GMTH Proceedings 2016

›Klang‹: Wundertüte oder Stiefkind der Musiktheorie – ISSN 2701-9500

https://doi.org/10.31751/p.v.1

Autorinnen und Autoren

Owen Belcher is Assistant Professor of Music Theory at the University of Missouri Kansas City Conservatory. Prior to his appointment at UMKC, he served as Lecturer in Music Theory at the University of Massachusetts Amherst. His research interests include the music of J.S. Bach, the music of Caroline Shaw, and speculative harmonic theories of the 19th and 20th centuries.

Helga de la Motte-Haber, *1938, Studium der Psychologie in Mainz und Hamburg, Diplom 1962, Studium der Musikwissenschaft in Hamburg, Promotion, 1971 Habilitation für Systematische Musikwissenschaft Technische Universität Berlin. 1972 – 1978 Professur Pädagogische Hochschule Köln. 1978- 2004 Technische Hochschule Berlin. 2015 Ehrendoktorwürde der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Hannover. Publikationen zur Musikpsychologie, Sound Art, Musik der 20. Jahrhunderts.

Florian Edler, geb. 1969 in Kiel, studierte Schulmusik, Geschichte und Musiktheorie in Berlin. 2009 Promotion an der Universität der Künste Berlin. 2002‒15 Lehrbeauftragter und Gastdozent an der UdK Berlin, weitere Lehraufträge an der Hochschule für Künste (HfK) Bremen sowie 2004‒06 an der HfM Franz Liszt in Weimar. 2013‒15 Verwalter einer Professur an der Hochschule Osnabrück. 2015 Berufung auf eine Professur für Musiktheorie an der HfK Bremen. Publikationen zur Musik und Musiktheorie des 17. bis 20. Jahrhunderts sowie zur Gehörbildungsmethodik. Den 18. Jahreskongress der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH), der vom 5. bis 7. Oktober 2018 an der HfK Bremen stattfand, leitete Florian Edler gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Andreas Gürsching. Seit 2019 gehört er den Herausgebergremien der Publikationsreihe »GMTH Proceedings« sowie der »Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie« (ZGMTH) an. Im Vorstand der GMTH wirkt er seit 2018 als Beisitzer mit, seit Oktober 2020 ist er Präsident der GMTH.

Stefan Fuchs wurde 1990 in Bamberg geboren und studierte 2010 bis 2019 an der Hochschule für Musik und Theater in München Schulmusik (mit Schwerpunkt Chorleitung), Musiktheorie und Gehörbildung und absolvierte außerdem ein künstlerisch-pädagogisches Bachelorstudium im Fach Klavier. Seit 2019 unterrichtet er als Lehrbeauftragter für Musiktheorie und Gehörbildung an der Hochschule für Musik und Theater München sowie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Seit November 2020 nimmt er außerdem einen Lehrauftrag an der Ludwig-Maximilians-Universität in München wahr.

Pierre Funck, geboren 1963 in Luxemburg, studierte zunächst Naturwissenschaften an der ETH Zürich (Promotion 1995), studierte dann Gesang, Musiktheorie und Komposition am Institut für Alte Musik der Staatlichen Musikhochschule Trossingen und war dort von 2001 bis 2019 als Dozent für Musiktheorie tätig. Seit 2007 arbeitet er als Filmkomponist und hat bis jetzt über siebzig Filme vertont. Er absolvierte den Studiengang „Komposition für Film, Theater und Medien“ an der Zürcher Hochschule der Künste und schloss 2012 mit einem Master of Arts ab. Seit 2015 unterrichtet er dort Musiktheorie im Rahmen dieses Studiengangs. Neben seiner Tätigkeit als Filmmusiker rekonstruiert Pierre Funck verschollene oder fragmentarisch erhaltene Werke aus der Renaissance und der Barockzeit. Außerdem tritt er als Sänger in diversen professionellen Vokalensembles auf, z.B. im Ensemble „Le Chant sur le Livre“, das auf die Improvisationspraxis der Renaissance spezialisiert ist.

Stephen Husarik is a Professor in the Music Department at the University of Arkansas – Fort Smith, USA. He has authored and/or contributed to a half dozen books, over thirty technical articles, a college textbook (Humanities Across the Arts. Kendall Hunt, 2018) and co-edited thirty issues of Interdisciplinary Humanities. Dr. Husarik is the first to uncover formal dramatic envelopes in Beethoven’s music such as the dramatic comedy found in Grosse Fuge, Opus 133 and the resurrection drama found in the final movement of the composer’s Piano Sonata No. 32 in C. A keyboardist and carillonneur, Husarik has traveled across continents comparing the sounds of Beethoven’s original Broadwood fortepiano in Budapest, Hungary with other corresponding period instruments.

