GMTH

Satzung

(in der Fassung vom 27. Juli 2000 mit den Änderungen vom 28. Juli 2000, 13. Oktober 2000, 13. Oktober 2001, 23. November 2001, 16.10.2004, 6.10.2006, 13.10.2007, 11.10.2008 und 17.10.2014)

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

(1) Der Name des Vereins lautet: Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH).

(2) Sein Sitz ist in Berlin. Er ist in das dortige Vereinsregister eingetragen und führt den Zusatz e.V.

(3) Das Geschäftsjahr des Vereins beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres.

§ 2 Vereinszweck

(1) Zweck des Vereins ist die Förderung der Musiktheorie in Forschung und Lehre und als eigenständige Hochschuldisziplin. Die Verbreitung und Diskussion fachlicher Inhalte und die Kommunikation unter den Fachvertretern auf nationaler und internationaler Ebene und über die Fachgrenzen hinaus sollen gefördert und angeregt werden.

(2) Der Vereinszweck wird verwirklicht durch die Herausgabe der Fachzeitschrift „Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie“ (ZGMTH), die von der Gesellschaft redaktionell betreut und über das Internet sowie in gedruckter Form verbreitet wird. Weiterhin wird der Vereinszweck durch die Durchführung von Kongressen verwirklicht, die in regelmäßigen Abständen und an wechselnden Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz stattfinden, allgemein zugänglich sind und ausschließlich Themen der Musiktheorie betreffen. Die Gesellschaft unterstützt die Veröffentlichung der Berichte über die Kongresse der GMTH, in denen aktuelle Forschungsergebnisse, die auf den Kongressen vorgestellt wurden, der Öffentlichkeit in schriftlicher Form zeitnah zugänglich gemacht werden, ggf. auch finanziell. Das Nähere regelt die Geschäftsordnung. Schließlich verwirklicht die Gesellschaft den Vereinszweck durch die redaktionelle Betreuung und Herausgabe von Publikationen und durch die Vergabe von Stipendien im Sinne des § 3 Nr. 44 EstG.

§ 3 Gemeinnützigkeit

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder des Vereins erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 Geschäftsordnung

Das Vereinsleben wird durch eine Geschäftsordnung geregelt, die der Vorstand beschließt.

§ 5 Mitgliedschaft

(1) Mitglied der Gesellschaft kann jede natürliche und jede juristische Person des öffentlichen und privaten Rechts werden.

(2) Ein Antrag auf Aufnahme muss schriftlich an den Vorstand gerichtet werden. Über den Antrag entscheidet der Vorstand.

(3) Die Mitgliedschaft beginnt mit der Absendung der schriftlichen Bestätigung über die Aufnahme. Eine Mitgliedschaft kann zu jedem Zeitpunkt im laufenden Geschäftsjahr beginnen.

(4) Der Vorstand hat das Recht, die Mitgliedschaft ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

(5) Der Vorstand kann Persönlichkeiten, die sich um den Verein verdient gemacht haben, zu Ehrenmitgliedern ernennen.

(6) Die Mitgliedschaft endet mit dem Tod eines Mitglieds, durch eine schriftliche Austrittserklärung oder durch Ausschluss aus der Gesellschaft.

(7) Der Austritt aus der Gesellschaft ist nur zum Ende eines Geschäftsjahres möglich. Die Austrittserklärung muss dem Vorstand bis zum 30. September des betreffenden Geschäftsjahres schriftlich vorliegen.

(8) Ein Mitglied kann aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden, wenn es in erheblichem Maße gegen die Interessen der Gesellschaft verstößt. Über den Ausschluss eines Mitglieds entscheidet der Vorstand. Das betroffene Mitglied muss vor dem Ausschluss persönlich oder schriftlich angehört werden. Die Entscheidung über den Ausschluss wird dem Mitglied schriftlich zugesandt. Das Schreiben über den Ausschluss muss keine Begründung der Entscheidung enthalten. Innerhalb von vier Wochen vom Zugang der Mitteilung an kann das betroffene Mitglied beim Vorstand Einspruch erheben. In diesem Fall bleibt der Ausschluss erhalten, wenn der Vorstand den Ausschluss einstimmig bekräftigt. Macht ein Mitglied vom Recht des Einspruchs keinen Gebrauch, erklärt es sich mit dem Ausschluss einverstanden.

