Zeitschrift
der Gesellschaft für Musiktheorie

8/1 (2011)

https://doi.org/10.31751/i.26

Autorinnen und Autoren

HARTMUT FLADT studierte Komposition (Rudolf Kelterborn) und Musikwissenschaft; Promotion 1973 (Carl Dahlhaus). Editor (Richard-Wagner-Gesamtausgabe); seit 1981 Professor an der Universität der Künste Berlin, 1996–2000 auch an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien; an beiden Institutionen Ausbau des Hauptfachs Musiktheorie. Editionsbeirat der Hanns-Eisler-Gesamtausgabe. Veröffentlichungen über Musik des 15. bis 21. Jahrhunderts. Komponierte Bühnenwerke, Ballett-, Kammer-, Chor-, elektroakustische Musik, Lieder, Orchesterwerke, ›angewandte Musik‹ (Film, Kabarett, Politische Musik). Hofer-Preis Berlin 1985, Orff-Preis 1995 europäischer Opernwettbewerb München (SALOMO).

STEFAN GIES, Studium der Schulmusik, Musiktheorie, Sprachen und Philosophie in Freiburg im Breisgau. Von 1981–1996 Musiklehrer an Gymnasien, zunächst in Süddeutschland, später in Berlin. Zwischenzeitlich fünf Jahre Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der HdK Berlin, dort 1990 Promotion. Seit 1996 Professor für Musikpädagogik und Musikdidaktik an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, der er von 2003–2010 als Rektor vorstand. Veröffentlichungen u.a. zu unterrichtsbezogenen Sachthemen, Fragen der Bildungstheorie sowie konzeptionellen Überlegungen zu einem Aufbauenden Musikunterricht.

 

LUDWIG HOLTMEIER studierte an der Musikhochschule Detmold und an den Conservatoires supérieurs de musiques in Genf und Neuchâtel Klavier mit Abschluss Konzertexamen. Außerdem studierte er Musiktheorie, Musikwissenschaft, Schulmusik, Geschichte und Germanistik in Freiburg und Berlin und promovierte in Musikwissenschaft an der TU Berlin (Helga de la Motte). Er lehrte als Musiktheoretiker an der Musikhochschule Freiburg und als Musikwissenschaftler an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Von 2000–2003 war er Professor für Musiktheorie an der Hochschule Carl Maria von Weber in Dresden, seit 2003 hat er eine Professur an der Musikhochschule Freiburg inne und war 2007–2009 Gastprofessor an der Schola Cantorum Basiliensis, Basel. Ludwig Holtmeier ist Herausgeber der Zeitschrift Musik & Ästhetik, Präsident der Gesellschaft für Musik und Ästhetik (1997–2009) und Gründungsmitglied der Gesellschaft für Musiktheorie, deren Vizepräsident er von 2000–2004 war. Zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen ergänzen seine Karriere. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte der Musiktheorie, Analyse und Wiener Schule.

MARKUS JANS studierte Klavier und Klarinette am Konservatorium in Luzern, Musiktheorie und Komposition an der Musikhochschule Basel und Musikwissenschaft an der Universität Basel. Seit 1972 unterrichtet er Historische Satzlehre an der Schola Cantorum Basiliensis und seit 1979 Geschichte der Musiktheorie an der Musikhochschule Basel. Seit 1970 ist er zudem als Chorleiter tätig. Auf der Basis von Vorarbeiten durch Prof. Wulf Arlt (Universität Basel) hat er zusammen mit Dr. Dominique Muller den Bereich Historische Satzlehre zu einem Kernfach an der SCB ausgebaut und dem Institut damit eine Vorreiterrolle auf diesem wesentlichen Gebiet der Ausbildung verschafft. Um dem Rechnung zu tragen, wird der  Fortbildungsstudiengang Theorie der Alten Musik (seit 2008 als Master-Programm) angeboten, für dessen Konzeption Markus Jans und Dominique Muller verantwortlich sind.

