

33

3,0

Rohrblatt

1

79

1,3

Schubert durch die Brille

1

84

1,2

Gesamt

281

1745

16,1

Tabelle 17: Anteile von Artikeln mit Major Topic ›Musikpädagogik‹ an der Gesamtzahl der für den Untersuchungszeitraum dokumentierten Artikel eines Periodikums. ›f(apäd)‹ = Anzahl von Artikeln mit Major Topic ›Musikpädagogik‹; ›f(a)‹ = Anzahl der insgesamt veröffentlichten Artikel; ›%(apäd an a)‹ = prozentualer Anteil von Artikeln mit Major Topic ›Musikpädagogik‹ an allen erfaßten Artikeln eines Periodikums.

Kaum überraschen dürfte, daß sich ein Schwerpunkt auf dem Gebiet ›Pädagogik‹ insbesondere bei den Zeitschriften zeigt, die schon qua Titel als musikpädagogisch ausgewiesen sind.[31]

Ein genaueres Bild nationaler Schwerpunktsetzungen ließe sich durch Auszählung der den einzelnen Subtopics zugeordneten Artikel gewinnen – ein Unterfangen, das den Umfang der vorliegenden Studie überstiege.

Musiktheoretische Artikel: Erscheinungsländer

Die absolute und prozentuierte relative Häufigkeit, mit der musiktheoretische Artikel einem bestimmten Erscheinungsland zugeordnet sind, wird durch Tabelle 18 veranschaulicht.

1. Erscheinungsland

2. Erscheinungsland

Erscheinungsland

f(ath)

%(ath)

%-valid

f(ath)

%(ath)

%-valid

1

USA

486

24,9

28,2

2

Deutschland

318

16,3

18,4

1

0,1

12,5

3

Frankreich

136

7,0

7,9

2

0,1

25,0

4

Niederlande

70

3,6

4,1

1

0,1

12,5

5

Italien

68

3,5

3,9

6

Großbritannien

65

3,3

3,8

7

Spanien

56

2,9

3,2

8

Polen

55

2,8

3,2

9

Schweiz

46

2,4

2,7

10

Jugoslawien

45

2,3

2,6

11

Japan

43

2,2

2,5

12

Österreich

42

2,2

2,4

1

0,1

12,5

13

Kanada

38

1,9

2,2

14

Brasilien

29

1,5

1,7

15

Georgien

28

1,4

1,6

16

Slowakei

23

1,2

1,3

17

Rußland

19

1,0

1,1

18

Dänemark

18

0,9

1,0

19

Finnland

17

0,9

1,0

20

Australien

15

0,8

0,9

21

Indien

3

0,2

37,5

22

Andere

108

6,0

6,5

Gesamt

1725

89,0

100

8

0,4

100

Fehlend

228

11,7

1945

99,6

Gesamt

1953

100

1953

100

Tabelle 18: Anzahl musiktheoretischer Artikel pro Erscheinungsland. ›f(ath)‹ = Anzahl von Artikeln mit Major Topic ›Theorie‹; ›%(ath)‹ = prozentualer Anteil musiktheoretischer Artikel mit Erscheinungsland x an der Gesamtmenge musiktheoretischer Artikel; ›%-valid‹ = prozentualer Anteil musiktheoretischer Artikel mit Erscheinungsland x an der Gesamtmenge musiktheoretischer Artikel mit einer Sprachangabe in der betreffenden Variable.

f(a)

%(a)

%-valid

f(ath)

%(ath)

%-valid

USA

8354

25,5

29,3

486

24,9

28,2

Deutschland

4405

13,4

15,4

318

16,3

18,4

Tabelle 19: Anteil der Artikel pro Erscheinungsland an der Summe aller Artikel, Anteil musiktheoretischer Artikel pro Erscheinungsland an der Summe aller musiktheoretischen Artikel. ›f(a)‹ = Häufigkeit von Artikeln mit dem jeweiligen Erscheinungsland als 1. oder 2. Erscheinungsland; ›%(a)‹ = prozentualer Anteil dieser Artikel an der Summe aller Artikel mit angegebenem 1. oder 2. Erscheinungsland; ›%-valid‹ = prozentualer Anteil musiktheoretischer Artikel an der Gesamtmenge musiktheoretischer Artikel mit einer Sprachangabe in der betreffenden Variable. – Für weitere Erläuterungen der Spaltentitel siehe Legende zu Tabelle 18.

Ein Vergleich der Prozentzahl, die den Anteil der Artikel eines Landes an der Gesamtheit aller Artikel bezeichnet, mit der Prozentzahl, die den Anteil der musiktheoretischen Artikel eines Landes an der Gesamtheit aller musiktheoretischen Artikel bezeichnet, ergibt, daß der relative Anteil musiktheoretischer Artikel in Deutschland leicht höher ist als in den USA.

Musiktheoretische Artikel: Sprachen

Tabelle 20 zeigt die absolute und die prozentuierte relative Häufigkeit des Vorkommens bestimmter Sprachangaben in den drei ersten Sprachvariablen der als musiktheoretisch ausgewiesenen Artikel. Die Kombination von vier Sprachangaben und Major Topic ›Theorie‹ kommt in den vorliegenden Datensätzen nicht vor.

1. Sprache

2. Sprache

3. Sprache

f(ath)

%(ath)

%-valid

f(ath)

%(ath)

%-valid

f(ath)

%(ath)

%-valid

Englisch

931

47,7

47,7

2

0,1

28,6

1

0,1

100

Deutsch

396

20,3

20,3

1

0,1

14,3

Französisch

160

8,2

8,2

2

0,1

28,6

Italienisch

78

4,0

4,0

Spanisch

74

3,8

3,8

Polnisch

49

2,5

2,5

Japanisch

44

2,3

2,3

Serbisch

42

2,2

2,2

Portugiesisch

32

1,6

1,6

Niederländisch

27

1,4

1,4

Russisch

25

1,3

1,3

Dänisch

18

0,9

0,9

Kroatisch

13

0,7

0,7

Finnisch

13

0,7

0,7

Slowenisch

12

0,6

0,6

Ungarisch

11

0,6

0,6

Andere

26

1,7

1,7

Walisisch

2

0,1

28,6

Gesamt

1951

99,9

99,9

7

0,4

100

100

Fehlend

2

0,1

0,1

1946

99,6

1952

99,9

Gesamt

1953

100

100

1953

100

1953

100

Tabelle 20: Absolute und prozentuierte-relative Häufigkeit musiktheoretischer Artikel pro Sprache. ›f(ath)‹ = Anzahl von Artikeln mit Major Topic ›Theorie‹; ›%(ath)‹ = prozentualer Anteil musiktheoretischer Artikel in der Sprache x an der Gesamtmenge musiktheoretischer Artikel; ›%-valid‹ = prozentualer Anteil musiktheoretischer Artikel an der Gesamtmenge musiktheoretischer Artikel mit einer Sprachangabe in der betreffenden Variable.

Musiktheoretische Artikel: Erscheinungsländer und Sprachen

Nachdem in Tabelle 11 bereits die Rolle der englischen Sprache für Artikel aller Major Topics beleuchtet wurde, ist nunmehr nach der Rolle des Englischen für Artikel zum Topic Musiktheorie zu fragen. Entsprechend zeigt Tabelle 21 die Verteilung der Gesamtmenge englischsprachiger musiktheoretischer Artikel auf die einzelnen Länder.