(9) Jedes Mitglied erhält Nachrichten über die Vorgänge des Vereins per Email. Mitglieder, die den Jahresbeitrag entrichtet haben, erhalten als Mitgliedergabe die Printfassung des entsprechenden Jahrgangs der „Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie“.

§ 6 Mitgliedsbeiträge

(1) Jedes Mitglied ist zur Zahlung eines Mitgliedsbeitrages verpflichtet.

(2) Über die Höhe des Mitgliedsbeitrages entscheidet die Mitgliederversammlung.

(3) Die geltenden Mitgliedsbeiträge werden in der Geschäftsordnung festgehalten und sind dort einzusehen.

(4) Der Beitragssatz kann für Studenten und Arbeitslose generell, für Ehrenmitglieder individuell ermäßigt oder erlassen werden. Juristische Personen (Institute etc.) zahlen einen gesonderten Beitrag. Ein Mitglied kann als Fördermitglied geführt werden, wenn es mindestens das Doppelte des regulären Beitrags entrichtet. Für Mitglieder mit Wohnsitz außerhalb Deutschlands, Österreichs oder der Schweiz kann ein besonderer Beitrag angesetzt werden, der in der Geschäftsordnung festgehalten wird.

(5) Der Mitgliedsbeitrag wird zum 1. Oktober eines Geschäftsjahres fällig und ist bis spätestens 31. März des laufenden Geschäftsjahres zu entrichten. Mitglieder, die ihren Beitrag bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres nicht entrichtet haben, können aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden.

(6) Für das Geschäftsjahr des Beitritts ist der ungekürzte Jahresbeitrag fällig.

(7) Bei Austritt oder Ausschluss aus der Gesellschaft ist der ungekürzte Jahresbeitrag fällig.

(8) Der Verein ist berechtigt, Kredite aufzunehmen.

§ 7 Organe

Organe des Vereins sind der Vorstand, die Mitgliederversammlung, der wissenschaftliche Beirat, das Gremium der Herausgeber der ZGMTH und das Gremium der Hochschulvertreter.

§ 8 Amtszeiten und Wiederwahl

(1) Amtszeiten in Folge einer Wahl oder Bestätigung durch die Mitgliederversammlung betragen zwei Jahre. Eine Wiederwahl ist zweimal möglich, für das Präsidentenamt einmal.

(2) Die Ausübung verschiedener Ämter, deren Übernahme jeweils aufgrund einer Wahl oder Bestätigung durch die Mitgliederversammlung erfolgte, darf in unmittelbarer Folge eine Gesamtdauer von drei Amtszeiten nicht überschreiten.

(3) Ehrenämter sind von den vorstehenden Regelungen ausgenommen. Für Ämter, die nicht Gegenstand der Satzung sind, kann die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit Ausnahmen beschließen.

§ 9 Der Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus bis zu sieben Mitgliedern: dem Präsidenten (1. Vorsitzender), dem Vizepräsidenten (2. Vorsitzender), dem 1. Beisitzer (Schatzmeister) sowie 2. usw. bis ggf. 5. Beisitzer.

(2) Nur ein Mitglied der Gesellschaft kann auch Mitglied des Vorstandes werden.

(3) Die Mitglieder des Vorstandes werden von der Mitgliederversammlung gewählt. Für die Wahl eines jeden Vorstandsamtes findet ein gesonderter Wahlgang statt. Gewählt ist, wer die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigt. Die Wahl des zweiten bis ggf. fünften Beisitzers kann in einem Wahlgang verbunden werden. Gewählt sind in diesem Fall die Kandidaten, auf welche die meisten Stimmen, mindestens aber eine Anzahl an Stimmen entfallen, welche jeweils mehr als die Hälfte der abstimmenden Personen entspricht. Die Wahlordnung ist in der Geschäftsordnung niederlegt.

(4) Der Vorstand bleibt so lange im Amt, bis ein neuer Vorstand konstituiert ist. Die Wahl eines Mitgliedes ist widerrufbar, wenn das Mitglied seine Pflichten grob verletzt, sich für die Geschäftsführung als untauglich erweist oder in seinen Tätigkeiten gegen die Interessen des Vereins verstößt. Über die Abberufung eines Vorstandsmitgliedes entscheiden die übrigen Mitglieder des Vorstandes per Abstimmung. Zur Abberufung ist eine Zweidrittel-Mehrheit notwendig.