ULRICH KAISER studierte Schulmusik, Religionswissenschaften, Musiktheorie/Gehörbildung, Chorleitung und Operngesang (Abschlüsse in den drei zuletzt genannten Fächern). Seit 1997 ist er Professor für Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater München, 2007 wurde er im Fach Musikwissenschaft promoviert. Aktuelle Interessenschwerpunkte sind das Publizieren von Forschungsarbeiten unter Open Access, Open Educational Practices sowie die Erstellung von Open Educational Resources. Seit 2021 ist er Projektleiter eines von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre geförderten Projekts zum Aufbaus einer offenen OER-Lernplattform für Musik (openmusic.academy).

OLIVER KRÄMER, Studium der Schulmusik, Komposititon und Germanistik an der Hochschule der Künste Berlin und der FU Berlin, Studienjahr am California Institute of the Arts in Los Angeles, Preisträger in der Kategorie ›Improvisation‹ beim Bundeswettbewerb Schulpraktisches Klavierspiel in Weimar. Lehrer im Berliner Schuldienst, daneben Lehraufträge für Musikdidaktik in Berlin und Potsdam und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität der Künste Berlin, Promotion zum Dr. phil. Seit 2009 Professor für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Musik und Bild, Vermittlungsaspekte Neuer Musik, Popmusikdidaktik, Curriculum- und Schulentwicklung.

MARTINA KRAUSE studierte Schulmusik an der Folkwang-Hochschule für Musik in Essen und schloss dieses Studium mit einer Auszeichnung für besondere Examensleistungen ab. Parallel absolvierte sie ein künstlerisches Studium im Fach Klavier, das sie mit der Künstlerischen Reifeprüfung abschloss. 2005 promovierte sie im Fachbereich Musikpädagogik an der Folkwang-Hochschule Essen bei Prof. Dr. Peter W. Schatt (Bedeutung und Bedeutsamkeit - Interpretation von Musik in musikpädagogischer Dimensionierung). Nach einer umfangreichen Lehrtätigkeit im Schul- und Hochschuldienst wurde sie zum Herbstsemester 2010 auf eine Professur für Musikpädagogik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim berufen und leitet seitdem dort den Studiengang Schulmusik.

CLEMENS KÜHN studierte Schulmusik, Germanistik, Musiktheorie und Komposition (Diether de la Motte) in Hamburg sowie Musikwissenschaft in Berlin (Carl Dahlhaus, 1977 Promotion). 1978 wurde er Professor für Musiktheorie an der Hochschule der Kün­ste in Berlin, 1988 wechselte er an die Hochschule für Musik in München, seit 1997 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Musiktheorie an der Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« in Dresden. Von 1978 bis 1996 war Kühn Mitherausgeber und Schriftleiter der Zeitschrift »Musica«. Er schrieb die Bücher Musiklehre, Gehörbildung im Selbststudium, Formenlehre der Musik, Analyse lernen und Kompositionsgeschichte in kommentierten Beispielen.

JOHANNES MENKE, geb. 1972 in Nürnberg. Studium von Schulmusik, Musiktheorie, Komposition und Germanistik, Promotion in Musikwissenschaft. 1999–2009 Dozent für Musiktheorie und Gehörbildung an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau, seit 2007 als Professor für Historische Satzlehre und Theorie der Alten Musik an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel (FHNW). 2008–2012 Präsident der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH). Mitherausgeber der Buchreihe sinefonia und der Zeitschrift Musik & Ästhetik. Zahlreiche Publikationen im Bereich der Musiktheorie und Musikwissenschaft, darunter die Bücher Kontrapunkt I: Die Musik der Renaissance (Laaber 2015), Kontrapunkt II: Die Musik des Barock (Laaber 2017) sowie als Co-Autor Schlüsselwerke der Musik (Wolke 2019/Reclam 2020).

MARKUS NEUWIRTH ist Universitätsprofessor für Musikanalyse an der Anton-Bruckner-Privatuniversität Linz (seit 2020). Zuvor forschte er am Digital and Cognitive Musicology Lab der École polytechnique fédérale de Lausanne. Bis 2016 war er Postdoktorand an der Universität Leuven, wo er 2013 im Fach Musikwissenschaft mit einer Arbeit zu den rekomponierten Reprisen bei Haydn und seinen Zeitgenossen promoviert wurde. Neuwirths Forschungsschwerpunkte liegen u.a. in der Musikgeschichte des 18. Jahrhunderts, in der Theorie der Sonatenform sowie in der digitalen Korpusforschung.