1. Erscheinungsland

2. Erscheinungsland

Erscheinungsland

f(aeth)

%(aeth)

%-valid

f(aeth)

%(aeth)

%-valid

1

USA

483

51,8

63

2

Großbritannien

65

7,0

8,5

3

Kanada

32

3,4

4,2

4

Australien

14

1,5

1,8

5

Indien

3

0,3

42,9

6

Wales

2

0,2

0,3

7

Südafrika

1

0,1

0,1

8

Niederlande

44

4,7

5,7

1

0,1

14,3

9

Deutschland

33

3,5

4,3

1

0,1

14,3

10

Schweiz

13

1,4

1,7

11

Frankreich

11

1,2

1,4

2

0,2

28,6

12

Jugoslawien

10

1,1

1,3

13

Österreich

9

1,0

1,2

14

Slowakei

7

0,8

0,9

15

Italien

6

0,6

0,8

16

Polen

5

0,5

0,7

17

Finnland

4

0,4

0,5

18

Ungarn

4

0,4

0,5

19

Rumänien

4

0,4

0,5

20

Spanien

4

0,4

0,5

21

Kroatien

3

0,3

0,4

22

Israel

3

0,3

0,4

23

Brasilien

2

0,2

0,3

24

Georgien

2

0,2

0,3

25

Japan

2

0,2

0,3

26

Niger

1

0,1

0,1

27

Portugal

1

0,1

0,1

28

Slowenien

1

0,1

0,1

29

Schweden

1

0,1

0,1

Gesamt englischsprachige Länder (Nr. 1–7)

597

64,0

77,8

3

0,3

42,9

Gesamt andere Länder

170

18,2

22,2

4

0,8

57,1

Fehlend

166

17,8

926

99,2

Gesamt

933

100

933

100

Tabelle 21: Häufigkeiten englischsprachiger musiktheoretischer Artikel pro Erscheinungsland. ›f(aeth)‹ = Anzahl englischsprachiger musiktheoretischer Artikel; ›%(aeth)‹; = prozentualer Anteil englischsprachiger musiktheoretischer Artikel mit Erscheinungsland x an der Summe englischsprachiger musiktheoretischer Artikel; ›%-valid‹ = prozentualer Anteil englischsprachiger musiktheoretischer Artikel an der Summe englischsprachiger musiktheoretischer Artikel mit bekanntem Erscheinungsland.

Auch in bezug auf die Variable ›Sprache‹ bietet es sich an, die Häufigkeiten aller Artikel mit denen der musiktheoretischen Artikel zu vergleichen.

1. Erscheinungsland

2. Erscheinungsland

Erscheinungsland

f(a)

%(a)

%-valid

f(a)

%(a)

%-valid

Gesamt englischsprachige Länder (Nr. 1–16)[32]

10664

67,2

81,1

40

0,3

44,4

Gesamt andere Länder

2485

15,7

18,9

50

0,3

55,6

Fehlend

2714

17,1

15773

99,4

Gesamt

15863

100

15863

100

Tabelle 22: Englischsprachige Artikel.

1. Erscheinungsland

2. Erscheinungsland

Erscheinungsland

f(aeth)

%(aeth)

%-valid

f(aeth)

%(aeth)

%-valid

Gesamt englischsprachige Länder (Nr. 1–7)[33]

597

64,0

77,8

3

0,3

42,9

Gesamt andere Länder

170

18,2

22,2

4

0,8

57,1

Fehlend

166

17,8

926

99,2

Gesamt

933

100

933

100

Tabelle 23: Englischsprachige musiktheoretische Artikel. – Für Erläuterungen der Spaltentitel siehe Legende zu Tabelle 21.

Die Tabellen 22 und 23 lassen erkennen, daß die Länderverteilung englischsprachiger musiktheoretischer Artikel sich von derjenigen aller englischsprachigen Artikel insofern unterscheidet, als englischsprachige musiktheoretische Artikel – relativ betrachtet – häufiger als die Gesamtheit aller englischsprachigen Artikel in nicht englischsprachigen Ländern erscheinen.

Wer nach den Gründen fragt, stößt zunächst auf den Umstand, daß der prozentuale Anteil von Artikeln aus den USA an beiden Textklassen annähernd gleich ist. Dagegen fehlen bei der Gruppe musiktheoretischer Artikel Beiträge von englischsprachigen Ländern wie Neuseeland, Irland oder Ghana. Auf der anderen Seite tragen Länder wie die Niederlande, Deutschland und Österreich einen höheren Anteil zur Menge musiktheoretischer englischsprachiger Artikel bei als zur Gesamtmenge englischsprachiger Artikel.

Die Vermutung liegt daher nahe, daß sich die musiktheoretische Publizistik nicht englischsprachiger Länder (insbesondere die der Niederlande, Deutschlands, Österreichs und der Schweiz) stärker an angelsächsischen Diskursen orientiert als andere Bereiche des Musikschrifttums dieser Länder.

Diese Vermutung wird durch eine analoge Untersuchung deutschsprachiger musiktheoretischer Artikel gestützt.

1. Erscheinungsland

2. Erscheinungsland

Erscheinungsland

f(adth)

%(adth)

%-valid

f(adth)

%(adth)

%valid

Deutschland

284

71,4

75,1

Österreich

32

8,0

8,5

1

0,3

100

Georgien

25

6,3

6,6

Schweiz

19

4,8

5,0

Slowakei

10

2,5

2,6

Australien

1

0,3

0,3

Dänemark

1

0,3

0,3

Frankreich

1

0,3

0,3

Ungarn

1

0,3

0,3

Japan

1

0,3

0,3

Niederlande

1

0,3

0,3

Spanien

1

0,3

0,3

USA

1

0,3

0,3

Gesamt deutschsprachige Länder (Nr. 1–4)

360

90,5

95,2

1

0,3

Gesamt andere Länder

18

4,5

4,8

100

Fehlend

20

5

397

99,7

Gesamt

398

100

398

100

Tabelle 24: Anzahl deutschsprachiger musiktheoretischer Artikel pro Erscheinungsland. ›f(adth)‹ = Anzahl deutschsprachiger musiktheoretischer Artikel; ›%(adth)‹ = prozentualer Anteil deutschsprachiger musiktheoretischer Artikel mit Erscheinungsland x an der Summe deutschsprachiger musiktheoretischer Artikel; ›%-valid‹ = prozentualer Anteil deutschsprachiger musiktheoretischer Artikel mit Erscheinungsland x an der Summe deutschsprachiger musiktheoretischer Artikel mit bekanntem Erscheinungsland.

1. Erscheinungsland

2. Erscheinungsland

Erscheinungsland

f(a)

%(a)

%-valid

f(a)

%(a)

%-valid

Gesamt deutschsprachige Länder (Nr. 1–4[34])

5299

84,5

95,3

11

0,2

84,6

Gesamt andere

263

4,2

4,7

2

0,0

15,4

Fehlend

706

11,3

6255

99,8

Gesamt

6268

100

6268

100

Tabelle 25: Deutschsprachige Artikel.