(5) Scheidet ein Mitglied des Vorstands aus welchem Grund auch immer aus der Gesellschaft aus, erlischt damit zugleich seine Funktion als Vorstandsmitglied. Scheidet ein Mitglied des Vorstandes innerhalb der laufenden Amtszeit aus dem Vorstand aus, können die übrigen Mitglieder des Vorstandes ein anderes Mitglied der Gesellschaft zum Ersatzmitglied bestimmen. Das Ersatzmitglied kann nicht Präsident oder Vizepräsident werden. Scheidet der Präsident aus, rückt an seine Stelle der Vizepräsident. Scheidet der Vizepräsident aus oder übernimmt er das Präsidentenamt, rückt ein anderes Mitglied des bisherigen Vorstandes an seine Stelle.

(6) Der Vorstand führt sämtliche Geschäfte des Vereins. Der Vorstand trifft seine Entscheidungen in der Regel auf den Vorstandssitzungen. Wenn keine Möglichkeit einer persönlichen Zusammenkunft besteht, können Entscheidungen auch via Email-Konferenz getroffen werden. Die reguläre Einladungsfrist hierzu ist zehn Tage, in besonders dringenden Fällen drei Tage. Bei Email-Konferenzen ergehen Anträge auf Beschlussfassungen durch den 1. Vorsitzenden (in Vertretung ggf. durch den 2. Vorsitzenden). Nach erfolgter Antragstellung ist den Vorstandsmitgliedern mindestens drei Tage Zeit zu geben, ihr Abstimmungsverhalten via Email beim Antragssteller schriftlich zu hinterlegen. Alle Emails (Antrag und Abstimmung) sind in Papierform oder auf einem elektronischen Datenträger zu archivieren. Der Vorstand ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

(7) Vorstandssitzungen werden mindestens einmal im Jahr vom Präsidenten einberufen. Die Einberufung geschieht schriftlich unter Übersendung der Tagesordnung und unter einer Fristwahrung von mindestens 4 Wochen. Weitere Tagesordnungspunkte können bis zu drei Tage vor der Sitzung eingereicht werden. Vorstandssitzungen werden vom Präsidenten oder bei dessen Verhinderung vom Vizepräsidenten geleitet.

(8) Eine nächste Sitzung des Vorstands kann frühestens 8 Wochen nach der letzten Sitzung einberufen werden. Zu einem früheren Zeitpunkt können Sitzungen nur einberufen werden, wenn die einfache Mehrheit aller Vorstandsmitglieder dies wünscht. Weigert sich der Präsident, eine zusätzliche Sitzung einzuberufen, so ist der Vizepräsident dazu verpflichtet und übernimmt den Vorsitz der Sitzung.

(9) Beschlüsse werden per Abstimmung gefasst. Jede Stimme zählt einfach. Kommt es zu einer Stimmgleichheit, zählt die Stimme des Präsidenten doppelt, bei dessen Abwesenheit diejenige des Vizepräsidenten.

(10) Die Mitglieder des Vorstandes sind zur Teilnahme an den Sitzungen verpflichtet. Kein Mitglied kann sich im Falle der Abwesenheit bei Abstimmungen durch ein anderes Mitglied vertreten lassen. Damit der Vorstand entscheidungsfähig ist, müssen mindestens vier Mitglieder bei einer Vorstandssitzung anwesend sein. Wird diese Zahl nicht erreicht, schlägt der Präsident – oder bei dessen Verhinderung der Vizepräsident – einen zweiten (oder gegebenenfalls einen dritten) Termin innerhalb von jeweils vierzehn Tagen vor. Erscheinen im Falle eines dritten Termins mindestens drei Mitglieder, sind diese beschlussfähig, wenn sich unter ihnen der Präsident oder der Vizepräsident befindet.

(11) Der Vorstand beschließt mit einfacher Mehrheit, dass eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen ist.

(12) Die Entscheidungen des Vorstandes werden protokollarisch festgehalten und müssen vom Leiter der Sitzung und vom Protokollführer unterzeichnet werden.

(13) Die Mitglieder des Vorstandes haben gemeinsam folgende Aufgaben zu erfüllen: Sicherstellung der Pflege der Internetseiten, Hilfe bei der Ausrichtung von Kongressen, Außenkommunikation und Vergabe von Geldern für wissenschaftliche und künstlerische Projekte und Stipendien. Der Vorstand kann weitere Personen benennen, die den Vorstand bei der Durchführung der geschäftlichen Aufgaben unterstützen. Diese Personen müssen nicht Mitglied der Gesellschaft sein.