STEFAN ORGASS, Studium Lehramt Musik und Geschichte an der Folkwang Hochschule Essen und an der Ruhr-Universität Bochum. Während des Schuldienstes an Gymnasien Promotion in Musikwissenschaft 1995 (Dissertation über Bachs Spätwerk); Lehraufträge in Musiktheorie, Musikwissenschaft und Musikpädagogik. Ab 1998 Professor für Musikpädagogik/Musikdidaktik an der Folkwang Hochschule Essen, jetzt Folkwang Universität der Künste. Seit 1996 Entwicklung der musikdidaktischen Konzeption Kommunikative Musikdidaktik. Weitere Arbeitsschwerpunkte: Grundlagenfragen musikalischer Bildung sowie Unterrichtsforschung.

MICHAEL POLTH, seit 2002 Professor für Musiktheorie an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim, studierte Musikwissenschaft, Philosophie und klassische Philologie in Bonn und Berlin (TU) sowie Musiktheorie in Berlin (UdK vormals HdK). Promotion 1997 (Sinfonieexpositionen des 18. Jahrhunderts, Kassel 2000). Veröffentlichungen vor allem zu Fragen der Musiktheorie: Zur kompositorischen Relevanz der Zwölftontechnik (Berlin 1999), »Nicht System – nicht Resultat. Zur Bestimmung von harmonischer Tonalität« (Musik & Ästhetik 18, 2001), »Dodekaphonie und Serialismus« (in: Handbuch der Systematischen Musikwissenschaft Bd. 2, Laaber 2005). 2000 bis 2004 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH). 2008 bis 2015 Mitherausgeber der ZGMTH.

CHRISTOPH RICHTER war nach Tätigkeiten als Orchestermusiker und als Gymnasiallehrer für Musik und Deutsch Hochschullehrer für Musikpädagogik an den Musikhochschulen in Lübeck, Wien und an der Universität der Künste in Berlin. Dort leitete er die Schulmusikabteilung. Als Herausgeber und Schriftleiter betreute er die Zeitschriften Musik und Bildung und (noch heute) Diskussion Musikpädagogik. Hauptarbeitsgebiete sind die Werkinterpretation, Höranalyse und die philosophische Hermeneutik. Seit einigen Jahren widmet er sich der Musikvermittlung für erwachsene Laien.

STEFAN ROHRINGER studierte Schulmusik, Klavier, Tonsatz, Hörerziehung, Musikwissenschaft und Geschichte in Köln. Er ist Professor für Musiktheorie an die Hochschule für Musik und Theater München. 2004–2008 Präsident der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH). 2006 bis 2015 Mitherausgeber der ZGMTH.

HANS-ULRICH SCHÄFER-LEMBECK, Studium der Musik, Erziehungswissenschaften und Germanistik für das höhere Lehramt (Hannover), dann Gesang/Musiktheater (Berlin) und Musikwissenschaft (Hannover). Als Abschlüsse Staatexamina, Künstlerische Abschlussprüfung und Promotion. Zehn Jahre Schuldienst an Integrierter Gesamtschule und Gymnasium, nebenberufliche Tätigkeit als Sänger, Sprecher und Redakteur; Lehraufträge für Musikgeschichte, Sprecherziehung und Musikpädagogik, 1998 Berufung auf eine Professur für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik und Theater München, dort seit 2004 Leiter des Musikpädagogischen Institutes für Lehrerfortbildung und Unterrichtsforschung (MILU).

