Zeitschrift
der Gesellschaft für Musiktheorie

7/3 (2010) – ISSN 1862-6742

https://doi.org/10.31751/i.24

Autorinnen und Autoren

HARTMUT FLADT studierte Komposition (Rudolf Kelterborn) und Musikwissenschaft; Promotion 1973 (Carl Dahlhaus). Editor (Richard-Wagner-Gesamtausgabe); seit 1981 Professor an der Universität der Künste Berlin, 1996–2000 auch an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien; an beiden Institutionen Ausbau des Hauptfachs Musiktheorie. Editionsbeirat der Hanns-Eisler-Gesamtausgabe. Veröffentlichungen über Musik des 15. bis 21. Jahrhunderts. Komponierte Bühnenwerke, Ballett-, Kammer-, Chor-, elektroakustische Musik, Lieder, Orchesterwerke, ›angewandte Musik‹ (Film, Kabarett, Politische Musik). Hofer-Preis Berlin 1985, Orff-Preis 1995 europäischer Opernwettbewerb München (SALOMO).

FOLKER FROEBE, geboren 1970, studierte in Hamburg Musiktheorie, Kirchenmusik, Musikwissenschaft und Theologie. 2000–2014 Lehraufträge für Musiktheorie unter anderem an den Musikhochschulen in Mannheim, Hannover, Bremen und Detmold. Seit 2014 Dozent für Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater München. Veröffentlichungen und Vorträge zur Analyse und zur Geschichte der Musiktheorie. 2007–2013 Mitherausgeber der ZGMTH.

WOLFGANG FUHRMANN studierte Musikwissenschaft und Germanistik an der Universität Wien. Promotion mit einer Arbeit zur mittelalterlichen Musikanschauung: Herz und Stimme. Innerlichkeit, Affekt und Gesang im Mittelalter (Kassel: Bärenreiter 2004). Lebt als freier Musikpublizist und Musikwissenschaftler in Berlin. Sein derzeitiger Forschungsschwerpunkt gilt der Rezeption der Musik Joseph Haydns zu dessen Lebzeiten.

VOLKER HELBING studierte Flöte, Musiktheorie, Musikwissenschaft und Germanistik in Hamburg, Freiburg und Berlin. Er unterrichtet Musiktheorie an der UdK Berlin, an der HfK Bremen sowie an der HfMDK Frankfurt; 2005/06 Lehrstuhlvertretung in Musikwissenschaft an der Musikhochschule Trossingen. Veröffentlichungen und Vorträge zu Mozart, Ravel, Eisler, Ligeti, Kurtág sowie zur französischen Musiktheorie des 18. und 19. Jh. Promotion 2005 mit der Arbeit Choreografie und Distanz. Studien zur Ravel-Analyse.

JANINA KLASSEN, Musikwissenschaftlerin, Professorin an der Musikhochschule Freiburg i. Br.; Promotion an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Promotionspreis 1990, Habilitation an der Technischen Universität Berlin. Forschungsschwerpunkte: Musik- und Sprachtheorien, Musik des 19. und 20. Jahrhunderts, ältere Musiktheorie, Genderforschung. Veröffentlichungen zu Clara Wieck und Robert Schumann, Brahms, Rezeption, Musik- und Zeichentheorie, Figurenlehre und musikalische Rhetorik, Musik und Öffentlichkeit. Herausgabe von Werken Clara Wieck Schumanns sowie Notenpapier, Magazin der Musikhochschule Freiburg

ANDREAS LANG, studierte Schulmusik mit Leistungsfach Musiktheorie an der Musikhochschule Freiburg und Deutsch an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Für seine Abschlussarbeit zu Luigi Nonos Quando stanno morendo erhielt er den Musikwissenschaftspreis der Helene-Rosenberg-Stiftung. Weitere Studien in Komposition bei Cornelius Schwehr und Musiktheorie bei Ekkehard Kiem folgten. Derzeit unterrichtet Lang Musik und Deutsch an einem Gymnasium in Tübingen. 1. Preis beim Aufsatz-Wettbewerb der GMTH 2010 mit dem Beitrag aufgesplittert, ausgedehnt. Mark Bardens ›kairos incised‹ (2007).