1. Erscheinungsland

2. Erscheinungsland

Erscheinungsland

f(adth)

%(adth)

%-valid

f(adth)

%(adth)

%-valid

Gesamt deutschsprachige Länder (Nr. 1–4)

360

90,5

95,2

1

0,3

100

Gesamt andere Länder

18

4,5

4,8

Fehlend

20

5,0

397

99,7

Gesamt

398

100

398

100

Tabelle 26: Deutschsprachige musiktheoretische Artikel. – Für Erläuterungen der Spaltentitel siehe Legende zu Tabelle 24.

Wie ein Vergleich der Tabellen 25 und 26 zeigt, entsprechen die Anteile deutschsprachiger musiktheoretischer Artikel aus deutschsprachigen Ländern an der Gesamtzahl deutschsprachiger musiktheoretischer Artikel sehr weitgehend den Anteilen deutschsprachiger Artikel aus deutschsprachigen Ländern an der Gesamtzahl deutschsprachiger Artikel. Anders als im Fall englischsprachiger Artikel läßt sich kein Unterschied zwischen musiktheoretischen und anderen Publikationen feststellen.

Eine weitere Perspektive auf das Verhältnis von Erscheinungsländern und Sprachen ergibt sich durch Untersuchung der Sprachen der einem bestimmten Erscheinungsland zugeordneten musiktheoretischen Artikel.

1. Erscheinungsland

Sprache

f(a)

%(a)

%-valid

Englisch

483

99,4

99,6

Deutsch

1

0,2

0,2

Portugiesisch

1

0,2

0,2

Gesamt

485

99,8

100

Fehlend

1

0,2

Gesamt

486

100

Tabelle 27: Sprachen musiktheoretischer Artikel aus den USA.

99,4% der 486 musiktheoretischen Artikel aus den USA zeigen die Sprachangabe ›Englisch‹. Bei einem Datensatz fehlt die Sprachangabe. Mehrfache Sprachangaben finden sich nicht.

1. Erscheinungsland

2. Erscheinungsland

Sprache

f(a)

%(a)

%-valid

f(a)

%(a)

%-valid

Deutsch

283

88,7

88,7

1

0,3

100

Englisch

34

10,7

10,7

Italienisch

2

0,6

0,6

Gesamt

319

100

100

1

0,3

100

Fehlend

318

99,7

Gesamt

319

100

100

319

100

Tabelle 28: Sprachen musiktheoretischer Artikel aus Deutschland.

Musiktheoretische Artikel mit Erscheinungsland Deutschland sind im Untersuchungszeitraum zu 88,7% mit der Sprachangabe Deutsch und zu 10,7% mit der Sprachangabe Englisch verzeichnet.[35]

Die im Hinblick auf die musiktheoretischen Artikel gewonnenen Resultate entsprechen weitgehend denjenigen, die sich für die Gesamtheit aller Artikel nachweisen ließen.

Musiktheoretische Artikel in nordamerikanischen und deutschen Periodika

Deutsch- wie englischsprachige musiktheoretische Beiträge erscheinen in Periodika verschiedenster Provenienz – im Fachblatt für Alte Musik ebenso wie im Journal für Blechbläser, im Komponisten-Jahrbuch ebenso wie in der musiktheoretischen Zeitschrift. Dabei steht keineswegs fest, daß musiktheoretisch ausgerichtete Zeitschriften auch den größten Beitrag zur Summe aller musiktheoretischen Artikel leisten.

Die folgende Untersuchung der musiktheoretisch relevantesten Periodika beschränkt sich auf diejenigen mit Erscheinungsland USA respektive Deutschland, für die durchschnittlich mindestens drei musiktheoretische Artikel pro Erscheinungsjahr nachgewiesen sind.

Periodikum

f(e)

f(a)

f(a:e)

f(mtop)

f(ath)

f(ath:ej)

%(ath an a)

1

Computer Music Journal

5

133

26,6

7

51

10,2

38,4

2

Organised Sound: An International Journal of Music Technology

4

75

18,8

6

39

9,8

52,0

3

Journal of Music Theory

5

54

10,8

6

43

8,6

79,6

4

Music Theory Spectrum

5

44

8,8

2

43

8,6

97,7

5

Computing and Musicology

1

23

23,0

6

7

7,0

30,4

6

Music Theory Online

5

61

12,2

8

30

6,0

49,2

7

In Theory Only

1

5

5,0

1

5

5,0

100

8

Journal of music in China

1

12

12,0

4

5

5,0

41,7

9

Studies in Penderecki

1

6

6,0

2

5

5,0

83,3

10

The Journal of Musicology

5

103

20,6

9

25

5,0

24,3

11

Perspectives of New Music

5

68

13,6

6

22

4,4

32,4

12

Intégral: The journal of applied musical thought

5

23

4,6

3

20

4,0

87,0

13

Theory and Practice

4

26

6,5

5

16

4,0

61,5

14

Indiana Theory Review

5

35

7,0

5

19

3,8

54,3

15

Annual Review in Jazz Studies

4

46

11,5

6

15

3,8

32,6

16

GAMUT: The journal of the Georgien Association of Music Theorists

2

14

7,0

3

7

3,5

50,0

17

19th-Century Music

5

66

13,2

6

16

3,2

24,2

18

Leonardo Music Journal: Journal of the International Society for the Arts, Sciences and Technology

5

56

11,2

7

16

3,2

28,6

19

Ex Tempore: A journal of compositional and theoretical research in music

5

29

5,8

3

15

3,0

51,7

20

Music theory: Explorations & applications

1

5

5,0

2

3

3,0

60,0

21

Sonus: A Journal of Investigations into Global Musical Possibilities

5

45

9,0

9

15

3,0

33,3

22

The American Journal of Semiotics

2

12

6,0

4

6

3,0

50,0

Tabelle 29: Periodika mit Erscheinungsland USA und mindestens drei musiktheoretischen Artikeln pro Erscheinungsjahr. ›f(e)‹ = Anzahl von Erscheinungsjahren; ›f(a)‹ = Anzahl für den Untersuchungszeitraum nachgewiesener Artikel; ›f(a:e)‹ = Durchschnittliche Anzahl von Artikeln pro Erscheinungsjahr; ›f(mtop)‹ = Anzahl verschiedener Major Topics; ›f(ath)‹ = Anzahl musiktheoretischer Artikel; ›f(ath:e)‹ = Durchschnittliche Anzahl musiktheoretischer Artikel pro Erscheinungsjahr; ›%(ath an a)‹ = prozentualer Anteil musiktheoretischer Artikel an allen Artikeln eines Periodikums.

Periodikum

f(e)

f(a)

f(a:e)

f(mtop)

f(ath)

f(ath:e)

%(ath an a)

1

Musiktheorie

5

88

17,6

8

45

9,0

51,1

2

Musica

2

49

24,5

6

17

8,5

34,7

3

Musik & Ästhetik

3

74

24,7

7

20

6,7

27,0

4

MusikTexte: Zeitschrift für Neue Musik

5

274

54,8

9

29

5,8

10,6

5

Positionen: Beiträge zur Neuen Musik

5

203

40,6

7

28

5,6

13,8

6

International Journal of Musicology

4

49

12,3

5

20

5,0

40,8

7

Die Musikforschung

5

116

23,2

9

21

4,2

18,1

8

Bruckner-Jahrbuch

2

32

16,0

4

8

4,0

25,0

9

Archiv für Musikwissenschaft

5

81

16,2

5

17

3,4

21,0

10

Musik-Konzepte

5

106

21,2

5

16

3,2

15,1

11

Dissonanz

2

35

17,5

5

6

3,0

17,1

12

Jahrbuch des Staatlichen Instituts für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz

5

63

12,6

6

15

3,0

23,8

Tabelle 30: Periodika mit Erscheinungsland Deutschland und mindestens drei musiktheoretischen Artikeln pro Erscheinungsjahr. – Für Erläuterungen der Spaltentitel siehe Legende zu Tabelle 29.

