Zeitschrift
der Gesellschaft für Musiktheorie

22/2 (2025)

https://doi.org/10.31751/i.61

Autorinnen und Autoren

BENJAMIN K. BACON (born 1988) is a Berlin based composer, performer, and researcher whose work connects human computer interaction, information design, and contemporary music notation. He is completing his PhD in the Audio Communication Group at Technische Universität Berlin, where his research examines embodied engagement and notation as a mapping system for new media performance. His creative and theoretical work draws on methods from information graphics, cartography, and architectural representation to develop visual languages for electronically generated and processed sound. He focuses on notation as a perceptual interface that shapes performer behavior and supports interaction within hybrid human machine systems. Bacon is co Program Lead of the B.A. in Electronic Music Production and Performance at the Catalyst Institute for Creative Arts and Technology, where he teaches electronic performance, interaction theory, composition, and sound design. His work has been presented at CIRMMT, IRCAM, STEIM, the Rundfunk Sinfonieorchester Berlin, Oberlin Conservatory, Ableton Loop Festival, and EMS Stockholm, and his writing has appeared in several publications including Frontiers in Computer Science, the Conference on Technologies for Music Notation and Representation, and the Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie.

PATRICK BOENKE studierte Musiktheorie und Musikwissenschaft in Wien und Berlin und promovierte an der Universität Wien mit einer Arbeit über die späten Werke Franz Liszts. Seit 2004 unterrichtet er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie am musikwissenschaftlichen Institut der Universität Wien. Der Schwerpunkt seiner Lehre liegt im Bereich Musiktheorie, Geschichte der Musiktheorie sowie Analyse nach Heinrich Schenker. Sein Forschungsinteresse gilt primär der Kompositionsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, der Geschichte der Musiktheorie vom 19. Jahrhundert bis in die gegenwärtige Zeit sowie methodologischen Fragen der musikalischen Analyse.

TIAN-YAN FENG studierte bis 2019 am Graduierteninstitut für Musikwissenschaft der National Taiwan University ab und erwarb 2023 einen zweiten Master-Abschluss an der University of Edinburgh. Er war mit Konferenzbeiträgen am „East Asian Research Forum for Graduate Students in Musicology: CUHK-NTU-EARS Graduate Music Forum” (2018) und am „Taiwan Musicology Society and Taiwan Musicology Forum Annual Meeting” (2018, 2020), sowie an der „10th European Music Analysis Conference” (2021) und der “International Conference Música Analítica” (2023) beteiligt. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte sind Musikanalyse, Fragen der Zeitlichkeit in den Werken Tschaikowskis und dessen symphonisches Repertoire. Derzeit promoviert er an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg unter der Betreuung von Prof. Dr. Jan Philipp Sprick.

DANIEL FREIMUTH, geboren 1994, studierte Musiktheorie (Bachelor, Master), Klavier und Klavierimprovisation (Bachelor, Master) sowie Schulmusik (Staatsexamen) an der Hochschule für Musik Karlsruhe und der Hochschule für Musik Freiburg, sowie Anglistik (Staatsexamen) an der Universität Stuttgart. Außerdem arbeitet er derzeit an einer Promotion zur Musiktheorie Abbé Voglers. Nach Lehrtätigkeiten in Musiktheorie, Gehörbildung und Schulpraktischem Klavierspiel an den Hochschulen für Musik in Würzburg, Karlsruhe und Freiburg sowie einer Tätigkeit als Akademischer Mitarbeiter wurde er 2024 auf eine Professur für Musiktheorie an die Hochschule für Musik Karlsruhe berufen. Vorträge und Workshops im Bereich des Angewandten Klavierspiels sowie eigene Konzerttätigkeiten ergänzen seine musiktheoretische Arbeit.

MARTIN GRABOW studierte Klavier (Martin Dörrie, Hannover) und Musiktheorie (Gesine Schröder, Leipzig). Er hat an verschiedenen Musikhochschulen in Deutschland unterrichtet und ist seit 2010 Dozent an der Musikhochschule Mannheim. Martin Grabow wurde an der UdK Berlin bei Hartmut Fladt mit Untersuchungen zur inneren Verflochtenheit des Lebenswerks von Pierre Boulez promoviert – im Zentrum der Dissertation stehen die Bearbeitungstechniken des Komponisten und die Werkgruppe der Notations. Ein Forschungsstipendium des DAAD führte ihn 2005 an die Paul Sacher Stiftung Basel. Er ist regelmäßig an Kongressen der gmth mit Vorträgen u.a. zur Musik des 20. Jahrhunderts beteiligt. Seit 2021 ist er Mitherausgeber der ZGMTH.