(14) Die hauptverantwortliche redaktionelle Betreuung der „Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie“ obliegt deren Herausgeber bzw. Herausgebern. Das Vorschlagsrecht hat der Vorstand. Die vorgeschlagenen Personen werden von der Mitgliederversammlung durch Wahl bestätigt. Die Herausgeber haben das Recht, für einzelne Ausgaben Gastherausgeber zu benennen. Ihre Tätigkeit als hauptverantwortliche Redakteure bleibt davon unberührt.

(15) Dem 1. Beisitzer (Schatzmeister) obliegt die Mitglieder- und Finanzverwaltung. Ausgaben, die nicht aus der Finanzverwaltung selbst resultieren, ergehen auf Grundlage eines jährlichen Finanzplans. Ausgaben über insgesamt 1000,– Euro in einem Geschäftsjahr (eingeschlossen eventueller Folgekosten) bedürfen grundsätzlich der Zustimmung des Vorstands.

(16) Der Präsident und ein weiteres Mitglied des Vorstandes, in der Regel der Vizepräsident, vertreten die Gesellschaft gemeinsam gerichtlich und außergerichtlich.

(17) Der Vorstand wird ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nach Vorgaben des zuständigen Finanzamtes oder des zuständigen Amtsgerichts notwendig sind, um die Gemeinnützigkeit zu erlangen oder aber den Eintrag in das Vereinsregister zu gewährleisten.

(18) Der Vorstand ist berechtigt, nach Zustimmung der Mitgliederversammlung Kredite aufzunehmen. Dabei bedarf jeder Kredit einer gesonderten Zustimmung durch die Mitgliederversammlung. Der Vorstand muss jeder Kreditaufnahme einstimmig zustimmen.

§ 10 Der wissenschaftliche Beirat

(1) Der wissenschaftliche Beirat berät den Vorstand in fachlichen Fragen.

(2) Die Mitglieder des Beirates sollen insbesondere für die Gestaltung der Internetzeitung und für die thematische Ausrichtung und Gestaltung der Kongresse und weiterer Projekte als Berater zur Verfügung stehen.

(3) Der Beirat hat weder Entscheidungspflicht noch Entscheidungsgewalt. Er wird über die Entscheidungen und Pläne des Vorstandes informiert.

(4) Die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates werden vom Vorstand ernannt.

(5) In den Beirat können auch Personen aufgenommen werden, die nicht der Gesellschaft angehören.

§ 11 Das Gremium der Hochschulvertreter

(1) Die Mitglieder des Gremiums der Hochschulvertreter haben die Aufgabe, den Kontakt der Gesellschaft mit den Hochschulen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz herzustellen, den Informationsaustausch zu befördern, Inhalte und Ziele der Gesellschaft an den Hochschulen bekannt zu machen und ihre Interessen zu vertreten.

(2) Mitglied des Gremiums der Hochschulvertreter können Mitglieder der Gesellschaft werden, die haupt- oder nebenberufliche Dozenten an einer Musikhochschule, Universität, Fachhochschule oder pädagogischen oder kirchlichen Hochschule in Deutschland, Österreich oder der Schweiz sind und deren wissenschaftliche und/oder pädagogische Aktivitäten musiktheoretische Fragestellungen mit einschließen. Mitglieder internationaler Schwestergesellschaften können außerordentliche Mitglieder des Gremiums werden. Für sie gelten die Rechte und Pflichten der ordentlichen Mitglieder nur in eingeschränktem Umfang. An den Versammlungen der Hochschulvertreter können sie beratend teilnehmen. Sie haben kein Stimmrecht.

(3) Jede Hochschule wird durch einen Vertreter und dessen Stellvertreter repräsentiert.

(4) Das Vorschlagsrecht für die Hochschulvertretung liegt bei den Hochschulen. Die Vorschläge werden vom Vorstand durch einfache Mehrheit bestätigt. Das Ergebnis der Wahl ist der Mitgliederversammlung vorzulegen. Das Recht der Abwahl bei Unfähigkeit bleibt davon unberührt.

(5) Ihre Beschlüsse fassen die Mitglieder des Gremiums auf der Versammlung des Gremiums der Hochschulvertreter, die im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung unter Leitung des Vorstandes stattfindet. Die Mitglieder des Vorstandes sind bei den Beschlüssen nicht stimmberechtigt, es sei denn, sie gehören dem Gremium der Hochschulvertreter an.