Die selektierten Periodika lassen sich nach inhaltlichen Schwerpunkten zusammenfassen:

Schwerpunkt

f(p)

f(a)

f(ath)

f(se)

f(se:p)

f(a:se)

f(a:p)

f(ath:p)

f(ath:se)

Technik / Neue Musik[36]

6

361

143

25

4,2

14,4

60,2

23,8

5,7

Musiktheorie[37]

9

267

186

33

3,7

8,1

29,7

20,7

5,6

Musikethnologie[38]

1

12

5

1

1,0

12,0

12,0

5,0

5,0

Neue Musik[39]

2

74

27

6

3,0

12,3

37,0

13,5

4,5

Musikwissenschaft[40]

2

169

41

10

5,0

16,9

84,5

20,5

4,1

Popularmusik[41]

1

46

15

4

4,0

11,5

46,0

15,0

3,8

Semiotik[42]

1

12

6

2

2,0

6,0

12,0

6,0

3,0

Gesamt

22

941

423

81

3,7

11,6

42,8

19,2

5,2

Tabelle 31: Schwerpunktbildungen bei den 22 nordamerikanischen Periodika mit mindestens drei musiktheoretischen Artikeln pro erfaßtem Erscheinungsjahr. ›f(p)‹ = Anzahl der Periodika mit dem jeweiligen Schwerpunkt; ›f(a)‹ = Anzahl der insgesamt für den Untersuchungszeitraum nachgewiesenen Artikel; ›f(ath)‹ = Anzahl musiktheoretischer Artikel; ›f(se)‹ = Anzahl der über die Periodika summierten erfaßten Erscheinungsjahre; ›f(se:p)‹ = Durchschnittliche Anzahl der erfaßten Erscheinungsjahren pro Periodikum; ›f(a:se)‹ = Durchschnittliche Anzahl von Artikeln pro erfaßtem Erscheinungsjahr; ›f(a:p)‹ = Durchschnittliche Anzahl der für den Untersuchungszeitraum nachgewiesenen Artikel pro Periodikum; ›f(ath:p)‹ = Durchschnittliche Anzahl musiktheoretischer Artikel pro Periodikum; ›f(ath:se)‹ = Durchschnittliche Anzahl musiktheoretischer Artikel pro erfaßtem Erscheinungsjahr.

Die Auswahl enthält sechs Zeitschriften mit inhaltlichen Schwerpunkten an der Schnittstelle von Technik (Computer, Klangsynthese, Studiotechnik) und Neuer Musik (insbesondere elektroakustische Musik, experimentelle Musik, elektronische Popularmusik). Unter den ausgewählten Periodika enthalten sie die meisten Artikel.

Die neun Periodika mit erklärtem Schwerpunkt Musiktheorie sind demgegenüber relativ klein. Was aber die Zahl der musiktheoretischen Artikel betrifft, nehmen sie noch vor den Zeitschriften mit Schwerpunkt Technik / Neue Musik den ersten Platz ein.

Schwerpunkt / Zs.-Titel

f(p)

f(a)

f(ath)

f(se)

f(se:p)

f(a:se)

f(a:p)

f(ath:p)

f(ath:se)

Musiktheorie

1

88

45

5

5,0

17,6

88,0

45,0

9,0

Musik & Ästhetik[43]

1

74

20

4

4,0

24,7

74,0

20,0

7,0

Neue Musik[44]

3

512

63

12

4,0

42,7

170,7

21,0

5,3

Musikwissenschaft[45]

6

390

98

23

3,8

17,0

65,0

16,3

4,3

Musik-Konzepte

1

106

16

5

5,0

21,2

106,0

16,0

3,2

Gesamt

12

1170

242

49

4,1

24,0

97,5

20,2

4,9

Tabelle 32: Schwerpunktbildungen bei den 12 deutschen Periodika mit mindestens drei musiktheoretischen Artikeln pro Erscheinungsjahr. – Für Erläuterungen der Spaltentitel siehe Legende zu Tabelle 31.

Die durchschnittliche Zahl der innerhalb des Untersuchungszeitraums dokumentierten Erscheinungsjahre liegt bei den amerikanischen Periodika mit 3,7 etwas niedriger als bei den deutschen, die im Durchschnitt über einen Zeitraum von 4,1 Jahren erfaßt wurden.

Die Summe nachgewiesener Artikel ist bei den 12 deutschen Periodika mit 1170 überraschenderweise höher als bei den 22 nordamerikanischen. Das Ausmaß der relativen Differenz wird deutlich, sobald man die durchschnittliche Zahl der Artikel pro Erscheinungsjahr berücksichtigt. Während für die deutschen Periodika durchschnittlich 24 Artikel pro Jahr nachgewiesen sind, liegt der entsprechende Jahresdurchschnitt bei den amerikanischen bei lediglich 11,6. Dem entspricht die durchschnittliche Anzahl der Artikel pro Periodikum: Sie beträgt 97,5 bei den deutschen Organen, aber nur 42,8 bei den amerikanischen.[46]

Die absolute Zahl musiktheoretischer Artikel beträgt bei den ausgewählten amerikanischen Periodika 423. Dies entspricht rund 45% der Gesamtzahl der Artikel in dieser Gruppe von Periodika. Dagegen bilden die 242 musiktheoretischen Artikel, die für die selektierte Gruppe deutscher Periodika verzeichnet sind, einen Anteil von lediglich 20,7%. Anders gesagt: Nordamerikanische Periodika, die die Bedingung erfüllen, mit wenigstens drei musiktheoretischen Artikeln pro Erscheinungsjahr erfaßt worden zu sein, enthalten einen deutlich geringeren Anteil nicht musiktheoretischer Beiträge als deutsche. Ihr Spezialisierungsgrad ist erheblich höher als der ihrer 12 deutschen Pendants.

Die geringere Spezialisierung der Periodika aus Deutschland korreliert mit einem geringeren Maß an Diversifizierung. Die Artikel verteilen sich hier auf lediglich 12 Organe, die sich zudem in deutlich weniger Kategorien differenzieren lassen. Zeitschriften mit den Schwerpunkten Technik / Neue Musik, Musikethnologie, Popularmusik und Semiotik fehlen in der Auswahl gänzlich.

Zur Subkategorisierung des Major Topic ›Theorie‹ in ausgewählten deutschen und nordamerikanischen Periodika

Die im Zuge der Untersuchung thematischer Schwerpunkte sichtbar gewordenen Eigenheiten musiktheoretischer Publizistik in den USA und in Deutschland lassen sich anhand einer Analyse der Häufigkeiten von Artikeln zu den Subkategorien der Hauptkategorie ›Theorie, Analyse und Komposition‹ näher bestimmen.