ANNE HAMEISTER ist seit 2021 Lehrkraft für besondere Aufgaben für die Fächer Musiktheorie und Gehörbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Zuvor unterrichtete sie als Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und an der Universität der Künste Berlin. Vor ihrem Musiktheorie-Studium (M.Mus.) an der HfMT Rostock (zwei Trimester im Graduate Program Music History and Theory der University of Chicago) erfolgte ein Lehramtsstudium (1. Staatsexamen) für die Fächer Deutsch und Musik an der Universität Rostock und der HfMT Rostock. Sie promoviert zu Zukunftsvorstellungen in der deutschsprachigen Harmonielehre um 1900, in dessen Rahmen sie ein Forschungssemester an der Harvard University verbrachte.

MATTHIAS HANDSCHICK studierte Schulmusik, Musiktheorie, Germanistik und Komposition in Hannover und in Freiburg im Breisgau. Er war 14 Jahre lang im Schuldienst tätig und erhielt nebenbei Lehr- und Forschungsaufträge an den Musikhochschulen in Stuttgart und Freiburg sowie an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Für Projekte zur Vermittlung Neuer Musik wurde er mehrfach ausgezeichnet, zahlreiche Veröffentlichungen liegen vor. Von 2007 bis 2022 engagierte er sich im Vorstand des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt. Nach der Promotion folgte 2015 ein Ruf auf die Professur für Musikpädagogik und Musikdidaktik an der Hochschule für Musik Saar, wo er seit 2024 Prorektor für Studium und Forschung ist. Gastdozenturen führten ihn zusätzlich an die Universität Mozarteum Salzburg und an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.

PAULA KAISER, geboren 1995 in Kassel, absolvierte ein Lehramtsstudium mit den Fächern Musik und Latein an der HfM Würzburg und studiert derzeit dort Musiktheorie bei Prof. Friedemann Brennecke, Prof. Almut Gatz und Prof. Matthias Tschirch. Sie ist seit 2025 Lehrkraft für Gehörbildung an der Berufsfachschule für Musik in Bad Königshofen.

ULRICH KAISER studierte Schulmusik, Religionswissenschaften, Musiktheorie/Gehörbildung, Chorleitung und Operngesang (Abschlüsse in den drei zuletzt genannten Fächern). Seit 1997 ist er Professor für Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater München, 2007 wurde er im Fach Musikwissenschaft promoviert. Aktuelle Interessenschwerpunkte sind das Publizieren von Forschungsarbeiten unter Open Access, Open Educational Practices sowie die Erstellung von Open Educational Resources. Seit 2021 ist er Projektleiter eines von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre geförderten Projekts zum Aufbaus einer offenen OER-Lernplattform für Musik (openmusic.academy).

KILIAN SPRAU studierte Schulmusik, Musiktheorie, Klavier und Gehörbildung an der Hochschule für Musik und Theater München sowie am Mozarteum in Salzburg. Seit 2019 ist er Professor für Musiktheorie an der Universität der Künste Berlin. Im Zentrum seines Forschungsinteresses stehen Wechselwirkungen zwischen Musik und Sprache; sein vorrangiges Engagement in Theorie und Praxis gilt dem Kunstlied des 19. bis 21. Jahrhunderts. 2016 wurde er mit einer Dissertation zur zyklischen Liedkomposition um 1850 promoviert; 2022 habilitierte er sich mit einer Arbeit zum Stilmittelgebrauch im spätromantischen Kunstgesang, die aus einem eigenen, DFG-geförderten Forschungsprojekt zu Portamento und verwandten sängerischen Ausdrucksmitteln hervorging. Von 2013 bis 2019 war er Mitherausgeber der ZGMTH.

SEBASTIAN URMONEIT studierte Musikwissenschaft und Philosophie in Berlin (u.a. bei Heinrich Poos, Carl Dahlhaus, Hartmut Fladt und Christoph Hubig). Seine Dissertation von 2002 trägt den Titel Tristan und Isolde – Eros und Thanatos. Von 2002 bis 2004: Lehrbeauftragter Musikwissenschaft an der TU Berlin 2003/04: Mitarbeit bei der Heinse-Nachlass-Edition (Markus Bernauer); 2007: künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz (Andreas Dorschel); Aufsätze und Vorträge über Schubert, Wagner, Wolf, Strauss und Brahms; Herausgabe: Joseph Haydn, Memoria, Band 11 mit Hartmut Fladt.