(6) An ihren jeweiligen Hochschulen vertreten die Mitglieder des Gremiums die Interessen der Gesellschaft gegenüber dem Senat, der Leitung der Einrichtung und anderen maßgeblichen Institutionen und Personen. Von dieser Verpflichtung sind außerordentliche Mitglieder des Gremiums befreit.

(7) Den ordentlichen Mitgliedern des Gremiums obliegt die Wahl des Kongressortes. Die Gesellschaft unterstützt die Aktivitäten des Gremiums organisatorisch und finanziell.

§ 12 Die Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung wird jährlich vom Präsidenten der Gesellschaft – bei seiner Verhinderung durch den Vizepräsidenten – einberufen. Die Einberufung erfolgt durch schriftliche Einladung an jedes Mitglied persönlich unter Wahrung einer Frist von drei Wochen und enthält die vom Vorstand festgesetzte Tagesordnung. Maßgebend für die Fristwahrung ist der Tag der Absendung der Einladung an die letztbekannte Email-Adresse oder postalische Anschrift der Mitglieder. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn sie ordnungsgemäß einberufen worden ist. Der Tagesordnungspunkt „Auflösung des Vereins“ muss als eigener Tagesordnungspunkt auf der Einladung erscheinen und darf nicht nachträglich in die Tagesordnung aufgenommen werden.

(2) Der Ablauf der Mitgliederversammlung ist der Geschäftsordnung zu entnehmen.

(3) Die Leitung der Mitgliederversammlung hat der Präsident. Er kann diese Aufgabe an eine andere Person weitergeben.

(4) Die Mitgliederversammlung hat folgende Aufgaben:

a) Entgegennahme des Rechenschaftsberichtes des Vorstandes und dessen Entlastung,

b) Wahl der Vorstandsmitglieder, Mitteilung über die vom Vorstand bestätigten Mitglieder des Gremiums der Hochschulvertreter und ihrer Stellvertreter und die Bestätigung des/der vom Vorstand vorgeschlagenen hauptverantwortlichen Herausgebers bzw. Herausgeber der „Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie“.

c) Festsetzung der Höhe des Mitgliedsbeitrages,

d) Beschlüsse über Satzungsänderungen und Vereinsauflösung.

(5) Die Wahl der Mitglieder des Vorstands geschieht mit einfacher Mehrheit. Für die Festlegung der Höhe des Mitgliedsbeitrages ist eine einfache Mehrheit erforderlich. Für eine Änderung der Satzung oder für den Beschluss der Vereinsauflösung ist eine Mehrheit von mindestens zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen notwendig.

(6) Der Vorstand hat unverzüglich eine Mitgliederversammlung einzuberufen, wenn das Vereinsinteresse es erfordert oder wenn mindestens 20% der Mitglieder die Einberufung schriftlich und unter Angabe des Zwecks und der Gründe fordern.

(7) Über jede Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu führen, das vom Versammlungsleiter und vom Protokollführer zu unterzeichnen ist.

§ 13 Kongresse

(1) Die Kongresse der Gesellschaft für Musiktheorie sollen die inhaltliche, methodische und institutionelle Vielfalt des Fachs widerspiegeln. Dazu müssen Organisation und Inhalte mit den Bestimmungen und dem Vorstand der Gesellschaft abgestimmt sein. Insbesondere gilt:

(a) Kongresse sollen, sofern es die Umstände erlauben, jährlich stattfinden.

(b) Kongressort und Veranstalter werden vom Gremium der Hochschulvertreter bestimmt.

(c) Jeder Kongress muss in der Überschrift an erster Stelle den Ausdruck „Kongress der Gesellschaft für Musiktheorie“ führen.

(d) Ein Kongress muss mindestens zwei volle Tage dauern und die jährliche Mitgliederversammlung einschließen.

(e) Jeder Kongress muss unter einem Thema stehen und in ausgewogener Weise Anteile von Forschung und pädagogischer Praxis enthalten.

(f) Rechtzeitig vor Kongressbeginn ist ein Call for papers zu veröffentlichen. Bei jedem Kongress ist mindestens eine Sektion für freie Referate einzurichten.

(2) Anregungen und Vorschläge des Gremiums der Hochschulvertreter und der Mitgliederversammlung sind bei der Planung angemessen zu berücksichtigen.

§ 14 Auflösung des Vereins

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den Verein „Greenpeace e.V.“, der es unmittelbar und ausschließlich für steuerbegünstigte Zwecke zu verwenden hat.