USA

Deutschland

Andere Länder

Major Topic ›Theorie, Analyse und Komposition‹

f(a)

%(a)

f(a)

%(a)

f(a)

%(a)

Computer und elektronische Komposition

77

15,8

13

4,1

101

8,8

Form und Gattung

39

8,0

37

11,6

99

8,6

Harmonik, Kontrapunkt, Stimmführung

94

19,3

40

12,5

175

15,2

Melodik und Motivik

21

4,3

13

4,1

50

4,4

Rhythmus, Metrum, Tempo

23

4,7

12

3,8

76

6,6

Klangfarbe, Textur, Register

7

1,4

14

4,4

38

3,3

Strukturanalyse

76

15,6

47

14,7

126

11,0

Stilanalyse

72

14,8

96

30,1

262

22,8

Theorie, allgemein

52

10,7

29

9,1

145

12,6

Stimmung, Temperatur, Skalenstruktur

25

5,1

18

5,6

76

6,6

Gesamt

486

100

319

100

1148

100

Tabelle 33: Häufigkeit von Artikeln pro musiktheoretischem Subtopic. ›f(a)‹ = Anzahl von Artikeln; ›%(a)‹ = prozentualer Anteil von Artikeln mit Major Topic x an der Summe musiktheoretischer Artikel mit Erscheinungsland y.

Wie Tabelle 34 zu entnehmen ist, bestehen von Land zu Land teils erhebliche Prozentsatzdifferenzen zwischen den Besetzungen der einzelnen Subtopics:

Major Topic ›Theorie, Analyse und Komposition‹

D-USA

D-Andere

USA-Andere

Computer und elektronische Komposition

–11,7

–4,7

7,0

Form und Gattung

3,6

3,0

–0,6

Harmonik, Kontrapunkt, Stimmführung

–6,8

–2,7

4,1

Melodik und Motivik

–0,2

–0,3

–0,1

Rhythmus, Metrum, Tempo

–0,9

–2,8

–1,9

Klangfarbe, Textur, Register

3,0

1,1

–1,9

Strukturanalyse

–0,9

3,7

–4,6

Stilanalyse

15,3

7,3

–8,0

Theorie, allgemein

–1,6

–3,5

–1,9

Stimmung, Temperatur, Skalenstruktur

0,5

–1,0

–1,5

Tabelle 34: Prozentsatzdifferenzen zwischen den Besetzungen der einzelnen Subtopics der Hauptkategorie ›Theorie, Analyse und Komposition‹. »Major Topic = ›Computer und elektronische Komposition‹, D-USA = -11,70« lies folgendermaßen: »Der prozentuale Anteil in Deutschland erschienener Artikel zum Major Topic ›Computer und elektronische Komposition‹ an allen in Deutschland erschienenen Artikeln liegt um 11,7% niedriger als der prozentuale Anteil in den USA erschienener Artikel zum selben Topic an allen in den USA erschienenen Artikeln«.

Die größten Prozentsatzdifferenzen zwischen Deutschland und den USA finden sich bei den Topics ›Computer und elektronische Komposition‹ und ›Stilanalyse‹. Zu letzterem sind für Deutschland anteilig mehr als doppelt so viele Artikel nachgewiesen wie für die USA. Umgekehrt ist der Anteil, den Artikel zum Gebiet ›Computer und elektronische Komposition‹ an der Gesamtzahl aller musiktheoretischen Artikel einnehmen, in den USA mehr als dreimal so groß wie in Deutschland.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Rangkorrelation der Häufigkeitsbesetzung der Subtopics zwischen Deutschland, den USA und anderen Erscheinungsländern.

USA

Andere Orte

Deutschland

.547

.738

USA

.851

Tabelle 35: Rangkorrelationen der Häufigkeitsbesetzung der Subtopics zwischen Deutschland, den USA und anderen Erscheinungsländern.

Bezogen auf die Rangreihen der Häufigkeiten besteht zwischen Deutschland und den USA die geringste Korrelation. Die Korrelationen der Rangreihen zwischen den Häufigkeiten der Besetzung der einzelnen Subtopics sind zwischen Deutschland und anderen Erscheinungsländern sowie zwischen den USA und anderen Erscheinungsländern wesentlich höher.

Analoge Ergebnisse ergeben sich auch für die Produktmomentkorrelationen der absoluten Häufigkeiten der Besetzung der Subtopics zwischen den drei Vergleichsgruppen.

USA

Andere Orte

Deutschland

.545

.907

USA

.742

Tabelle 36: Produktmomentkorrelationen der absoluten Häufigkeiten des Vorkommens der Subtopics zwischen Deutschland, den USA und anderen Erscheinungsländern.

Zusammenfassung und Diskussion

Länder und Sprachen

Im folgenden seien die wichtigsten Resultate der Auswertung knapp zusammengefaßt. Ausdrücklich hinzuweisen ist dabei auf den Umstand, daß aufgrund der Unmöglichkeit, die Erfassungspraxis des RILM zu evaluieren, sich alle hier getroffenen Aussagen nicht auf reale Verhältnisse, sondern nur auf deren Repräsentation im RILM beziehen können.

Für den Zeitraum 1995–99 verzeichnet das RILM 32759 musikbezogene Artikel aus 69 Ländern und in 47 Sprachen. Die Verteilung dieser Artikel auf Länder und Sprachen ist außerordentlich ungleich. Rund zwei Drittel (66,3%) stammen aus weniger als einem Sechstel (10=14,5%) der Länder, die in der Grundgesamtheit vorkommen. Die Reihe der sechs produktivsten Länder wird von den USA angeführt (8345=25,5% aller verzeichneten ersten Erscheinungsländer); es folgen Deutschland (4405=13,4%), Frankreich (1786=6,3%), Spanien (1599=4,9%), Italien (1412=4,3%) und Großbritannien (1282=3,9%). Noch heterogener ist die Verteilung der Sprachen. Wiederum rund zwei Drittel aller ausgewählten Artikel (22131=66,7%) sind dem RILM zufolge in englischer (15863=47,8%) oder deutscher (6268=19,1%) Sprache verfaßt, verwenden also lediglich weniger als ein Zwanzigstel der insgesamt vorkommenden Sprachen.

Als Sprache des internationalen wissenschaftlichen Diskurses ist das Englische über die Grenzen englischsprachiger Länder hinaus von eminenter Bedeutung. Dies gilt bis zu einem gewissen Grad auch für die Musikliteratur. 18,9% aller erfaßten englischsprachigen Artikel mit bekanntem erstem Erscheinungsland wurden in nicht englischsprachigen Ländern veröffentlicht. Das Englische war in jedem Land mit Ausnahme Rußlands die nach der/den jeweiligen Landessprache(n) am häufigsten gebrauchte (erste) Sprache. Für 49 der insgesamt 69 berücksichtigten Länder (71%) ist zumindest ein englischsprachiger Artikel verzeichnet.

