REINHARD BAHR, geboren 1951, studierte zunächst Schulmusik, dann Musiktheorie und Komposition bei Christoph Hohlfeld in Hamburg und Friedrich Cerha in Wien. 1985 erhielt er einen Lehrauftrag an der Musikhochschule Lübeck und wurde 1992 Professor für Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Von 1996 bis 2004 war er Dekan im Fachbereich Komposition/Theorie, Musikwissenschaft und Dirigieren. Mitarbeit an Christioph Hohlfelds 1994 erschienener Kontrapunktlehre Schule musikalischen Denkens. Der Cantus-firmus-Satz bei Palestrina. Veröffentlichungen zur Musiktheorie des 18. und 19. Jahrhunderts, zur Ornamentik und zur populären Musik.
HEINRICH DEPPERT, geb. 1935, studierte in Kiel, Stuttgart und Tübingen (Promotion 1970). Er war Professur für Musiktheorie an der Musikhochschule Stuttgart (pensioniert seit 1999), Autor am Süddeutschen Rundfunk (bis 1983), Stadtkapellmeister in Marbach (bis 2002). Zu seinen Veröffentlichungen zählen Bücher über Bach und Webern, darunter Kadenz und Clausel in der Musik von J.S. Bach. Studien zu Harmonie und Tonart (Tutzing: Hans Schneider 2003).
MARTIN EYBL ist Professor für Musikgeschichte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Schwerpunkte seiner Forschungen liegen in den Bereichen Ästhetik und Musiktheorie des frühen 20. Jahrhunderts, österreichische Musik des 18. Jahrhunderts sowie Editionen Alter Musik. Zu seinen Publikationen zählen Ideologie und Methode. Zum ideengeschichtlichen Kontext von Schenkers Musiktheorie (1995), Die Befreiung des Augenblicks. Schönbergs Skandalkonzerte von 1907 und 1908. Eine Dokumentation (2004), Schenker-Traditionen. Eine Wiener Schule der Musiktheorie und ihre internationale Verbreitung (2006), Werkausgaben von Pieter Maessins (1995) und Johann Joseph Fux (2000) sowie Aufsätze zur Wiener Musikgeschichte 1740 bis 1800.
FOLKER FROEBE, geboren 1970, studierte in Hamburg Musiktheorie, Kirchenmusik, Musikwissenschaft und Theologie. Seit 2000 Lehraufträge für Musiktheorie, derzeit an den Musikhochschulen in Bremen und Detmold. Veröffentlichungen und Vorträge zur Analyse und zur Geschichte der Musiktheorie. Seit 2007 Mitherausgeber der ZGMTH.
CHRISTOPH HUST studierte Schulmusik, Musiktheorie und Musikwissenschaft; Promotion über August Bungert, Habilitation zur Sinfonie in Norddeutschland um 1800. Forschungsschwerpunkte: Geschichte der Musiktheorie, Athanasius Kircher, Methoden der Musikalischen Analyse, insbesondere Schenkerian Analysis, die Verbindung von Analyse und Aufführung sowie Filmmusik. Er lehrt am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Mainz.
ARIANE JESSULAT studierte an der Universität der Künste Berlin zunächst Schulmusik, dann Musiktheorie. Von 1996–2004 arbeitete sie dort als Lehrbeauftragte für Musiktheorie. 1999 promovierte sie bei Elmar Budde zum Thema »Die Frage als musikalischer Topos«. Von 2000–2004 war sie am musikwissenschaftlichen Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin angestellt. Seit Oktober 2004 ist sie Professorin für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Würzburg.
MARKUS NEUWIRTH studied musicology, psychology, and philosophy at the University of Würzburg (2001–2006) where he obtained his Master’s degree (Magister Artium) with a thesis on classical sonata form. During his study, he held a Hanns-Seidel scholarship. Since January 2007, he serves as a research assistant at the Department of Musicology, University of Leuven. Until October 2008, he worked on the research project “Towards a dynamic theory of classical and early romantic main theme types.” Currently, he is working on a dissertation on recomposed recapitulations in 18th-century sonata-form movements, a project that is supported by the Research Foundation Flanders (FWO). In January 2011, he was co-organizer (with Pieter Bergé) of the symposium “What is a cadence? Theoretical and analytical perspectives on cadences in the classical repertoire” (on invitation), held at the Academia Belgica in Rome. Neuwirth’s main research interests include Formenlehre, Joseph Haydn, hypermetric theories, and music cognition. He has published a number of articles on various aspects of 18th-century sonata form, on hypermeter in Beethoven and its implications for musical performance, on the music of Helmut Lachenmann, as well as on the relation between music analysis and cognition.
MICHAEL POLTH, seit 2002 Professor für Musiktheorie an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim, studierte Musikwissenschaft, Philosophie und klassische Philologie in Bonn und Berlin (TU) sowie Musiktheorie in Berlin (UdK vormals HdK). Promotion 1997 (Sinfonieexpositionen des 18. Jahrhunderts, Kassel 2000). Veröffentlichungen vor allem zu Fragen der Musiktheorie: Zur kompositorischen Relevanz der Zwölftontechnik (Berlin 1999), »Nicht System – nicht Resultat. Zur Bestimmung von harmonischer Tonalität«, in: Musik & Ästhetik 18 (2001), »Dodekaphonie und Serialismus«, in: Handbuch der Systematischen Musikwissenschaft Bd. 2 (Laaber 2005). 2000–2004 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH). Seit 2008 Mitherausgeber der ZGMTH.
JAN PHILIPP SPRICK studierte Musiktheorie, Viola, Musikwissenschaft und Geschichte in Hamburg und Harvard und wurde 2010 an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit über die Sequenz in der deutschen Musiktheorie um 1900 promoviert. Seit 2006 ist er Dozent für Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und Lehrbeauftrager für Musiktheorie an der Universität der Künste Berlin und seit 2009 Mitherausgeber der ZGMTH. Im Winter Quarter 2012 unterrichtete er als Visiting Assistant Professor am Department of Music der University of Chicago.
VIERLING, JOHANN GOTTFRIED (geb. 25. Januar 1750 in Metzels, gest. 22. November 1813 in Schmalkalden) wirkte als Kantor in Schmalkalden. Veröffentlichungen: Choralbuch für Organisten (1790), Versuch einer Anleitung zum Präludieren (1794), Allgemein faßlicher Unterricht im Generalbaß (1805).