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Bologna-Arbeitsgruppe

Die auf dem 4. Jahreskongress der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH) 2004 in Köln geführte Podiumsdiskussion mit dem Titel „Musiktheorie Quo quadis?“ hat deutlich gemacht, dass durch die Beschlüsse von Bologna, in deren Zentrum bekanntermaßen die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen, sowie die Modularisierung an Hochschulen und Universitäten steht, auch die Musiktheorie sich mit einer Reihe grundsätzlicher Fragestellungen konfrontiert sieht, die Anliegen und Ausrichtung der Disziplin ebenso wie Aspekte der Studienorganisation betreffen.

Die Gründung der Bologna-Arbeitsgruppe ist aus dem Bedürfnis erwachsen ein Forum zu schaffen, in dem Vertreter der Musiktheorie an Hochschulen und Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Möglichkeit gegeben wird, sich gemeinschaftlich über den Stand der Reform zu orientieren und den Prozess gestaltend zu begleiten.

Es herrscht Konsens darüber, dass die potentiellen Chancen der Reform vor allem dann optimal genutzt werden können, wenn alle an der Reform Beteiligten ihre Vorhaben und Erfahrungen einander zugänglich machen. Eine zersplitterte Reaktion läuft hingegen Gefahr, die Musiktheorie inhaltlich und institutionell auf lange Sicht zu schwächen.

Die konstituierende Sitzung der Bologna-Arbeitsgruppe hat am 4. Februar 2005 in Frankfurt a. M. stattgefunden, weitere Treffen erfolgten am 24. Juni 2005 und am 13. Januar 2006 in Mannheim. Die letzte Zusammenkunft fand am 11. Oktober im Rahmen des VIII. Jahreskongresses der GMTH in Graz statt.