Der Anteil landessprachlicher Artikel an der Gesamtheit aller in einem Land veröffentlichten Artikel kann in Verbindung mit dem Anteil landessprachlicher Artikel an der Gesamtheit aller überhaupt in dieser Sprache publizierten Artikel Hinweise geben auf den Grad der Partizipation der Wissenschaft eines Landes an transnationalen Diskursen. Dieser Partizipationsgrad ist vermutlich um so niedriger, je weniger fremdsprachige Artikel innerhalb eines Landes publiziert werden und je weniger die Literaturen anderer Länder von der Sprache des betreffenden Landes Gebrauch machen. Ein hoher Partizipationsgrad kann dagegen angenommen werden, wenn entweder die Musikliteratur eines Landes einen hohen Anteil fremdsprachiger Texte enthält oder die Landessprache in vielen Publikationen anderer Länder Verwendung findet.

Deutschland liegt in beiderlei Hinsicht im Mittelfeld: Erstens enthält seine Musikliteratur einen niedrigeren Anteil fremdsprachiger Artikel als diejenige Ungarns oder Frankreichs, aber einen höheren als diejenige Großbritanniens oder Russlands, zweitens wird das Deutsche häufiger außerhalb der Grenzen Deutschlands verwendet als etwa das Japanische außerhalb der Grenzen Japans, aber deutlich weniger häufig als das Englische außerhalb derer Nordamerikas.

Thematische Profile

Das RILM verzeichnet im Prinzip für jeden Datensatz ein ›Major Topic‹: eine musikwissenschaftliche Teildisziplin, ein Sachgebiet oder eine Textgattung. In der Verteilung nordamerikanischer und deutscher Artikel auf die einzelnen Topics zeigen sich deutliche Übereinstimmungen, aber auch bezeichnende Unterschiede. So steht die Historische Musikwissenschaft in Deutschland ebenso wie in den USA an erster Stelle der Rangliste. Während jedoch in Deutschland der Anteil musikhistorischer Artikel an der Gesamtheit aller verzeichneten Artikel bei 42,3% liegt, beträgt der entsprechende Anteil in den USA lediglich 23,6%.

Unter den Topics, denen in den USA ein höherer Stellenwert beigemessen wird als in Deutschland[47], ragt die Musikethnologie deutlich heraus. Die hohe Prozentsatzdifferenz von 18,4% ist zu einem Großteil auf den extrem unterschiedlichen Stellenwert zurückzuführen, den Popularmusik in der wissenschaftlichen Musikliteratur beider Länder einnimmt. Nur 42 der 1281 Artikel, die das RILM im Untersuchungszeitraum zu den Subtopics ›Musikethnologie – Jazz und Blues‹ und ›Musikethnologie – Jazz, Pop, Rock‹ verzeichnet, stammen aus Deutschland, 965 hingegen aus den USA.

Ein Vergleich der Subtopics, denen sich die musiktheoretischen Artikel der am stärksten musiktheoretisch ausgerichteten amerikanischen und deutschen Zeitschriften widmen[48], zeigt bei ›Melodik und Motivik‹, ›Rhythmus, Metrum, Tempo‹, ›Strukturanalyse‹, ›Theorie, allgemein‹ und ›Stimmung, Temperatur, Skalenstruktur‹ ähnliche Schwerpunktsetzungen (maximal 1,6% Prozentsatzdifferenz). Das Erscheinungsland Deutschland zeigt einen deutlich größeren Schwerpunkt auf dem Topic ›Stilanalyse‹ (15,3% Prozentsatzdifferenz), einen etwas größeren auf den Topics ›Form und Gattung‹ (3,6% Prozentsatzdifferenz) und ›Klangfarbe, Textur, Register‹ (3,0% Prozentsatzdifferenz). Für die USA dagegen sind deutlich mehr Artikel zu den Topics ›Computer und elektronische Komposition‹ (11,7% Prozentsatzdifferenz) und ›Harmonik, Kontrapunkt, Stimmführung‹ (6,8% Prozentsatzdifferenz) verzeichnet.

Musiktheorie in den USA

Die naheliegende Vermutung, die Emanzipation des Fachs ›Music Theory‹ vom Fach ›Musicology‹ habe zu einer Erhöhung des Anteils musiktheoretischer Publikationen an der nordamerikanischen Musikliteratur geführt, ließ sich im Rahmen der vorliegenden Untersuchung nicht überprüfen. Sicher aber ist, daß ungeachtet der akademischen Professionalisierung, die das Fach in den USA kennzeichnet, der relative Anteil musiktheoretischer Artikel an der Gesamtheit nordamerikanischer Artikel mit 5,8% um 1,4% niedriger liegt als der Anteil musiktheoretischer Artikel an der Gesamtheit deutscher Artikel.

Zugleich scheint der Einfluß nordamerikanischer Musiktheorie auf die Musikforschung nicht englischsprachiger Länder größer zu sein als derjenige der nordamerikanischen Musikforschung insgesamt. Dafür spricht, daß englischsprachige Artikel zur Musiktheorie relativ häufiger in nicht englischsprachigen Ländern erscheinen als solche mit anderen Themenstellungen. Dies kann mit der besonderen Profilierung amerikanischer Musiktheorie und der gleichzeitigen Unterrepräsentation genuin musiktheoretischer Themen in der Fachliteratur insbesondere der genannten europäischen Länder erklärt werden.

Periodika

Wie viele musiktheoretische Artikel die Periodika, für die Artikel zur Musiktheorie nachgewiesen sind, laut RILM durchschnittlich enthalten, läßt sich im Kontext der anderen Topics recht zuverlässig durch die absolute Anzahl der musiktheoretischen Artikel und die Anzahl der Periodika mit musiktheoretischen Beiträgen vorhersagen: Die amerikanischen Periodika enthalten im Durchschnitt etwas mehr, die deutschen etwas weniger musiktheoretische Artikel, als zu erwarten gewesen wäre. Eine deutliche Spezialisierung wie im Fall von ›Pädagogik‹ (relativ wenige Journals mit jeweils relativ vielen Artikeln zum jeweiligen Topic), läßt sich ebensowenig feststellen wie eine auffällige Diversifikation (relativ viele Journals mit jeweils relativ wenigen Artikeln) oder eine generelle Schwerpunktbildung (relativ viele Journals mit jeweils relativ vielen Artikeln).

Beschränkt man allerdings die Untersuchung auf diejenigen Periodika, die innerhalb des Untersuchungszeitraums mit mindestens drei musiktheoretischen Artikeln pro Erscheinungsjahr im RILM vertreten sind, zeigt sich ein deutlich anderes Bild.

Die 12 Periodika aus Deutschland, die das genannte Kriterium erfüllen, enthalten insgesamt 1170 Artikel, die 22 Periodika aus den USA dagegen lediglich 941.[49] Allerdings ist die Anzahl musiktheoretischer Artikel in den ausgewählten nordamerikanischen Periodika annähernd doppelt so hoch wie die in ihren deutschen Pendants (423:242). Demnach haben nahezu die Hälfte (45%) der Artikel, die das RILM für die ausgewählten nordamerikanischen Periodika verzeichnet, ein musiktheoretisches Thema, während der Anteil musiktheoretischer Artikel in den entsprechenden deutschen Periodika bloß ein gutes Fünftel (21%) beträgt.