Chae-Lin Kim erhielt ihre künstlerische Ausbildung im Hauptfach Violoncello bei Prof. Michael Sanderling an der HfMDK in Frankfurt am Main. Nach ihrem Erhalt des künstlerischen Diploms absolvierte sie ihren Master in Musikwissenschaft an der FU in Berlin. Derzeit ist sie Doktorandin an der UdK in Berlin.

Janina Klassen ist bis 2020 Professorin für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik Freiburg im Breisgau. Schumann-Preis der Stadt Zwickau 2019, gemeinsam mit Ragna Schirmer. Forschungen zu: Musik und Sprachtheorie, Musikgeschichte und -theorie seit der Frühneuzeit, zeitgenössische Musik- und Soundkonzepte, Gender Studien. Momentaner Schwerpunkt: Hörerforschung. Anschrift: Bülowstraße 52 A6, 10783 Berlin, jklassen@mailbox.org

Prof. Dr. Reinhard Kopiez, geb. 1959, Prof. Dr. phil., M. A.; 1978 bis 1982 Musikstudium (Konzertexamen Gitarre) an der HfMT Köln; 1982 bis 1990 Studium der Musikwissenschaft, Psychologie und Musikethnologie an der TU und FU Berlin; Promotion 1990 bei Helga de la Motte-Haber mit einer experimentellen Studie zum mentalen Üben; 1990 bis 1995 Wissenschaftlicher Assistent für Musikwissenschaft an der TU Berlin; Habilitation 1998; 1995 bis 1998 Professor für Systematische Musikwissenschaft an der HfM Würzburg, seit 1998 Professor für Musikpsychologie an der HMTM Hannover. 2009-2012 Präsident der European Society for the Cognitive Sciences of Music (ESCOM), 2013-2018 Herausgeber der Zeitschrift Musicae Scientiae. Arbeitsschwerpunkte: Musikalische Performanz, Sozialpsychologie der Musik, Diagnostik musikalischer musikalischer Fertigkeiten, Rezeption populärer Musik, immersives Musik-Erleben (3D-Audio). Mitherausgeber des Standardwerks Handbuch Musikpsychologie (Hogrefe Verlag, 2018).

John Lam Chun-fai is a Hong Kong PhD Fellow at the Chinese University. His research endeavours centre on twentieth-century music and intercultural dynamics between Europe and East Asia. The present study on Stravinsky derives from his thesis entitled ‘Gamme chinoise: Pentatonic writings in early twentieth-century Parisian art music’.

Fabien Lévy studierte Komposition bei Gérard Grisey am Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique. Seine Werke, die bei den Verlagen Billaudot (bis 2008), Ricordi Deutschland (2008-2018) und Editions Peters (nach 2018) erscheinen, wurden von zahlreichen Ensembles und Orchestern aufgeführt (u. a. Berliner Rundfunksymphonieorchester, Ensemble Recherche, 2E2M, neue Vocalsolisten Stuttgart oder Tokyo Symphonieorchester). Lévy war 2001 mit dem DAAD Berliner Künstlerprogramm Artist in Residenz in Berlin und 2002-2003 an der Französischen Akademie Villa Medicis in Rom. Er wurde 2004 mit dem Ernst von Siemens Förderpreis ausgezeichnet. Nach einem Lehrauftrag 2004-2006 in Orchestration an der Hochschule für Musik „Hanns-Eisler“ Berlin, war er 2006-2012 Assistant Professor in Komposition an der Columbia University in New York, 2012-2017 Professor für Komposition an der Hochschule für Musik Detmold, und wurde in Oktober 2017 zum Professor für Komposition an die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ in Leipzig berufen.

Stefan Mey (*1969) ist Professor für Musiktheorie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Schwerpunkte in den Bereichen systematische Musiktheorie, Werkanalyse und stilgebundene Komposition. Veröffentlichungen und Vorträge zu musiktheoretischen Themen. Kompositionen für verschiedene Besetzungen. Studium: Schulmusik, Germanistik und Musiktheorie in Hannover und Wien, u. a. bei Anton Plate und Diether de la Motte.