SOINTU SCHARENBERG studierte Schulmusik, Germanistik, Philosophie, Psychologie und Pädagogik in Kassel und Hannover. Erstes und zweites Staatsexamen, Unterrichtstätigkeit am Gymnasium und an der KMS Westerstede, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für musikpädagogische Forschung der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Forschungsaufenthalte in Basel, Berlin, Boston, Los Angeles, New York, Tharwil, Washington, Wien und Zürich. Promotion zum Dr. phil. (Überwinden der Prinzipien. Studien zu Arnold Schönbergs Lehrtätigkeit 1902 bis 1951), anschließend Studienrätin an der Cäcilienschule Oldenburg bis zur Berufung auf die Professur für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart im Jahr 2003. Forschungsschwerpunkte: historische Musikpädagogik, auch im internationalen Vergleich, Didaktik der Neuen Musik sowie Entwicklung einer phasendurchlässigen Lehrerbildung. 

NORBERT SCHLÄBITZ, Medientheoretiker und Pädagoge, ehemals Filmmusikkomponist. Lehramtsstudium Deutsch und Musik und Studienrat zur Anstellung an einer Gesamtschule. Lehraufträge an der  Musikhochschule Münster, Technischen Universität Braunschweig, den Universitäten Essen und Paderborn. Promoviert mit der Arbeit Der diskrete Charme der Neuen Medien zum Dr. phil., habilitiert mit der Arbeit Mit System ins Durcheinander. Musikkommunikation und Jugendsozialisation zwischen Hardnet und Softnet. Seit 2004 Professor für Musikdidaktik, Leiter des Faches Musikpädagogik und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Forschungsschwerpunkte: Neue Medien und Musik, Neue Lernformen im Musikunterricht.

OLIVER SCHWAB-FELISCH studierte Musiktheorie, Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie in München und Berlin. Dozent am Fachgebiet Audiokommunikation der Technischen Universität Berlin. 2000–2008 Vorstandsmitglied, 2004–2008 Vizepräsident der GMTH; 2005–2008 Mitglied des Herausgebergremiums der ZGMTH. Mitherausgeber mehrerer Bücher, Autor diverser Aufsätze und Artikel zu musiktheoretischen Themen. Schwab-Felischs Dissertation (2018) behandelt Fragen der rationalen Rekonstruktion der Schichtenlehre Heinrich Schenkers.

JOHANNES SÖLLNER studierte in Freiburg von 2003–2010 Schulmusik, Mathematik, Rhythmik und Musiktheorie. Seit 2009 ist er Lehrbeauftragter für Musiktheorie an der Musikhochschule Freiburg. Dort nahm er auch einen vertretenden Lehrauftrag für Rhythmik/Improvisation wahr. Seit 2011 ist er für den Tonsatz- und Gehörbildungs-Unterricht am Pre-College der Musikhochschule Karlsruhe zuständig. Neben diesen hochschulischen Tätigkeiten arbeitet er freiberuflich als Dirigent und Improtheater-Keyboarder.

JOHANNES M. WALTER, Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart (Schulmusik, Musiktheorie) und an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Musikwissenschaft). Erstes und zweites Staatsexamen. Promotion zum Dr. phil. an der Universität der Künste Berlin. 1986–2005 Lehrtätigkeit an der Musikhochschule Stuttgart (Musiktheorie und Musikpädagogik), 1999–2003 Vertretung des dortigen Lehrstuhls für Musikpädagogik und Leitung des Studiengangs Schulmusik. Daneben – mit Unterbrechung während der Lehrstuhlvertretung – in Teilzeit im Schuldienst des Landes Baden-Württemberg. 2005 Berufung auf die Professur für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Leiter des Studiengangs Schulmusik. Seit 2007 Prorektor.

ERIC WEN is the Edward Aldwell Professor of Music at the Mannes College of Music in New York. He also teaches at the Curtis Institute of Music, where he served as Chair of Musical Studies for seven years. He has taught at Goldsmith’s and King’s Colleges at the University of London, as well as the Guildhall School of Music. A specialist in Schenkerian analysis, Wen has published numerous scholarly articles in academic journals and books, and has delivered papers at a number of universities and conferences. He was the editor of The Strad and The Musical Times, and has edited numerous violin works for Carl Fischer Music. As an independent record producer, he has worked with many with distinguished artists, including Gil Shaham, Oscar Shumsky, Maxim Vengerov, and Pinchas Zukerman, as well as the Guarneri and Tokyo String Quartets.