Extreme Unterschiede im Vergleich beider Länder zeigen sich hinsichtlich der Anzahl musiktheoretischer Zeitschriften an der Gesamtmenge der ausgewählten Periodika. Nicht weniger als neun amerikanische musiktheoretische Journals, aber nur eine einzige deutsche musiktheoretische Zeitschrift genügen der Bedingung, mit wenigstens drei musiktheoretischen Artikeln pro Erscheinungsjahr verzeichnet zu sein.[50] Dem entspricht die Tatsache, daß das RILM 186 der 423 ausgewählten nordamerikanischen Artikel zur Musiktheorie (44,0%) explizit musiktheoretischen Zeitschriften zuordnet, aber nur 45 der 242 deutschen (18,6%).

Auch der Anteil musiktheoretischer Artikel an der Gesamtmenge der von einer Zeitschrift publizierten Artikel erweist sich im Ländervergleich als unterschiedlich: Durchschnittlich 69,7% aller Artikel, die das RILM amerikanischen musiktheoretischen Zeitschriften zuschreibt, weisen eine musiktheoretische Themenstellung auf, während die deutsche Zeitschrift Musiktheorie hier nur auf einen Anteil von 51,1% kommt.

Die relativ hohe Anzahl nordamerikanischer Periodika mit erklärtem musiktheoretischem Schwerpunkt geht freilich mit einer im Jahresdurchschnitt erheblich geringeren Anzahl an Artikeln einher, als sie das RILM etwa bei Zeitschriften mit den Schwerpunkten ›Technik / Neue Musik‹ oder ›Musikwissenschaft‹ verzeichnet. Auch im Vergleich zur deutschen Zeitschrift Musiktheorie zeigt sich ein deutlicher Unterschied: Dem RILM zufolge publizieren die amerikanischen musiktheoretischen Zeitschriften pro Erscheinungsjahr durchschnittlich 5,6 musiktheoretische Artikel, die Musiktheorie dagegen immerhin neun.

Der Spezialisierungsgrad der 22 amerikanischen Periodika, die mit mindestens drei musiktheoretischen Artikeln pro Erscheinungsjahr im RILM repräsentiert sind, ist demnach erheblich höher als derjenige ihrer 12 deutschen Pendants. Dabei korreliert die geringere Spezialisierung der deutschen Periodika mit einem geringeren Maß an Diversifizierung. Die ausgewählten amerikanischen Periodika lassen sich sieben inhaltlichen Kategorien zuordnen, die deutschen lediglich dreien, wobei sich zwei Periodika gegen eine klare Kategorisierung sperren bzw. einer je eigenen Kategorie zugehören. Periodika mit den Schwerpunkten ›Technik / Neue Musik‹, ›Musikethnologie‹, ›Popularmusik‹ und ›Semiotik‹ fehlen in der Auswahl gänzlich.

Zum Schluß

Die Ergebnisse dieser Studie liefern eine erste Skizze; sie wären in mehrfacher Hinsicht zu ergänzen. Zum einen beschränkt sich die Diskussion des Inhalts einzelner Tabellen in den meisten Fällen auf einige herausragende Sachverhalte. Etliche Resultate böten Stoff zu detaillierterer Besprechung; eine weiterführende Interpretation hätte zudem auch auf die fach- und institutionengeschichtlichen Zusammenhänge einzugehen, auf die sie verweisen. Zum anderen signalisiert so manches Ergebnis weiteren Forschungsbedarf. Was es etwa konkret bedeutet, daß nur rund die Hälfte der Beiträge, die die Musiktheorie publiziert, als ›musiktheoretisch‹ rubriziert ist, ließe sich erst durch eine gezielte inhaltsanalytische Untersuchung der Veröffentlichungspraxis dieser und anderer Zeitschriften, aber auch der Auswertungskriterien des RILM beleuchten. Zu diskutieren wäre schließlich auch die Relevanz der Daten etwa im Hinblick auf die aktuelle und künftige Situation des Fachs Musiktheorie an deutschen Hochschulen und Universitäten.

Anmerkungen

1

Weiler 2005, 1.

2

Humboldt-Stiftung 2004.

3

Ebd.

4

Siehe etwa die »Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities«.

5

›International Association of Music Libraries, Archives, and Documentation Centres‹.

6

Vgl. RILM Richtlinien, Revision 2002.

7

Die einzelnen Kategorien: Abstract, Aliases/Synonyms, Author Source, Author/Name, Collection, Conference, Database, Dissertation Number, Index Terms, Institutional Author, Instrument Location, Instrument Maker, Instrument Name, Instrument Place, Instrument Year, Publisher Department, ISMN, ISBN, ISSN, Journal, Language, Library of Congress Number, Major Topic, Notes, Publication Place, Publication Type, Publication Year, Record ID, Recording Group, Review Author, Reviews, RILM Record ID, Series, Siblings, Source, Sponsor, Summary Language, Temporary Record ID, Title, Translated Title, URL.

8

RILM Richtlinien, Revision 2002.

9

Ebd.

10

Vgl. Brook 1967, 1969; Staral 1999b.

11

Vgl. Staral 1999a, Green 2000, Pfeffer 2004.

12

Die Periodika in vollständiger Aufzählung: Acta Musicologica; Gitarre & Laute; Händel-Jahrbuch; Jahrbuch des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg; Die Musikforschung; Musik und Kirche; Positionen; Weimarer Beiträge. – Das Mirakel erklärt sich durch die unmittelbare Nachbarschaft der Namen ›Georgia‹ und ›Germany‹ auf der alphabetisch geordneten Länderliste.

13

Der Angabe Early Music America 2/1 (1996), 16–23 wurde der Name des unabhängigen Journals Lute Society of America. Quarterly angehängt. Der 2. Erscheinungsort ist demzufolge als der 1. Erscheinungsort des zweiten Journals zu verstehen. Ob es sich hier tatsächlich um eine Doppelpublikation handelt, konnte nicht geklärt werden. Die Liste der vergangenen Ausgaben des Journal of the Lute Society of America (http://www.cs.dartmouth.edu/~lsa/publications/JLSA-Index.html) enthält keinen Hinweis auf den Artikel, und auf der Homepage des Autors (http://cblanchard.web.wesleyan.edu/wakes.htm) wird allein Early Music America als Quelle genannt.

14

In diesem Fall erscheint ›Germany‹ als erster und zweiter Erscheinungsort. Wie der Webseite der Hans-Pfitzner-Gesellschaft zu entnehmen ist (http://www.pfitzner-gesellschaft.de/index06a.htm), liegt hier eine echte Doppelpublikation vor. Die bibliographischen Angaben beziehen sich auf die Publikation in den Mitteilungen der Hans-Pfitzner-Gesellschaft [55 (1995), 33–41], nicht auf die des Jahrbuchs der Bayerischen Akademie der schönen Künste [8, (1995), 63–72.

15

Der Verleger ›MIT Press‹ ist ebensowenig in Frankreich ansässig wie das ›Online Computer Library Center (OCLC)‹, der Anbieter der elektronischen Version des Computer Music Journal. – Die ungewöhnliche Kombination von ›Niger‹ als erstem und den ›Niederlanden‹ als zweitem Erscheinungsort (16 Fälle in der Grundgesamtheit) betrifft ausnahmslos das Journal Oideion. The Performing Arts World-Wide, und zwar die von Wim van Zanten and Marjolein van Roon in Leiden herausgegebene Sonderausgabe 2 (1995) zum Thema Ethnomusicology in the Netherlands; Present Situations and Traces of the Past (Von einem Erscheinungsort Niger ist auf der Website der Zeitschrift an keiner Stelle die Rede (http://www.iias.nl/oideion/menu/colophon.html).