MICHAEL LEHNER studierte Schulmusik, Geschichte, Klavier und Musiktheorie in Hannover, Venedig und Bremen. Derzeit promoviert er an der Universität Zürich über die Entwicklung des Opernschaffens von Richard Strauss. Seit 2008 Lehraufträge an Musikhochschulen in Bremen, Rostock, Osnabrück und Hannover. Nebentätigkeit als Klavierbegleiter und Pianist.

JOHANNES QUINT studierte zuerst in Bonn Musikwissenschaft und Philosophie, später Komposition bei Günther Becker in Düsseldorf, dann bei Hans Zender in Frankfurt am Main. Daneben Musiktheoriestudium bei Friedrich Jaecker in Köln. Seine Arbeit wurde durch zahlreiche Preise, Stipendien und Kompositionsaufträge unterstützt, u.a. durch ein Stipendium der Hessischen Kulturstiftung (1992), ein Kompositionsstipendium des Berliner Senats (1994) und ein Arbeitsstipendium des Landes Bayern (Jahresaufenthalt in der Villa Concordia, Bamberg; 2000–2001). 1999 war er Preisträger beim Kompositionsseminar des Klangforums Wien in Boswil (Schweiz). Seine Werke wurden durch bedeutende Ensembles im Bereich Neue Musik aufgeführt und für den Rundfunk bzw. als CD produziert, u.a. durch das Ensemble Modern, das Klangforum Wien, die Musikfabrik NRW, die Neuen Vocalsolisten Stuttgart und das ohton-Ensemble, Oldenburg. Dirigenten waren u.a. Lothar Zagrosek, Vladimir Kiradjiev, Bernhard Kontarsky, Hans Zender und Jean-Philippe Wurtz. Johannes Quint lebt als freischaffender Komponist in Bonn und bekleidet seit 2009 eine Professur für Musiktheorie an der Musikhochschule Köln, Abteilung Aachen.

STEFAN ROHRINGER studierte Schulmusik, Klavier, Tonsatz, Hörerziehung, Musikwissenschaft und Geschichte in Köln. Er ist Professor für Musiktheorie an die Hochschule für Musik und Theater München. 2004–2008 Präsident der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH). 2006 bis 2015 Mitherausgeber der ZGMTH.

JAN PHILIPP SPRICK studierte Musiktheorie, Viola, Musikwissenschaft und Geschichte in Hamburg und Harvard und wurde 2010 an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit über die Sequenz in der deutschen Musiktheorie um 1900 promoviert. Ab 2006 unterrichtete er Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, ab 2013 als Professor für Musiktheorie. Ebenfalls seit 2013 leitete er das Institut für Musik der Rostocker Hochschule. Er war Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH) und von 2009 bis 2013 Mitherausgeber der Zeitschrift der Gesellschaft (ZGMTH). Im Jahr 2012 unterrichtete er als Visiting Assistant Professor am Department of Music der University of Chicago. Zum Sommersemester 2018 wurde er auf eine Professur für Musiktheorie an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg berufen.

ANA STEFANOVIC studierte Musikwissenschaft an der Universität Belgrad und promovierte an der Universität Paris IV-Sorbonne über das Thema Évolution du rapport de la musique et du texte dans l'opéra baroque français (1675–1733): une voie herménuetique. Sie ist Dozentin für Musikwissenschaft an der Universität Belgrad. Veröffentlichungen zu verschiedenen musikwissenschaftlichen Themen. Forschungsschwerpunkte bilden die Beziehung zwischen Musik und Text in Oper und Lied in der Musik des Barock bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts sowie Fragen der Stilanalyse, Philosophie und Ästhetik der Musik.

STEFAN VANSELOW ist künstlerischer Leiter des Kammerchors cantamus dresden und des Studiochors Bielefeld, Lehrbeauftragter für Dirigieren und Ensembleleitung an der Hochschule für Musik und Theater Hannover sowie Kirchenmusiker an der Evangelischen Christuskirche in Beckum. Die Motette Lobet den Herrn von Sven-David Sandström hat er im Rahmen eines Dirigier-Meisterkurses mit dem Nederlands Kamerkoor 2007 in Haarlem (Niederlande) einstudiert und aufgeführt.