Arvid Ong studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg Klavier bei Evgenij Koroliov, Komposition und Musiktheorie bei Günter Friedrichs und Manfred Stahnke. Seit 1997 ist er Lehrkraft für Komposition, Musiktheorie und Klavier an der Jugendmusikschule Hamburg. Von 2004 – 2020 war er Lehrbeauftragter für die Fächer Musiktheorie und Gehörbildung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Dort promovierte er 2018 bei Reinhard Kopiez über das Thema „Die Ähnlichkeit von Tonclustern – zur Hörwahrnehmung eines prototypischen Klangs in Neuer Musik“. Er unterrichtete auch 2003 – 2007 an der Hochschule für Künste Bremen, 2009 – 2017 an der Hochschule für Musik in Detmold. Seit 2018 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter für Lehraufgaben an der Universität Hamburg. Als Komponist hat er Werke für Musiktheater, Orchester und Kammermusik geschrieben.

Birger Petersen (*1972) studierte Musiktheorie, Komposition, Musikwissenschaft, Theologie und Philosophie in Lübeck und Kiel; 2001 Promotion an der Christian Albrechts-Universität Kiel zur Melodielehre bei Johann Mattheson. Verschiedene Lehrtätigkeiten in Norddeutschland; 2008 Ernennung zum Professor für Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, 2011 Berufung auf eine Universitätsprofessur für Musiktheorie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 2017 Habilitation in Musikwissenschaft. Publikationsschwerpunkte: Geschichte der Musiktheorie vom 17. bis 19. Jahrhundert, Musiktheorie bei Adorno, Musik des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche Kompositionspreise. Birger Petersen war 2015–2017 Rektor der Hochschule für Musik Mainz und im Studienjahr 2017–2018 Senior Fellow am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald.

Elke Reichel studierte Kirchenmusik in Dresden sowie Musiktheorie und Instrumentalpädagogik an der Universität der Künste Berlin. Sie ist seit 2003 Fachberaterin für Inklusion am Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden und organisiert hier Kooperationen zwischen Hochschule, Musikschule und allgemeinbildender Schule. Von 2012 bis 2020 arbeitete sie als Lehrbeauftragte für Musiktheorie und Gehörbildung an der Hochschule für Musik Dresden, von 2014 bis 2019 unterrichtete sie Tonsatz am Institut für Musikpädagogik der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Seit 2019 ist sie als Lehrkraft für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Weimar angestellt. Ihr Forschungsschwerpunkt ist das Musiktheater W. A. Mozarts.

Wolfgang-Andreas Schultz, geb. 1948 in Hamburg, studierte Musikwissenschaft und Philosophie in Hamburg, danach Komposition und Musiktheorie bei Ernst Gernot Klussmann und György Ligeti, dessen Assistent er 1977 wurde. Von 1988 bis 2016 war er Professor für Musiktheorie und Komposition in Hamburg. Er schrieb zahlreiche, im In- und Ausland aufgeführte Werke, darunter Opern, Symphonien, Solokonzerte und Kammermusik. Mehrere CDs mit seiner Musik sind erschienen, zuletzt: „Japanische Landschaften“ (C2Hamburg 2013). Publikationen: „Das Ineinander der Zeiten – Kompositionstechnische Grundlagen eines evolutionären Musikdenkens“ (Weidler-Verlag). 2014 erschienen im Schott-Verlag die wichtigsten musikphilosophischen Texte als Buch unter dem Titel „Trauma.Avantgarde.Spiritualität - Vorstudien zu einer neuen Musikästhetik“, und 2018 im Europa-Verlag das Buch „Die Heilung des verlorenen Ichs – Kunst und Musik in Europa im 21. Jahrhundert“. (www.WolfgangAndreasSchultz.de)

ROBERTA VIDIC ist Dozentin für Musiktheorie und Gehörbildung, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich der Lehrentwicklung und Doktorandin an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Nach Studien in Harfe, Musiktheorie, historischer Aufführungspraxis und Improvisation in Italien, Deutschland und an der Schola Cantorum Basiliensis absolviert sie derzeit einen Master of Higher Education an der Universität Hamburg. Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Musiktheorie unter besonderer Berücksichtigung der Manuskriptkultur und des Kirchenstils des 16. bis 18. Jahrhunderts, die Geschichte der Fantasie und des fantastischen Stils, sowie Fragen der musikalischen Terminologie. Förderpreise (GMTH-Aufsatzwettbewerb 2015 und 2018) und Forschungsstipendien (Fondazione di Venezia und Fondazione Cini in Venedig, Deutsches Historisches Institut in Rom) auf internationaler Ebene. Publikationen und regelmäßige Teilnahme an nationalen und internationalen Kongressen.