16

Die betreffenden Aufsätze wurden über den Dokumentenlieferdienst ›subito‹ bezogen und einzeln geprüft.

17

Vgl. etwa die irrtümlich als englischsprachig rubrizierte RILM Record-ID 1997-14425-ap (Claus Raab, »Von Ankunft und Aufbruch [...]«, Die Musikforschung 50 (1997), 47–73).

18

Z.B. das besonders hübsche Jahrbuch fur Olksliedforschung.

19

Siehe unten.

20

Da bei der Eingabe längerer Zeichenketten theoretisch unendlich viele Fehlermöglichkeiten bestehen, müßte eine Suche nach Varianten und Doubletten bei Zeitschriften- und Artikeltiteln manuell durchgeführt werden. Der zur manuellen Auswertung von rund 2.500 Periodika und 32.000 Artikeln erforderliche Arbeitsaufwand war im Rahmen dieser Studie nicht zu leisten.

21

Im einzelnen: 717 mal ›book: periodical as a whole; bp‹, 14 mal ›book of symposium proceedings or a congress report; bs‹, 3 mal ›book of essays printed as a Festschrift; be‹, 8 mal ›book of collected essays, letters or documents; bc‹.

22

Im einzelnen: 1 mal 1987, 1 mal 1990, 2 mal 1991, 1 mal 1992, 2 mal 1993, 7 mal 1994, 7 mal 2002, 6 mal 001, 144 mal 2000.

23

Für genaue Informationen zu den angegebenen Sprachkombinationen und zu den Erscheinungsorten von Artikeln mit mehr als einer Sprache siehe Appendix.

24

RILM Richtlinien, Revision 2002.

25

Hier wie im folgenden werden ›Major Topics‹ in deutscher Übersetzung genannt.

26

Es sei denn, der Artikel beschäftigte sich mit ›Gesammelten Schriften‹ welches Autors auch immer.

27

Daß ein Buch angezeigt wird, wo nach einem Artikel gesucht wurde, kann damit erklärt werden, daß ein Datensatz, der sich auf eine Sammelpublikation bezieht, neben den bibliographischen Daten der Publikation selbst auch Angaben zu allen Artikeln umfaßt, die sie enthält.

28

Die Zählung von Georgien als deutschsprachiges Land korrigiert einen systematisch auftretenden Fehler des RILM.

29

Die Gründe für das vergleichsweise häufige Vorkommen zweiter Erscheinungsorte bei als englischsprachig rubrizierten Artikeln (0,6%) wurden bereits oben diskutiert.

30

Als »landessprachlich» gelten Artikel in deutscher, französischer und italienischer Sprache.

31

Musik & Bildung: Praxis Musikunterricht, Musik und Unterricht und Musikpädagogische Forschungsberichte sowie – angesichts der geringen Artikelzahl mit Abstrichen – die Periodika Musikerziehung, Musik in der Schule und Zeitschrift für Pädagogik und Theologie der Evangelischen Erzieher.

32

Siehe Tabelle 7.

33

Siehe Tabelle 21.

34

Die Zählung von Georgien als deutschsprachiges Land korrigiert einen systematisch auftretenden Fehler des RILM.

35

3 der 34 als englischsprachig bezeichneten Artikel sind freilich de facto in deutscher Sprache publiziert worden. (Georgescu, Corneliu Dan (1997) »Die Tonhöhensysteme: Anwendung an der rumänischen traditionellen Musik«, Jahrbuch für Musikalische Volks- und Völkerkunde 16, 93-120. – Schütz, Hannes (1997), »Wiedergeburt der Ars subtilior? Eine Analyse von György Ligetis Klavieretüde Nr. 2 Cordes vides«, Die Musikforschung 50/2m 205-214. – Wessel, Matthias (1997), »Ludwig van Beethovens Fantasie für Klavier opus 77: Bekräftigung und Überwindung einer abgesunkenen Gattung«, Musiktheorie 12 / 3, 197-215). Am Rande sei bemerkt, daß es sich einem der zwei italienischsprachigen Artikel um einen historischen Quellentext handelt (Galeazzi, Francesco (1998), »I principali caratteri dei toni moderni / Die hauptsächlichen Eigenschaften der modernen Tonarten«, übersetzt von Anselm Gerhard, Musiktheorie 13/3, 253-256), beim anderen um einen Originalbeitrag in einer u.a. in Deutschland herausgegebenen internationalen musikwissenschaftlichen Zeitschrift (Bizzarini, Marco (1997), »Una neo-madrigalistica meditatione sul tempo: Il Nocturnall (1990) di Luca Tessadrelli», International Journal of Musicology 6, 429-445).

36

Computer Music Journal; Computing and Musicology; Ex Tempore: A journal of compositional and theoretical research in music; Leonardo Music Journal:Journal of the International Society for the Arts, Sciences and Technology; Organised Sound: An International Journal of Music Technology; Sonus: A Journal of Investigations into Global Musical Possibilities.

37

GAMUT: The journal of the Georgien Association of Music Theorists; Indiana Theory Review; Intégral: The journal of applied musical thought; In Theory Only; Journal of Music Theory, Music theory: Explorations & Applications, Music Theory Online; Music Theory Spectrum; Theory and Practice.

38

Journal of Music in China

39

Perspectives of New Music; Studies in Penderecki.

40

19th Century Music; The Journal of Musicology.

41

Annual Review in Jazz Studies.

42

The American Journal of Semiotics.

43

Die inhaltlichen Profile der Periodika Musik & Ästhetik und Musik-Konzepte verlaufen quer zu den Kategorien, die sich zur Gruppierung amerikanischer Periodika angeboten hatten. Diese Periodika sind daher separat aufgeführt.

44

Dissonanz; MusikTexte: Zeitschrift für Neue Musik; Positionen: Beiträge zur Neuen Musik.

45

Archiv für Musikwissenschaft; Bruckner-Jahrbuch; International Journal of Musicology; Jahrbuch des Staatlichen Instituts für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz; Musica; Die Musikforschung.

46

Eine Verzerrung dieser Werte durch das oben beschriebene Problem, den Erscheinungsort eines Periodikums aus dem Erscheinungsort der Artikel zu rekonstruieren, die es enthält, ist hier nicht gegeben: die Zahl der Periodika ist so klein, daß jedes einzelne Periodikum auf die Richtigkeit des angegebenen Erscheinungsorts hin überprüft werden konnte.

47

Gemessen am Anteil der Artikel zu einem Topic an der Gesamtheit aller verzeichneten Artikel.

48

Siehe unten.

49

Entsprechend unterschiedlich sind die Umfänge der einzelnen Periodika: Während für die deutschen Periodika dieser Gruppe durchschnittlich 24 Artikel pro Erscheinungsjahr nachgewiesen sind, liegt der entsprechende Jahresdurchschnitt bei den nordamerikanischen Periodika lediglich bei 11,6.

50

Der Grund besteht natürlich darin, daß während des Untersuchungszeitraums nur eine einzige deutsche musiktheoretische Zeitschrift existierte.

Literatur

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